Seit 2009 haben wir eine Solarthermieanlage auf dem Süddach unseres Cafégebäudes. Mit der Kraft der Sonne produzieren wir unter anderem warmes Wasser für die Gäste.
Thema bei uns: seit 2009
Puzzle der Nachhaltigkeit
Seit 2009 haben wir eine Solarthermieanlage auf dem Süddach unseres Cafégebäudes. Mit der Kraft der Sonne produzieren wir unter anderem warmes Wasser für die Gäste.
Thema bei uns: seit 2009
Um schnell zu sehen, ob wir die Großverbraucher anstellen können haben wir für die Hauswirtschaft eine Visualisierung. Smileys in Ampelfarben zeigen ob genug eigen erzeugter Strom da ist. So kann auch jemand, der sich im Betrieb nicht gut auskennt, wie zum Beispiel Auszubildende, leicht erkennen wann der beste Zeitpunkt ist. So effizient wie möglich zu arbeiten ist das Ziel.
Thema bei uns: seit 2018
Mit dem, was wir in Janbeck*s FAIRhaus tun, wollen wir so unabhängig wie möglich sein. Wir produzieren, was wir benötigen und nutzen, was wir produzieren. So sind wir ziemlich unabhängig von Energielieferanten, Energiepreisen und Krisen.
Thema bei uns: seit 2010
Zur Stromerzeugung nutzen wir hauptsächlich die Kraft der Sonne, denn die Sonne schickt uns keine Rechnung. Auf unseren Dächern haben wir dafür eine ganze Menge Photovoltaik. Den so erzeugten Strom nutzen wir fast ausschießlich selbst.
Thema bei uns: seit 2010
Unseren eigen erzeugten Strom möchten wir auch selber nutzen. Dafür haben wir einen Batteriepeicher….eigentlich sogar zwei. Der zweite Speicher ist Notstrom fähig. Bei einem Stromausfall werden dann bei uns noch die wichtigsten Sachen versorgt. Zum Beispiel Pumpen und Tiefkühlung.
Energiesparende Geräte einzusetzen ist für uns selbstverständlich. Wird eines neu angeschaftt, achten wir immer auf das Energielabel. So sparen wir nicht nur Energie, sondern auch Geld. Trotzdem sortieren wir erst dann alte Geräte aus, wenn sie kaputt oder ökologisch nicht mehr vertretbar sind.
Thema bei uns: schon immer
Um möglichst efizient in der Nutzung unserer Anlagen zu sein, verknüpfen wir unterschiedliche Methoden der Energiegewinnung und Techniken miteinander. Das ganze nennt man dann Sektorenkopplung. Sie ist oft eine Voraussetzung für die sinnvolle Nutzung erneuerbarer Energien.
Thema bei uns: seit 2010
Wir wollen saubere Energien fördern und auch im Garten fossilfrei arbeiten. Rasenmäher und Motorsägen laufen deswegen alle elektrisch mit eigen erzeugtem Strom.
Thema bei uns: seit 2019
Wir haben das Glück, dass wir einen eigenen Energieberater im Haus haben. So können wir schnell agieren, wenn etwas überprüft oder verbessert werden muss. Das hilft uns auch den Betrieb so effizient zu führen, wie es geht.
Thema bei uns: seit 2002
Wir kontrollieren und überwachen unsere Verbräuche ständig. Wir wissen ganz genau, wann und wo wie viel Energie fließt. Lastspitzen versuchen wir zu vermeiden. So nennt man Zeiten, wo besonders viel Energie gleichzeitig benötigt wird. Das ist unser Lastmanagement.
Thema bei uns: seit 2003
Durch verantwortungsvolles Laden schaffen wir es so viel eigen erzeugten Strom wie möglich in die Elektroautos zu laden. Das bedarf natürlich eines Gesprächs mit unseren Gästen, die elektrisch anreisen, aber das macht man als guter Gastgeber ja sowieso gerne.
Wir haben eine Luft Wärmepumpe. Sie wandelt angesaugte Luft in Wärme um. Ähnlich wie ein umgedrehter Kühlschrank. Betrieben wird sie mit selbst erzeugtem Strom aus der Sonne, wann immer es möglich ist.
Und schon wieder zwei Jahre her, ein „alter“ Artikel, aber diese Zeit um die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl bleibt vielen unvergessen und ist Motiv für ein Umdenken….
Mal ganz persönliche Gedanken geschrieben am 26.04.2016 :
…heute am 30. Jahrestag nach Tschernobyl kann man doch gar nicht anders als das, was wir zu Zeiten von Brockdorf verzweifelt gerufen haben, laut hinausschreien: Atomkraft – Nein Danke!
30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sitze ich hier, ganz weit weg von Tschernobyl und die Tage damals sind so präsent als wären sie gestern: es war Kindergeburtstag bei uns. Wir haben im Garten unseres Hauses in Ahrensburg ausgelassen gefeiert. Die Kinder haben in der Sandkiste getobt. Es war eine riesige Sandkiste. Von einem kleinen selbstgebauten Holzhäuschen konnten die Kinder in die Sandkiste rutschen. Ein schöner Kindergeburtstag, bei dem wir viel Quatsch gemacht haben. So wie das so ist, an einem Kindergeburtstag.
Lustig und unbeschwert.
Ein leichter Frühlingsregen ging abends oder war es am nächsten Tag über die kleine, norddeutsche Stadt in der wir damals lebten.
Keiner ahnte was ettliche Kilometer von uns passiert war.
Zwei Tage später kamen erst die Meldungen. Immer mehr wurde bekannt.
Es gab keine Handys, Facebook und dergleichen. Also brauchten die Nachrichten, die man wohl mühsam versuchte „unter dem Deckel zu halten“ auch um sich zu verbreiten.
Erst gab es erhöhte Meßwerte, die aus Skandinavien gemeldet wurden.
Dann Tote bei Wartungsarbeiten im Kernkraftwerk von Tschernobyl.
Das war vor zwei Tagen. Und jetzt?
Schrecklich diese Ungewissheit: was bedeutet das? Was durfte man hier noch essen? Was sollte man tun? Wie konnten wir unsere Kinder schützen? …und nicht zuletzt was war dort mit den Menschen? Wurde denen geholfen?
Frische Waren vom Markt sollte man nur gegart essen, ettliche Menschen vernichteten ihre eigenen Ernten, weil der Regen in der Zwischenzeit darüber gegangen war und man nicht wußte wie gefährlich das alles war.
Was hatte uns die Wolke gebracht?
Schrecklich diese Ungewissheit und dabei waren wir so weit weg vom eigentlichen Geschehen…
Kinder durften draußen nicht mehr spielen. Tiere nicht auf die Weiden. Sand in den Spielkisten wurde ausgetauscht, Konserven und Produkte aus der Zeit davor bevorzugt, Milchprodukte gemieden und Pilze sollten gar nicht gegessen werden …
Wo war die Wolke runtergegangen?
Wohin kann man in Urlaub fahren…
Manches war aus heutiger Sicht vielleicht nicht nötig. Mancher Rat vielleicht falsch. Manches klingt vielleicht hysterisch. Vor allem rückblickend. Und vor allem für die, die nicht dabei waren. Unsicherheit hatte sich breit gemacht. Wem sollte man glauben? Das passiert, wenn Fragen offen bleiben.
Fragen über Fragen. Fragen ohne Antwort. Fragen ohne Antwort, die einen zornig machen. Fragen ohne Antwort, die wohl bewußt nicht beantwortet wurden…
Wenn man wissen will wie eine Bevölkerung so richtig unwissend gehalten wird muß man nur mal die Menschen aus der ehemaligen DDR fragen. Das hat mich so richtig sprachlos gemacht. Das durfte ich von unseren Freunden aus Plauen erfahren. Wahnsinn, wie ein Staat seiner Bevölkerung vorgaukeln kann „es ist alles unter Kontrolle“.
…in Tschernobyl selbst sprach man bald von einer „Todeszone“
…und heute? Wir sind kein Stück weiter, haben immer noch diverse Atomkraftwerke am laufen und wissen nicht wohin mit dem Müll.
Jetzt haben wir den „Salat“ und müssen damit leben. Mit den undichten Fässern in den Salzstöcken oder sonst wo. Mit den Fässern im Meer, die man im Meer versenkt hat, nach dem Motto: aus den Augen aus dem Sinn? Fässer, die anfangen sich aufzulösen. Alte Kernkraftwerke, die nicht mehr sicher sind.Bei uns und in unserem europäischen Umfeld.
Wir, aber vor allem noch viele nachfolgende Generationen, müssen dafür zahlen…den Profit haben andere gemacht.
Was mich am meisten schockiert ist, dass alles so schnell in Vergessenheit gerät.
Fünf Jahre ist das her? Wie lange sind die Versprechen her, die aus der Bestürzung heraus ein Umdenken gefordert und angekündigt haben? War das echt, oder nur wieder Effekthascherei? Was ist wirklich passiert?
Fragen über Fragen.
Zeit für Antworten! Zeit zum Umdenken!
Ganz persönliche Grüße von Uta Janbeck
Fazit am 26.04.2018: es hat sich nichts geändert. Ich erinnere mich immernoch als wäre es gestern passiert. Gerade jetzt, wo meine Enkel in dem Alter meiner Kinder sind. Gruselig.
Eigentlich ist es in vielen Bereichen nur noch viel offensichtlicher geworden,dass wir Bürger nicht über alles informiert werden.
Atomfässer mit Löchern, Plastik im Trinkwasser…die Liste ist lang .
Wie war das mal noch?
„Wann werdet Ihr endlich begreifen, dass man Geld nicht essen kann?“
Und nun? Wie bekommt man einen so schweren Speicher an Ort und Stelle?
Die Lieferung der Batterie für unseren Stromspeicher erfolgte am 02-09-2015 per Spedition auf einer Euro-Palette. Gewicht 1170 kg.
Die zuvor angestellte Überlegung die Gabelstaplerbatterie mit dem eigenen Hubwagen auf Niveau zu befördern und sie anschließend mit der Ägypten Methode ging auf und die Batterie war in 1/2 Std. an Ort und Stelle bewegt.
Wer Asterix gelesen hat, weiß wie´s geht: schwere Lasten auf kurzen Besenstielen aus Hartholz rollen.
Mal schauen, ob unsere Enkeltochter sich beim nächsten schweren Transport daran erinnert wie man es machen kann.

Über der Batterie habe ich eine Furnierplatte als Kontruktionsholz angebracht an welcher später die diversen Teile befestigt wurden.

Am 09-09-2015 morgens war dann Jan Obernauer mit Verstärkung pünktlich zur Stelle um dann nach weiteren Vorbereitungen um 10:00h (Generalstabsmäßig geplant :-)) den Strom komplett wegzuschalten. Alle Gäste der Pension waren informiert und die Caféküche hatte sich auch gut organisiert. Johanna hatte das Mittag, das es um 12h geben sollte, schon gut vorbereitet. Das Team von Elektro Obernauer installierte den EnergieMeter von SMA sowie die Absicherung für den Sunny Island 6.0 . Diese Kombi mit der Gabelstaplerbatterie war für sie wohl auch neu.
Anschließend erfolgte die restliche Elektroinstallation und um 14:30h ging der SI in Betrieb nachdem zuvor die folgende Parameter der Standardkonfiguration verändert wurden:
Zack und das Ganze funktioniert. Ein bischen Hightech gehört dazu. Schöne Grafiken und Statistiken. Wir versuchen noch mehr den Gleichzeitigkeitsfaktor zu beherrschen und die Großverbraucher nacheinander anzuschalten. In Italien wird das übrigens direkt vom Stromanbieter geregelt. Da geht das gleichzeitige Bedienen von Waschmaschine und Trockner und Fön nicht, weil die maximale Abnahmemenge von Strom begrenzt ist. Das entzerrt etwaige Stromspitzen. Bei uns im Pensions- und Cafébetrieb ist das nicht so einfach und manchmal nicht möglich. Wäsche, Kuchen, Spülen… alles will gleichzeitig gemacht werden. Eine tägliche Dokumentation hilft uns das in den Griff zu bekommen.
Nach gut einem Monat ist unser Bezug aus dem Netz gegen null.

Die Dokumentationen in der Küche sind nicht mehr oder nur noch sporadisch nötig. Und auch sonst hat sich alles gut eingespielt. Wir sind zufrieden.
Das ist schon ein gutes Gefühl den selbst erzeugten Strom auch selber zu nutzen und kommt bei allen öffentlichen Diskussionen um Netzausbau, Ärger mit Stromversorgern usw….
2015-09-01
Schon seit 2 Jahren überlege ich immer wieder das Für und Wider eines Stromspeichers. Hier nun die Überlegungen welche zu einer Entscheidung – ja wir beschaffen einen Speicher – geführt haben.
In unserem Betrieb erzeugen wir Strom mit einer Photovoltaik Anlage, erbaut im Jahr 2010.

Verbrauchen tun wir von diesem Sonnenstrom ohne weitere Massnahmen >50% selbst.
Als Heizung setzen wir mittlerweile 2 Blockheizkraftwerke ein, welche Wärme und Strom in einem Gasmotor erzeugen. Auch hier nutzen wir den Strom vorrangig im Betrieb. Erst dann wird der nicht im Betrieb verbrauchte Strom ins Netz eingespeist.
Da im Betrieb auch zu Zeiten zu denen die Sonne nicht scheint oder die Blockheizkraftwerke nicht laufen, Strom verbraucht wird müssen wir trotzdem im Jahr noch ~5.000 kwh Ökostrom vom Versorger zukaufen.
Um die Vorüberlegungen zu bestätigen, das der Strom wie oben beschrieben zu den NICHT Laufzeiten der Photovoltaik/BHKw’s verbraucht wird wurde im Sept. 2014 ein Strommonitoring in Betrieb genommen.
Hier sind die wesentlichen Daten für den 18. Juli 2015, ein Tag mit super Sonnenschein (150% der Sollleistung) und den 19. Juli 2015, ein Tag mit wenig Sonne (41% der Sollleistung) in der Graphik dargestellt.
Deutlich sind die Verbrauchsschwankungen im Tagesbetrieb zu sehen, also nicht nur Strombezug vom Versorger in der Nacht, sondern gerade bei wenig Sonne auch reichlich Strombezug am Tag. Durch den Tagesablauf und die Bedürfnisse des Café- und Pensionsbetriebes läßt sich hier nicht mehr so viel steuern wie im Privathaushalt.
Ich habe sorgfältig den Blog von Nico Treffkorn, „Stromspeicher selber bauen – DIY Workshop 25kWh nutzbar“ studiert und für uns dann folgende Eckpunkte festgelegt:
Die Beschaffung eines Stromspeichers hilft uns Spitzenverbräuche besser mit Eigenstrom abzudecken und auf dem Weg möglichst autark zu werden. Die Beschaffung ist eingeleitet (Aug. 2015) und die Installation soll in der ersten Septemberwoche erfolgen. Inbetriebnahme durch den Elektriker ist für den 09.09.2015 geplant. Im Teil2 werde ich hier über die Installation berichten.
Mal schauen ob alles so klappt wie gedacht.