Wir sind ein Klima- Hotel

Eins von zur Zeit 10 Klima Hotels in Deutschland. Seit 2018.

Wir sind das erste klimapositive Hotel in Schleswig Holstein!

Hier die Geschichte aus 2017

Was hatte ich in den letzten Monaten alles zusammengetragen:

Verbräuche aus 2017 vom Waschmittel, zur Energie bis zum Essen.

2500 Eier haben wir verarbeitet.

29.000 kWh Energie gebraucht.

16.000 kWH Sonnenstrom erzeugt.

…die Liste war seeehr lang!

Und wieder hatte sich gezeigt, dass da jemand besser vorbereitet war wie ich. Bei den Energie und Wasserverbräuchen brauchte Stephan nur in seine Listen schauen, weil das sowieso jeden Monat erfasst wird.

Die ganzen Daten haben wir sowieso gebraucht für unsere Rezertifizierung bei Viabono und in etwas anderer Form noch für den CO2 Fußabdruck.

Das wird dann alles hochgerechnet bzw. umgelegt auf die Gäste.

Und daraus wird dann ermittelt wieviel CO2 /Übernachtung angefallen ist.

Diesen Wert kompensierten wir in einem Projekt in Soddoh/Äthiopien. Dort haben wir seit 2016 mit der Hilfe unserer Gäste  schon viele Bäume gepflanzt.

Vor Ort machen wir auf unserem eigenen Gelände auch einen Menge. Wiesen lassen wir mal stehen und sehen, wie sie sich entwickeln, hinterm Haus grasen Robustrinder auf der Naturfläche und halten die Bäume „in Schach“. In und um die Naturteiche darf sich ansiedeln was dort leben mag. Spannend wird es jetzt, ob sich bei der Trockenheit in diesen Sommern alles wieder einfindet.

Beim Todholzhaufen hab ich noch keinen Bewohner gesehen, aber vielleicht hab ich auch nicht gut genug geschaut. Unterm Steinhaufen hingegen lebt jemand….da wollte ich aber nicht zu neugierig sein und stören.

Brombeeren und Holunder werden geerntet bevor die Vögel sich darüber hermachen.

Wilde Samen für den Winter gibt es auch immer genug.

Interessant zu beobachten, was die Galloways  über diese trockenen Sommer gefressen haben.

Die Brennesselsamen scheinen geschmeckt zu haben und die Rinder sind immer kugelrund weil sie auf der wilden Fläche immer etwas finden.

Nur Wasser bekommen sie täglich von uns bekommen. Und das reichlich. So bis zu 100 Liter säuft jedes Rind am Tag.

Das fließt natürlich auch in unsere Rechnungen mit ein, bzw. wird rausgerechnet.

2017 war ja bekanntlich wettertechnisch kein so gutes Jahr. Vom Juli 2017 bis Frühjahr 2018 gab es keine 4 Tage ohne Regen. Das schlägt sich dann gleich etwas nieder.

Weniger Sonnenertrag, mehr Regenwasser, mehr Heizung.

Mit der Zeit bekommt man aber etwas Routine und für die nächste Zertifizierung schreib ich jetzt schon mal mit. Im Energiebereich machen wir das ja sowieso, aber eben nicht für die Milch oder die Toilettenpapierrollen.

Was das jetzt mit den Klima Hotels zu tun hat?

Das ist eine Voraussetzung um überhaupt in dem Verein mitzumachen.

Eine weitere Voraussetzung ist die Unterzeichnung der Charta der Vielfalt. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit jeden zu nehmen wie er ist…

Für die Biodervisität kooperieren wir seit ein paar Jahren mit einem Imker, der dann hier immer ein paar seiner Ableher stehen hat.

Ein Insektenhotel haben wir ja bereits seit langem.

Spannend ist, dass in dem Verein der Klima Hotels Vorschläge diskutiert werden, wie man noch nachhaltiger arbeiten kann. Dazu gibt es ein Treffen einmal im Jahr, bei dem sich jeder einbringen kann.

Bedingungen sind aktuell:

  1. Viabono zertifiziert
  2. Co2 Fußabdruck Berechnung
  3. Einsatz für Elektromobilität
  4. Charta der Vielfalt
  5. Einsatz für mehr Biodiversität
  6. mind. 1 veganes Essen auf der Speisekarte

Jedes Jahr wird das überprüft. Je länger wir das machen umso mehr Daten erhebe ich auch nur „zum Spaß“. Das mache ich um mein Gefühl zu untermauern- oder eben auch nicht. Haben wir tatsächlich mehr vegetarisches Frühstück rausgegeben, oder weniger Aufschnitt gekauft..? Wieso habe wir im letzten Jahr mehr Wasser pro Übernachtung gebraucht? Die Zahlen helfen da Zusammenhänge sichtbar zu machen.

Zudem wird das Gefühl immer stärker, dass wir eine Zertifizierung eigentlich nicht brauchen. Jedenfalls nicht für andere.

Es ist nur unser „Sport“ immer besser zu werden.

Knicks

Knicks sind für Schleswig Holstein typisch und als immatrielles Kulturerbe bei der UNESCO anerkannt. Sie bilden als dichte Hecke aus wilden Sträuchern einen guten Unterschlupf für Tiere. Sie sind eine Art natürlicher Zaun und Windbremse. Für die Biodiversität sind sie allemahl gut, da in ihnen tausende Tiere leben. Bei uns wird das Grundstück jetzt zu drei Seiten durch echte Knicks eingegrenzt. Erst im Winter 2022 haben wir 240 Sträucher und 100 Bäume gepflanzt um unsere kleine Ökoinsel zu schließen.

Alle 10-15 Jahre wird der Knick „auf den Stock“ gesetzt. Das heißt man schneidet ihn runter, damit er wieder schön dicht zuwächst. Alle 10 Meter bleibt ein sogenannter Überhälter stehen. Das sind dann Bäume, die groß werden dürfen.

Knicks haben also einen Mehrfachnutzen: das Obst und das Holz für den Menschen, Insekten und Vögel freuen sich über den Lebensraum.

Thema bei uns: seit 2003/2022

Briefmarken sammeln

Briefmarken sammeln wir für einen guten Zweck. Abreißen- eintüten-ab nach Bethel. Das kenne ich seit ich klein bin. Einfach die abgestempelte Briefmarke von der Post abschneiden und einen Berg sammeln. Dann schicke ich sie in einem dicken Briefumschlag nach Bethel, wo sie von besonderen Menschen weiter verarbeitet werden. Mittlerweile sind wir hier Sammelstation und schicken einen Karton weg nach Bethel.

Unsere Naturteiche

Wir haben am Ende unseres Grundstückes zwei Naturteiche an Stellen, die sowieso immer nass waren. Diese Teiche sammeln einfach Regenwasser und Oberflächenwasser. Da sie keine Folie haben können Sie das Wasser nicht halten. Wenn es trocken ist, verschwindet auch zusehends das Wasser im Teich. Das nennt man trocken fallen. Unsere Teiche dürfen das. Die Frösche und die anderen Lebewesen am und im Teich müssen und können sich alleine helfen.

Faszination Dunkelheit

Bei uns gibt es keine Lichtverschmutzung. Hier ist es generell abends stockduster.> Die Straßenlaterne schaltet vor 22h ab. Da braucht man unterwegs dann schon einen Taschenlampe. Wir beleuchten nur so viel wie eben nötig. Die Tiere freut es. Sie werden in ihrem Tagesrhytmus nicht gestört und wenn man Glück hat sieht man Fledermäuse oder hört den Uhu rufen. Zeit also den Sternenhimmel in Ruhe zu beobachten und die Faszination der Dunkelheit zu erleben.

Puzzle der Nachhaltigkeit

Wir wollen Teil der Lösung sein und mit unserem Tun andere anstecken mit dem Bazillus der Nachhaltigkeit. Das, was wir hier über die vielen Jahre tun kann jeder. Man muss es nur machen. Und jeder darf es gerne nachmachen. Es sind viele kleine und große Dinge, die unseren Betrieb ausmachen und die wir hier veröffentlichen. Ein Statement für Transparenz. Stück für Stück ist über die Jahre unser großes Puzzlebild der Nachhaltigkeit gewachsen. Mittlerweile sind es über 270 Maßnahmen. Und es wird weiter wachsen, weil es für uns eine Art Sport geworden ist. Wir möchten immer besser werden um alles für eine enkeltaugliche Welt zu tun, was wir können. Bitte lassen Sie sich inspirieren, anstecken und klauen Sie unsere Ideen.

Hartes Brot verwerten

Immer wieder hat man ja das Problem, dass das angeschnittene Brot etwas ausgetrocknet ist.

Besonders ärgerlich, wenn man das Brot auch noch selber gebacken hat.

Wegschmeißen?

Geht gar nicht!

An Tiere verfüttern?

Geht, muß man aber nicht!

Wiederverwerten ist doch die Beste Alternative.

Dazu verarbeiten wir hartgewordene Brötchen und Brot in süßen oder herzhaften Aufläufen.

Aber: man kann es auch in den Kuchen verarbeiten!

Tolle und alte Idee!

Irgendwann bekam ich mal ein Backbuch der Landfrauen dieses Kreises geschenkt.

…und da war es, das Rezept von der Brottorte!

Brottorte ist nun keine Art geschichteter Lagen von Brot, Wurst, Brot, Wurst und Beeren.

Man geht folgendermaßen vor:

Die Brotscheiben richtig hart werden lassen. Im Winter geht das auf der Heizung (hat Oma gemacht) und sonst in der Restwärme des Backofens.

Dann das Brot reiben oder mit einer starken Küchenmaschine (Namen sag ich nicht) fein zerkleinern. Am Besten es sieht fast wie ein dunkles Mehl aus.

Und dann geht´s weiter mit dem Rezept der

Brottorte á la Janbeck*s FAIRhaus- Gelting

Man nehme:

4 Eier

200g Zucker

100g geriebenes Brot (Schwarzbrot)

100g Mehl

½ Päckch. Backpulver

50 g grob geriebene Schokolade

Biskuitboden:

Die Eier mit dem Zucker sehr schaumig schlagen.

Mehl, Brotkrümel, Backpulver vermischen und sieben.

Darunter die gerieben Schokolade geben.

Die Mehlmischung unter die Eimasse heben.

In einer Springform (28cm) bei 170 Grad etwa 20 Minuten backen.

Wenn der Boden abgekühlt ist teilen. Mit Schlagsahne und Früchten nach belieben füllen.

Füllung:

500g geschlagene Sahne

500g Blaubeeren

50g geraspelte Schokolade

Die untere Hälfte des Biskuitbodens in einen Tortenring legen.

Sahnemischung daraufschichten.

Den zweiten Boden daraufgeben und mit Sahne bestreichen.

Verzieren nach belieben mit Blaubeeren oder Schokoladenraspeln.

Statt der Blaubeern kann man auch Brombeeren nehmen. Hauptsache es schmeckt!

Viel Freude bei der Resteverwertung wünscht Euch,

Uta

32 Jahre nach Tschernobyl: Atomkraft- Nein Danke!

Und schon wieder zwei Jahre her, ein „alter“ Artikel, aber diese Zeit um die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl bleibt vielen unvergessen und ist Motiv für ein Umdenken….

Mal ganz persönliche Gedanken geschrieben am 26.04.2016 :

…heute am 30. Jahrestag nach Tschernobyl kann man doch gar nicht anders als das, was wir zu Zeiten von Brockdorf verzweifelt gerufen haben, laut hinausschreien: Atomkraft – Nein Danke!

30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sitze ich hier, ganz weit weg von Tschernobyl und die Tage damals sind so präsent als wären sie gestern: es war Kindergeburtstag bei uns. Wir haben im Garten unseres Hauses in Ahrensburg ausgelassen gefeiert. Die Kinder haben in der Sandkiste getobt. Es war eine riesige Sandkiste. Von einem kleinen selbstgebauten Holzhäuschen konnten die Kinder in die Sandkiste rutschen. Ein schöner Kindergeburtstag, bei dem wir viel Quatsch gemacht haben. So wie das so ist, an einem Kindergeburtstag.

Lustig und unbeschwert.

Ein leichter Frühlingsregen ging abends oder war es am nächsten Tag über die kleine, norddeutsche Stadt in der wir damals lebten.

Keiner ahnte was ettliche Kilometer von uns passiert war.

Zwei Tage später kamen erst die Meldungen. Immer mehr wurde bekannt.

Es gab keine Handys, Facebook und dergleichen. Also brauchten die Nachrichten, die man wohl mühsam versuchte „unter dem Deckel zu halten“ auch um sich zu verbreiten.

Erst gab es erhöhte Meßwerte, die aus Skandinavien gemeldet wurden.

Dann Tote bei Wartungsarbeiten im Kernkraftwerk von Tschernobyl.

Dann: Es hatte am 26.04.1986 in Tschernobyl einen Unfall im Kernkraftwerk gegeben.

Das war vor zwei Tagen. Und jetzt?

Schrecklich diese Ungewissheit: was bedeutet das? Was durfte man hier noch essen? Was sollte man tun? Wie konnten wir unsere Kinder schützen? …und nicht zuletzt was war dort mit den Menschen? Wurde denen geholfen?

Frische Waren vom Markt sollte man nur gegart essen, ettliche Menschen vernichteten ihre eigenen Ernten, weil der Regen in der Zwischenzeit darüber gegangen war und man nicht wußte wie gefährlich das alles war.

Was hatte uns die Wolke gebracht?

Schrecklich diese Ungewissheit und dabei waren wir so weit weg vom eigentlichen Geschehen…

Kinder durften draußen nicht mehr spielen. Tiere nicht auf die Weiden. Sand in den Spielkisten wurde ausgetauscht, Konserven und Produkte aus der Zeit davor bevorzugt, Milchprodukte gemieden und Pilze sollten gar nicht gegessen werden …

Wo war die Wolke runtergegangen?

Wohin kann man in Urlaub fahren…

Manches war aus heutiger Sicht vielleicht nicht nötig. Mancher Rat vielleicht falsch. Manches klingt vielleicht hysterisch. Vor allem rückblickend. Und vor allem für die, die nicht dabei waren. Unsicherheit hatte sich breit gemacht. Wem sollte man glauben? Das passiert, wenn Fragen offen bleiben.

Fragen über Fragen. Fragen ohne Antwort. Fragen ohne Antwort, die einen zornig machen. Fragen ohne Antwort, die wohl bewußt nicht beantwortet wurden…

Wenn man wissen will wie eine Bevölkerung so richtig unwissend gehalten wird muß man nur mal die Menschen aus der ehemaligen DDR fragen. Das hat mich so richtig sprachlos gemacht. Das durfte ich von unseren Freunden aus Plauen erfahren. Wahnsinn, wie ein Staat seiner Bevölkerung vorgaukeln kann „es ist alles unter Kontrolle“.

…in Tschernobyl selbst sprach man bald von einer „Todeszone“

…und heute? Wir sind kein Stück weiter, haben immer noch diverse Atomkraftwerke am laufen und wissen nicht wohin mit dem Müll.

Jetzt haben wir den „Salat“ und müssen damit leben. Mit den undichten Fässern in den Salzstöcken oder sonst wo. Mit den Fässern im Meer, die man im Meer versenkt hat, nach dem Motto: aus den Augen aus dem Sinn? Fässer, die anfangen sich aufzulösen. Alte Kernkraftwerke, die nicht mehr sicher sind.Bei uns und in unserem europäischen Umfeld.

Wir, aber  vor allem noch viele nachfolgende Generationen, müssen dafür zahlen…den Profit haben andere gemacht.

Was mich am meisten schockiert ist, dass alles so schnell in Vergessenheit gerät.

Wann war nochmal Fukushima?

Fünf Jahre ist das her? Wie lange sind die Versprechen her, die aus der Bestürzung heraus ein Umdenken gefordert und angekündigt haben? War das echt, oder nur wieder Effekthascherei? Was ist wirklich passiert?

Fragen über Fragen.

Wie war das nochmal mit der Halbwertszeit?

Zeit für Antworten! Zeit zum Umdenken!

Ganz persönliche Grüße von Uta Janbeck

Fazit am 26.04.2018: es hat sich nichts geändert. Ich erinnere mich immernoch als wäre es gestern passiert. Gerade jetzt, wo meine Enkel in dem Alter meiner Kinder sind. Gruselig.

Eigentlich ist es in vielen Bereichen nur noch viel offensichtlicher geworden,dass wir Bürger nicht über alles informiert werden.

Atomfässer mit Löchern, Plastik im Trinkwasser…die Liste ist lang .

Wie war das mal noch?

„Wann werdet Ihr endlich begreifen, dass man Geld nicht essen kann?“

 

 

 

 

Fairwärts: Eine Reise zum Mee(h)r

Na klar, ich „verkaufe“ Urlaub hier in Janbeck*s FAIRhaus.

Ich hab eine kleine Pension an der Ostsee mit bequemen Betten…und sonst?

Ja, ein nachhaltiges Reiseziel sind wir. Aber was bedeutet das eigentlich?

Kann man das auch netter beschreiben? Schöner? Oder muß man das gar nicht erwähnen weil es eh jeder weiß? Sollte man das vielleicht besser gar nicht erwähnen?

Ich habe gerade einige Workshops zu dem Thema Nachhaltigkeit und Kommunikation besucht. Da sind wir aber eher mit Leuten umgeben, die das gleiche Thema bewegt. In einer „Blase “ sozusagen.

Erreichen oder bewegen können wir aber nur etwas, wenn wir „die Anderen“ treffen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit vielleicht noch gar nicht auseinandergesetzt haben, oder damit nichts anfangen können.

Nachhaltigkeit ist abgegriffen und sperrig

So heißt es immer wieder… wir versuchen die Welt zu ändern und „die Anderen“ wollen einfach nur Urlaub machen…

Wie kann das zusammengehen?

Wir wollen sie doch eigentlich anstecken. „Die Anderen“, … anstecken mit dem Bazillus der Nachhaltigkeit.

Wir wollen Verständnis schaffen für Gegebenheiten vor Ort, Zusammenhänge aufzeigen, zeigen was geht und das möglichst ohne jemanden zu verschrecken…

…irgendwie sollte das doch auch gehen. Wir leben hier, so sagt man in einem Glückswachstumsgebiet. Vielleicht ist das die richtige Basis. Eine wunderschöne Umgebung. Garten Gottes, wie die Menschen in Angeln sagen. Ein kleines Paradies. Aber eben mit zwei Seiten…

Eine schwierige Aufgabe wie es scheint! Oder doch nicht?

Ich habe mir mal wieder etwas ausgedacht:

Stellt Euch das Meer an einem sonnigen Tag vor. Es glitzert und Ihr könnt mit jeder Welle Eure Gedanken bewegen oder auch wegschicken…

Eine nachhaltige Reise
Die Reise zum Mee(h)r

Hört sich fast an, wie in einer Meditation, aber es hat auch etwas davon.

Eine räumliche Veränderung schafft andere Blickwinkel, das ist klar

Vielleicht hat das Meer deswegen auch so eine große Anziehungskraft auf Viele.

Und hier kommt sie:

Eine Reise zum Mee(h)r, wie sie ständig bei uns stattfindet…

Was einmal als Gesundheitsreise nach Kneipp auf dem nördlichsten Kneipp-Gesundheitshof in Deutschland begann, ist jetzt eine Reise zum Mee(h)r und zu sich!

Lagom sagen die Schweden

Von allem ausreichend. Genug. Zufrieden sein. Genießen aber mit Augenmaß.

Das ist es was wir mit unserer Reise weitergeben möchten. Angefangen mit einem guten Bett, einem regionalen Frühstück mit ganz kurzen Wegen und ‚merkwürdigen‘ Aufstrichen. Mit wenig Aufschnitt aus artgerechter Tierhaltung und so wenig Milchprodukten wie es geht wegen dem CO2 Ausstoß (SDG12). Mit traditionellen aber einfachen Rezepten begeistern wir unsere Gäste . Ganz einfach.

Fertig mit Frühstück
Fertig mit Frühstück

Gut gestärkt

…geht es dann zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Beispiel auf die Geltinger Birk. Einem nahegelegenen Naturschutzgebiet, dass in Teilen unter dem Meersspiegel liegt. Eine gute Gelegenheit über den Anstieg der Meere zu sprechen. Gerne animiere ich unsere Gäste eine gebrauchte Tasche zum Sammeln von Müll am Strand mitzunehmen. Viele verstehen es gut, dass wir die hier lebenden Schweinswale und andere Tiere schützen müssen. Eine Führung oder die Ausstellung an der Integrierten Station helfen Interessierten ihr neues Wissen zu vertiefen.

An der Geltinger Birk

Einmal die Woche nehmen wir unsere Hausgäste auf eine ökologische Führung durch unseren Betrieb: wir erklären wie das gebrauchte Wasser aus dem Betrieb durch Pflanzen aufbereitet wird, wie die Rotteanlage funktioniert, wieso wir bestimmte Stoffe nicht in unseren Putz-und Kosmetikartikeln haben wollen (z.B.Polyquarternium 7) oder womit wir den Strom erzeugen.

Sonnenenergie gut genutzt

Zum Erlebniseinkaufen

schicken wir Gäste gerne mit dem Rad zum Wochenmarkt nach Kappeln oder zum Ziegenkäse kaufen zu einem befreundeten Feinheimisch Produzenten. Springt  der Radler dann erschöpft vom Fahrrad, steht das Armbad zum Abkühlen schon bereit. So bekommen manche ihre erste Erfahrung mit Kneipp und eine herrliche Erfrischung.

Ob Armbad oder Wassertreten…herrlich erfrischend

Natürlich muß man Haitabu, das Wikingermuseum erkunden

wenn man an der Schlei Urlaub macht. Am Besten zu einem der Handwerkertage. Genauso empfehlenswert ist Schloß Gottorf mit seinen Moorleichen. Wer Lust hat darf um dorthin zu kommen das Gäste- Elektroauto nehmen. Stärken können sich die Gäste gut in einem der Feinheimischen Lokale wie dem Odins. Heimische Speisen, in Bioqualität mit viel Handarbeit gefertigt. Unterwegs gibt es eine Reihe kleiner Manufakturen mit traditionellem Handwerk zu entdecken.

Einfach lecker…und weg!

Aufgebaut wird die Reise je nach Belieben und nach Wetterlage, wie es Euch gefällt

Manchmal lohnt es sich einfach rüber auf die Hamburger Hallig zu fahren, weil das Wetter dort besser ist. Halligleben ist ganz besonders. Nordsee und Watt auch. Dort ist Natur noch deutlicher spürbar.

Wir erleben sehr neugierige Gäste, die zu uns kommen. Die wollen wissen, warum die Windkraftanlage gegenüber mal wieder still steht, was Wegwerfstrom ist, was das mit den Knicks auf sich hat, womit die Menschen ihr Geld verdienen, warum es hier so viele Dreiseithöfe gibt, warum die Landschaft Angeln heißt.

Landschaft Angeln

Wir versuchen unseren Gästen Schleswig Holstein und unsere Region schmackhaft zu machen, zu lenken und ihnen Zeit zu geben, das ein oder andere zu ‚verdauen‘. Mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Im Fordergrund steht der Urlaub des Gastes, ob kurz oder lang. Er bekommt Wissen wenn er möchte und im Besten Fall wird es für ihn eine Reise zu sich , Lebensweise und Standards zu hinterfragen und vielleicht zu verändern.

Viele Wege führen zum Meer

Eine Reise zum Mee(h)r ist es auf jeden Fall.

Na, wer wagt es und möchte bei uns Urlaub machen?

Wir verschenken Glück

Übrigens nehmen wir mit dieser Reise zum Mee(h)r beim Publikumsvoting von Fairwärts teil. Vielleicht schaut Ihr mal, was es da für schöne, andere Reisen gibt.

Und natürlich freuen wir uns, wenn Ihr für uns abstimmt.

Viele Grüße

aus dem “ Glückswachstumsgebiet Schleswig Holstein“ ,

Uta

50.000 Klimaversprechen sind unterwegs nach Marokko

…abgegeben von den Kindern aus der ganzen Welt. Zu zeigen, dass JEDER etwas tun kann um den Klimawandel aufzuhalten.

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Einfach mal nicht mit dem Auto unterwegs

Essen nicht wegwerfen
Essen nicht wegwerfen

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Wasser sparen

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Fossile Energien vermeiden

Eingesammelt wurden die Karten an den Schulen seit November 2015, transportiert möglichst umweltfreundlich mit Elektroautos,zu Fuß, dem Fahrrad, Linienbussen und der Wavetrophy.

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Klimaversprechen im elektrischen Transporter

Etwa 29.000 Karten haben wir von der WAVE dann auf dem Platz der UNO in Genf ausgelegt, haben Reden von wichtigen Menschen gehört und selber daran appelliert die Klimaerwärmung auf 1,5Grad zu beschränken.

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Klimaversprechen bei der UNO in Genf

Es wurden in Schulen weiter das Thema Klimawandel behandelt und Lösungen erarbeitet. Zur Zeit sind es 50.000 Versprechen von Schülern,die jetzt nach Marokko transportiert werden! Zum Auslegen brauchen sie eine Fläche von etwa 600 Quadratmetern! Am 12.11.2016 werden sie dann in Marrakesh präsentiert .

WOW!

Viele haben die Rede eines kleinen Mädchens 1992 bei der Klimakonferenz in Rio de Janeiro gesehen, die es dort vor den wichtigen Leuten gehalten hat. Severn Cullis-Suzuki heißt dieses Mädchen von damals. Nachhören kann man ihre Reden bei Youtube. Beeindruckend. Worte, die berühren und uns Erwachsenen einen Spiegel vorhalten. Und uns zeigen, dass wir die Jugend immer wieder als Anstoß brauchen um uns aus Belanglosigkeiten, ewigen Diskussionen oder Entschuldigungen warum etwas gerade nicht geht zu befreien.

Nutzen wir deren Kraft und Naiivität. Lassen wir uns anstecken. Holen wir uns Motivation.

Fangen wir an. Tun ist die Lösung.

Diese Kinder von heute, die bei der Wave.earth mitgemacht haben, haben mit ihrem Versprechen schon heute etwas in Bewegung gesetzt. Bei sich. In ihren Familien. In Genf.

…und hoffentlich auch dann in Marrakesh!

 

Was passiert, wenn 40.000 Schüler ein Klimaversprechen abgeben?

…ich weiß es nicht. Vielleicht gar nichts. Vielleicht eine ganze Menge. Vielleicht gibt es ihnen Hoffnung in einer Welt voller negativ Meldungen.Wir Erwachsenen sind so mit uns, unserem Alltag und unseren Problemen beschäftigt, dass wir manchmal ganz vergessen, wie schön unsere Welt doch eigentlich ist. Es gilt sie zu bewahren damit unsere Kinder und Kindeskinder diesen schönen Ort genießen können, so wie wir.

Es hilft nichts, dafür müssen wir etwas tun. Wir alle und jeder bei sich.

Ein Schritt ist mal nachhaltiger zu leben. Aber was bedeutet Nachhaltigkeit eigentlich ? Ganz einfach ausgedrückt soll man nur so viel von der Erde nehmen, wie man selber braucht. Okay. Aber Nachhaltigkeit hat so viele Facetten; angefangen vom Wasser oder Strom sparen, Transportwege klein halten, die Natur sorgsam behandeln, altes Wissen weitergeben usw….

Auf der Suche nach Nachhaltigkeit

…ist Wiebe Wakker auf seinem Weg von Holland nach Australien auch bei uns gelandet.  Als nachhaltig wirtschaftender Betrieb haben wir ihn eingeladen um mit ihm darüber zu diskutieren. Auf seinem Blog beschreibt er die vielen Erlebnisse mit den Menschen, die er auf seinem Weg besucht hat. Wir sind auch dabei

Er wird sicherlich noch lange unterwegs sein auf seinem Weg und es wird ein faszinierendes Tagebuch seiner Reise entstehen.

Auf der Suche nach Lösungen für ein nachhaltigeres Leben

…und das Problem des Klimawandels in den Griff zu bekommen, hilft nichts anderes als selber etwas zu tun. Schwierig ist das bei uns Erwachsenen. Jeder kann etwas erzählen was nicht geht, wo es noch schlimmer ist, worauf man wartet…ja worauf eigentlich?

Machen wir mal was:

…mehr zu Fuß gehen, mit dem Rad einkaufen, mehr auf saisonale und regionale Waren achten, mal weniger kaufen…

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Klimaversprechen

Die Kinder machen es uns vor:

sie schreiben ein Versprechen auf, was sie gegen den Klimawandel tun wollen. Ein Klimaversprechen. Bei den Kindern gilt ein Versprechen  ja auch noch etwas. 20.000 Kinder haben schon ihr Versprechen auf eine Karte geschrieben.

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Einfach mal nicht mit dem Auto unterwegs

Und dann?

Ja, dann bringen wir die Karten von Kindern auf der ganzen Welt nach Genf zur UN und später nach Marokko zur Weltklimakonferenz. Zu den mächtigen und wichtigen Menschen dieser Welt…

und hoffen, dass die Botschaften der Kinder gehört werden und ein Signal sind endlich etwas gegen die Erderwärmung zu tun. Sei dabei

 

Zweiter bei FAIRWÄRTS… und noch ein Gewinn

Zweiter im internationalen Wettbewerb FAIRWÄRTS , da komme ich immer noch ins Staunen, dass wir es so weit geschafft haben. Ich werde  ständig im Café darauf angesprochen wie weit wir es denn nun geschafft haben, wie es ausgegangen ist…toll das Interesse an Janbeck*s FAIRhaus und wie das von unseren Gästen honoriert wird. Ein gutes Gefühl.

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Begründung für den zweiten Preis im Ideenwettbewerb im nachhaltigen Tourismus

..und noch ein Gewinn

war der Besuch non Claudia und Ralph von MeerART

Sie hatten uns angeschrieben, ob sie mal über uns berichten dürfen… aber klar doch! Zumal sie mit ihrem Blog nicht nur über Nord- und Ostsee berichten, sondern das Thema Nachhaltigkeit besonders berücksichtigen. Das könnte passen und so war es auch. Das war noch ein Gewinn für uns.

Ich hatte sie in unsere Wohnung Wolken einquartiert, die war gerade frei und hatte bei dem diesigen Wetter noch den besten Blick. Wir hatten seit Tagen eine Nebeldecke oder tief hängende Wolken, die alles in ein diesiges „Licht“ tauschten. Eigentlich war gar kein Licht da…

Man möchte sich ja von seiner besten Seite präsentieren. Wußte ich doch, dass sie auch kritisch berichten, so wie sie es halt wahrnehmen wird es widergespiegelt. Okay, also alles schön hergerichtet. Nur Blumen waren zu kurz gekommen, die nehme ich ja am Liebsten aus dem Garten. Da weiß ich wie sie behandelt worden sind. Oder vom nahegelegenen, sehnsüchtig erwarteten Tulpenfeld. Noch gab es aber weder aus dem Garten oder vom Feld etwas zu pflücken. Also war nix da…

Fotografen haben ja ein besonderes Auge und so ging es gleich los mit Diskussionen über Motive und Deko. Vielleicht hätte hier wirklich ein schöner Strauß Blumen auf dem Tisch gereicht um das Auge zu lenken. Bei all der Diskussion habe ich dann noch eine schöne Idee für eine Verschönerung bekommen. Die braucht aber etwas Zeit für die Umsetzung . Gut Ding will Weile haben. Eigene Bilder habe ich ja schon sehr lange auf Leinwand in den Wohnungen, aber bald gibt es etwas Besonderes… ich werde darüber berichten.

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Endlich ein bischen Sonne

Die Wolken reißen auf…

im wahrsten Sinne. Während wir so fleißig hin und her diskutierten wurde das Wetter besser und Ralph konnte doch noch ein paar sehr schöne Fotos in der Wohnung Wolken und vom Hof machen. Vor allem aus Perspektiven, auf die ich noch nie gekommen war, obwohl ich ja schon etliche Fotos in den Wohnungen gemacht habe. Ob mit oder ohne Sonne, wahrscheinlich hätte er aber sowieso etwas Schönes zu Stande bekommen. Mit Licht beziehungsweise Sonne geht es eben doch besser.

Es ist noch Kuchen da…

Gut dass die Beiden da waren, so konnten wir gemeinsam den Kuchen des Vortages vernichten. Es bleibt eben manchmal doch etwas im Café über. Das verteile ich dann lieber an Gäste als alles selber zu essen oder es weg zu schmeißen. Beides hätte nicht so schöne Folgen. Kuchen kalkulieren ist eben so eine Sache. Wenn es frisch sein soll und man nichts weg schmeißen möchte, dann ist es fast wie Roulette spielen. Schönes Wetter muß auch nicht heißen, dass das Café voll wird. Wenn es vorher eine Schlechtwetterperiode gab, sind vielleicht alle im Garten oder am Strand… das ist immer eine Herausforderung. Gut, dass Reste meist nur in der Nebensaison vorkommt.

…reden wie mit Freunden

Die beiden von MeerART waren natürlich sehr interessiert, was wir so machen, wie es angefangen hat, warum eigentlich, was wir noch so vorhaben und so weiter. Außerdem träumen sie einen ähnlichen Traum. Aber wir waren ja auch neugierig , denn mit Bloggern hatten wir ja bis auf der Wave im letzten Jahr noch nie etwas zu tun. Ehrlich gesagt verstehe ich auch immer noch nicht, wie man mit bloggen Geld verdienen kann. Ich schreibe hier und nennen es Blog, weil es so genannt wird, aber das was Claudia und Ralph machen ist ja nochmal eine andere Nummer.

Ich weiß gar nicht wie lange wir so saßen. Irgendwie ist die Zeit sehr schnell vergangen. Wenn man im Gunde des Herzens das gleiche Ziel hat, dann fällt es ja nicht schwer sich zu unterhalten. Dann gibt es viele Themen und der Austausch wird wertvoll. Kein oberflächliches Geplänkel sondern intensive Gespräche. Und die Zeit verrinnt im Fluge. Schön.

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Alles ist möglich, oder?

Hey, wollt Ihr noch eine Wohnung sehen?

…na klar wolten sie. Also ab nach oben, denn über dem Café sind das Doppelzimmer und die Apartments West und Ost. Auch schön. Hier hatte alles angefangen mit unserer Pension. Bald 10 Jahre ist das her und schon von Anfang an war Nachhaltigkeit unser Thema. Es war nicht so einfach das Konzept den Menschen zu erklären, weil es so simpel ist. So einfach und kopierbar. Uns war eben die Region wichtig und das man sie mit einbezieht. Wir sind nun mal in Schleswig- Holstein und das sollte der Gast auch erleben. Von den Farben, den Bilder, den Betten bis zu den Lebensmitteln und Rezepten. Und dazu das Energiekonzept damit uns die Kosten nicht über den Kopf wachsen und wichtige Ressourcen geschont werden. Unser Urlaub mit gutem Gefühl hat sich weiter entwickelt, ist ganz breit aufgestellt und komplex.  Heute, 10 Jahre später, ist die Zeit eine andere und das Bewußtsein vieler, nicht aller, Menschen auch. Mal sehen, ob wir noch viele Menschen anstecken können.

Lecker essen

Da wir mit unserem Gesprächsstoff noch lange nicht am Ende waren, war schnell klar, dass wir den Rest des Abends bei einem leckeren Essen gerne zusammen verbringen wollten. Das Landhaus Unewatt hatte leider zu, so ging es zu Stark nach Kappeln. Da hatten wir Glück einen Tisch zu bekommen. In der Saison oder an Feiertagen sollte man aber lange vorbestellen, sonst klappt es nicht. „Wer Stark nicht kennt hat die Zeit verpennt“ könnte man sagen. Hier gibt es frischen Fisch schön auf Eis aus seiner Vitrine. So zubereitet wie jeder das gerne hätte: gegrill, gegart, gebraten, mediteran oder klassisch. Es gibt eben keine Speisekarte und das ist einfach Klasse. Wem dann gar nichts einfällt , dem macht Norbert Stark einen, oder mehrere Vorschläge. Geht auch.

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Mit Meerart bei Stark

Gesprächsstoff ohne Ende…

Was für ein netter Abend… und der Gesprächsstoff reicht für weitere Treffen. Ehrlich und echt. Angesteckt haben wir die Beiden auch, denn sie haben auch gleich etwas Werbung für unsere Schulaktion der Wave gemacht. Danke dafür.

Wir sagen aber auch „Danke“ für den schönen Bericht, den Claudia und Ralph über uns geschrieben haben. Den kann man übrigens hier nachlesen : Janbeck*s FAIRhaus- Aus Liebe zur Natur

Wir alle von Janbeck*s FAIRhaus freuen uns schon darauf Claudia und Ralph wieder zu treffen und mehr von Ihnen zu lesen. Ihr habt jetzt neue Verfolger bei MeerART!

 

 

Sammeln oder nicht?

Neben dem Thema der Energie spielt natürlich auch bei der Zubereitung im Café die Nachhaltigkeit eine große Rolle. Wir versuchen so viel wie möglich selbst herzustellen und das möglichst aus Produkten aus der ganz nahen Umgebung. Die müssen nicht zwangsweise ein Biosiegel haben. Gut wenn ja, aber alle Produkte, die wir in unserem FAIRcafé verarbeiten müssen gut produziert werden. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie teuer diese ganzen Lizenzen sind und was sie für Arbeit machen. Das ist für kleine Betriebe kaum darstellbar. Mir ist es wichtig die Menschen, die hinter ihren Produkten stehen zu kennen und ich vertraue ihnen. Auch deswegen sind wir bei FEINHEIMISCH. Hier haben sich Produzenten, Restaurants und Förderer zusammengeschlossen um die schleswig-holsteinischen Produkte zu fördern. Ähnlich wie bei Slow Food geht es auch darum alte Rezepturen und Lebensmittel aus Schleswig-Holstein am Leben  zu erhalten.

Na dann mal los!

Sonnenaufgang im Herbst
Sonnenaufgang im Herbst

Herbst was für eine tolle Jahreszeit: Bodennebel verhüllen alles in weiß und grau bis die Sonne zwischen den Wolken hervorkommt und immer stärker wird. Natürlich gibts es auch mal die Tage mit Nieselregen oder mehr. Die kann man ja gut am Schreibtisch verbringen. Auf jeden Fall gibt es draußen jede Menge zu tun, zu pflanzen und zu ernten. Also doch wieder Energie…nur anders.

Herrlicher Sonnenschein lockte mich neulich in den Garten. Los gings mit Körben und Eimer ausgestattet aufs Feld hinter unserem Haus. Was für ein Luxus. Holunder, Japanische Weinbeeren, Pflaumen, Ebereschen, Himbeeren und Brombeeren warteten darauf geerntet zu werden. Die reinste wilde Obstplantage. Etliche Male verfing ich mich in den Ausläufern der Brombeeren natürlich weil oben die „schönsten“ hingen. Natürlich überlege ich mir auch genau wo ich ernte. Sicher bewirtschaften wir unseren Hof ganz ökologisch, arbeiten ohne Spritzmittel, Unkrautvernichter und Monsanto – das sieht jeder, der bei uns auf den Hof kommt-. Was ich nicht beeinflussen kann ist alles, was von Nachbarn, den Landwirten oder den Flugzeugen etc. eingebracht wird…Wir leben eben nicht unter einer Glocke. Manche Ecken wo der Eintrag von anderen deutlich zu sehen ist lass ich einfach aus. Ist ja genug Platz da. Eines darf man auch nicht vergessen zu erwähnen: immer nur das ernten, was man kennt.

Auch ernten kostet Zeit, oder?

Ganz schön meditativ so ein ernten ganz alleine mit sich, dem Summen der Insekten und der Sonne. Mit der Familie geht das deutlich lauter zu, wenn einer den anderen fröhlich anstachelt: hier sind noch welche! Hier oben noch! Jetzt war bis auf den Trecker auf dem Nachbargelände kein Mensch zu hören. Es wurde gerade gepflügt und ab und zu hörte man die Steine an den Pflug knallen. Nur Fritzi , unser Hofhund, war in der Nähe und freute sich die vielen Tierspuren zu erschnüffeln. Und davon gibts hier einige vom Kaninchen, Fasanen bis zu den Rehen.

Brombeersaft, wollte ich einkochen. Dafür brauchte ich aber noch etliche Beeren und mein Eimer war nur halb voll. Okay, wir hatten ja auch erst letzte Woche geerntet. Das mußte also auf einen anderen Tag vertagt werden. Schließlich gibts ja noch mehr zu ernten. Überall hängen noch viele unreife Früchte. Hoffentlich komme ich rechtzeitig bevor die Vögel die holen.

Eine Wanne Holunderbeeren war dagegen schnell geerntet. Der Holundersaft aus dem letzten Jahr war gerade für die letzte Erkältung verbraucht. Zeit für neuen. Diesmal wirds ganz schön aufwendig mit dem Saften da der alte seinen Dienst aufgegeben hat. Also nach dem Waschen und putzen einmal normal mit etwas Wasser aufkochen und durch ein grobes Tuch filtern. Nochmal mit etwas Zucker aufkochen und in heiß gespülte Flaschen abfüllen. Dann braucht er nur noch bei Bedarf mit kochendem Wasser verdünnt zu werden.

Ebereschen waren reichlich am Baum, nur etwas schlecht zu erreichen, jedenfalls für Zwerge. Mit Erntehelfer am Stiel gings dann und hat im Ergebnis für 500g gereicht. Die werde ich jetzt erstmal einfrieren. So braucht man nicht auf den Frost zu warten der die Beeren für den Menschen genießbar macht. Vorher sind sie nicht so bekömmlich und bitter. Verarbeiten werde ich sie nachher mit Äpfeln zu gleichen Teilen. Das ist eine herb-süße Kombination.

Ebereschen
Ebereschen

Entdeckt: ein uralter Pflaumenbaum voll mit reifen Früchten. Ganz schwer zu erreichen trotz Erntehelfer. Nach einem kleinen Eimer hatte ich genug. Aber es hängen noch etliche Kilos dran. Kann ich doch endlich wieder Pflaumenmus auf dem Blech machen. Etwa 4 Kilo Pflaumen ergeben nur 6 Gläser zu 200 Gramm. Aber es schmeckt dann so wie bei Oma. Erinnerungen im Glas sozusagen.

Was vergessen? Ach die Äpfel, die so schön rot waren, dass Line schon neulich unbedingt ernten wollte. Einmal drehen und ab, so weiß man , dass sie reif sind. Ich ernte lieber erstmal eine Hälfte. Der Korb war gleich voll und zum Verarbeiten sind sie viel zu schade. Das sind so richtige Naschäpfel, die ich vor 7 Jahren zur bestandenen Meisterprüfung in der Hauswirtschaft von den Landfrauen des Kreises Schleswig-Flensburg bekommen habe- nicht die Äpfel, aber den Baum.

Jetzt fehlen noch die Brennesselsamen, Distelblüten, Haselnüsse …

Ist schon schön, wenn man so ums Haus rum ernten kann. Ich glaube ich werde nicht alles schaffen. Man soll es ja auch verarbeiten…Aber ich habe schon wieder etliche Ideen, was ich mit den Gästen machen kann. Auf dem Kneipp – Seminar neulichst hatte ich ja schon mit meinem Zitronen – Brennesselaufstrich für Überraschung gesorgt. Übrigens gehört Bewegung an frischer Luft und gutes Essen auch zu einer der 5 Säulen nach Kneipp.

Alle die jetzt auch mal ernten möchten, aber selbst keinen Garten haben sollten mal bei Mundraub.org  vorbeischauen. Da findet man öffentliche Sammelstellen und kann selber auch welche eintragen. Natürlich findet man dort auch die Regeln für das ernten. Fragen sollte man schon wem das Obst gehört… Aber es wäre auch schade wenn es sonst einfach verfaulen würde. Manchmal gibts ja auch einen Nachbarn, der seine Früchte gar nicht erntet. Dann wirds so richtig nachhaltig.

Und nicht vergessen: 2/3 für den Menschen und 1/3 für die Natur! Dann bleibt alles im Gleichgewicht.

Ernte bei Janbeck*s
Gartenfrüchte

 

Stromspeicher – Von Ägypten bis Hightech

Und nun? Wie bekommt man einen so schweren Speicher an Ort und Stelle?

Die Lieferung der Batterie für unseren Stromspeicher erfolgte am 02-09-2015 per Spedition auf einer Euro-Palette. Gewicht 1170 kg.
Die zuvor angestellte Überlegung die Gabelstaplerbatterie mit dem eigenen Hubwagen auf Niveau zu befördern und sie anschließend mit der Ägypten Methode ging auf und die Batterie war in 1/2 Std. an Ort und Stelle bewegt.

Wer Asterix gelesen hat, weiß wie´s geht: schwere Lasten auf kurzen Besenstielen aus Hartholz rollen.

Die waren schon schlau.

Mal schauen, ob unsere Enkeltochter sich beim nächsten schweren Transport daran erinnert wie man es machen kann.

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1,2 t Akku auf dem Weg zu Bestimmungsort

Über der Batterie habe ich eine Furnierplatte als Kontruktionsholz angebracht an welcher später die diversen Teile befestigt wurden.

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links: geöffneter SI, recht: BatFuse (Batteriesicherung 2x 160Ah), unten: Gabelstablerakku 881Ah

Strom weg!

Am 09-09-2015 morgens war dann Jan Obernauer mit Verstärkung pünktlich zur Stelle um dann nach weiteren Vorbereitungen um 10:00h (Generalstabsmäßig geplant :-)) den Strom komplett wegzuschalten. Alle Gäste der Pension waren informiert und die Caféküche hatte sich auch gut organisiert. Johanna hatte das Mittag, das es um 12h geben sollte, schon gut vorbereitet. Das Team von Elektro Obernauer installierte den EnergieMeter von SMA sowie die Absicherung für den Sunny Island 6.0 . Diese Kombi mit der Gabelstaplerbatterie war für sie wohl auch neu.

Macht nichts, man lernt nie aus.

Anschließend erfolgte die restliche Elektroinstallation und um 14:30h ging der SI in Betrieb nachdem zuvor die folgende Parameter der Standardkonfiguration verändert wurden:

SI-Parameter

Janbeck*s FAIRhaus ist fast autark

Zack und das Ganze funktioniert. Ein bischen Hightech gehört dazu. Schöne Grafiken und Statistiken. Wir versuchen noch mehr den Gleichzeitigkeitsfaktor zu beherrschen und die Großverbraucher nacheinander anzuschalten. In Italien wird das übrigens direkt vom Stromanbieter geregelt. Da geht das gleichzeitige Bedienen von Waschmaschine und Trockner und Fön nicht, weil die maximale Abnahmemenge von Strom begrenzt ist. Das entzerrt etwaige Stromspitzen. Bei uns im Pensions- und Cafébetrieb ist das nicht so einfach und manchmal nicht möglich. Wäsche, Kuchen, Spülen… alles will gleichzeitig gemacht werden. Eine tägliche Dokumentation hilft uns das in den Griff zu bekommen.

Und jetzt?

Nach gut einem Monat ist unser Bezug aus dem Netz gegen null.

Strombezug im September 2015, deutlich ist der gesunke Bezug zu sehen. Der Ausreißer am 12.09 ist ein Ampera Treffen auf unserem Hof wo wir 91 kwh an die Ampera's weitergegeben haben
Strombezug im September 2015, deutlich ist der reduzierte Strombezug zu sehen. Der Ausreißer am 12.09 ist ein Ampera Treffen auf unserem Hof wo wir 91 kwh an die Ampera’s weitergegeben haben

Die Dokumentationen in der Küche sind nicht mehr oder nur noch sporadisch nötig. Und auch sonst hat sich alles gut eingespielt. Wir sind zufrieden.

Das ist schon ein gutes Gefühl den selbst erzeugten Strom auch selber zu nutzen und kommt bei allen öffentlichen Diskussionen um Netzausbau, Ärger mit Stromversorgern usw….IMG_1426a

Stromspeicher – Ja oder nein ?

2015-09-01
Schon seit 2 Jahren überlege ich immer wieder das Für und Wider eines Stromspeichers. Hier nun die Überlegungen welche zu einer Entscheidung – ja wir beschaffen einen Speicher – geführt haben.

In unserem Betrieb erzeugen wir Strom mit einer Photovoltaik Anlage, erbaut im Jahr 2010.
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Verbrauchen tun wir von diesem Sonnenstrom ohne weitere Massnahmen >50% selbst.
Als Heizung setzen wir mittlerweile 2 Blockheizkraftwerke ein, welche Wärme und Strom in einem Gasmotor erzeugen. Auch hier nutzen wir den Strom vorrangig im Betrieb. Erst dann wird der nicht im Betrieb verbrauchte Strom ins Netz eingespeist.
Da im Betrieb auch zu Zeiten zu denen die Sonne nicht scheint oder die Blockheizkraftwerke nicht laufen, Strom verbraucht wird müssen wir trotzdem im Jahr noch ~5.000 kwh Ökostrom vom Versorger zukaufen.

Das Monitoring macht es deutlich

Um die Vorüberlegungen zu bestätigen, das der Strom wie oben beschrieben zu den NICHT Laufzeiten der Photovoltaik/BHKw’s verbraucht wird wurde im Sept. 2014 ein Strommonitoring in Betrieb genommen.
Hier sind die wesentlichen Daten für den 18. Juli 2015, ein Tag mit super Sonnenschein (150% der Sollleistung)  und den 19. Juli 2015, ein Tag mit wenig Sonne (41% der Sollleistung) in der Graphik dargestellt.

Strom_20150718 Strom_20150719

Deutlich sind die Verbrauchsschwankungen im Tagesbetrieb zu sehen, also nicht nur Strombezug vom Versorger in der Nacht, sondern gerade bei wenig Sonne auch reichlich Strombezug am Tag. Durch den Tagesablauf und die Bedürfnisse des Café- und Pensionsbetriebes läßt sich hier nicht mehr so viel steuern wie im Privathaushalt.

Ich habe sorgfältig den Blog von Nico Treffkorn, „Stromspeicher selber bauen – DIY Workshop 25kWh nutzbar“ studiert und für uns dann folgende Eckpunkte festgelegt:

  • Speichergröße: 15kwh nutzbare Kapazität
  • Sunny Island 6.0
  • Integration des Stromspeichers ins Strommonitoring
  • erwartete Voll-Zyklen des Akku ~ 4.000

Kostenüberlegung:

  • Gestehungskosten Strom durch das BHKw <0,10€
  • Gestehungskosten Strom durch die PV bleibt unberücksichtigt, weil wir für den selbstverbrauchten Strom mehr bekommen als wenn wir diesen einspeisen.
  • Verlust durch ein/ausspeichern ~20%.
  • Differenz zwischen Strombezug(Versorger)/Erzeugung mit BHKw =>0,15€
  • Lebensdauer des Akku, 4.000 Zyklen * 15kwh = 60.000 kwh.
  • Der verwendete Akku soll incl. Zubehör ~ 3.700 € kosten.
  • bereits nach 1.500 Zyklen ist der Akku bezahlt, diese Lebensdauer sollte er auch im schlechtesten Fall erreichen.
  • der Sunny Island kann auch nach dem Lebensende des Akku, dann vielleicht mit der nächsten Akkugeneration weiter genutzt werden, folglich müßen nur die Kosten für den Akku eingespielt werden.

Fazit:

Die Beschaffung eines Stromspeichers hilft uns Spitzenverbräuche besser mit Eigenstrom abzudecken und auf dem Weg möglichst autark zu werden. Die Beschaffung ist eingeleitet (Aug. 2015) und die Installation soll in der ersten Septemberwoche erfolgen. Inbetriebnahme durch den Elektriker ist für den 09.09.2015 geplant. Im Teil2 werde ich hier über die Installation berichten.

Mal schauen ob alles so klappt wie gedacht.