Visualisierung für die Hauswirtschaft

Um schnell zu sehen, ob wir die Großverbraucher anstellen können haben wir für die Hauswirtschaft eine Visualisierung. Smileys in Ampelfarben zeigen ob genug eigen erzeugter Strom da ist. So kann auch jemand, der sich im Betrieb nicht gut auskennt, wie zum Beispiel Auszubildende, leicht erkennen wann der beste Zeitpunkt ist. So effizient wie möglich zu arbeiten ist das Ziel.

Thema bei uns: seit 2018

Effiziente Geräte

Energiesparende Geräte einzusetzen ist für uns selbstverständlich. Wird eines neu angeschaftt, achten wir immer auf das Energielabel. So sparen wir nicht nur Energie, sondern auch Geld. Trotzdem sortieren wir erst dann alte Geräte aus, wenn sie kaputt oder ökologisch nicht mehr vertretbar sind.

Thema bei uns: schon immer

Sektorenkopplung

Um möglichst efizient in der Nutzung unserer Anlagen zu sein, verknüpfen wir unterschiedliche Methoden der Energiegewinnung und Techniken miteinander. Das ganze nennt man dann Sektorenkopplung. Sie ist oft eine Voraussetzung für die sinnvolle Nutzung erneuerbarer Energien.

Thema bei uns: seit 2010

Lastmanagement

Wir kontrollieren und überwachen unsere Verbräuche ständig. Wir wissen ganz genau, wann und wo wie viel Energie fließt. Lastspitzen versuchen wir zu vermeiden. So nennt man Zeiten, wo besonders viel Energie gleichzeitig benötigt wird. Das ist unser Lastmanagement.

Thema bei uns: seit 2003

32 Jahre nach Tschernobyl: Atomkraft- Nein Danke!

Und schon wieder zwei Jahre her, ein „alter“ Artikel, aber diese Zeit um die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl bleibt vielen unvergessen und ist Motiv für ein Umdenken….

Mal ganz persönliche Gedanken geschrieben am 26.04.2016 :

…heute am 30. Jahrestag nach Tschernobyl kann man doch gar nicht anders als das, was wir zu Zeiten von Brockdorf verzweifelt gerufen haben, laut hinausschreien: Atomkraft – Nein Danke!

30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sitze ich hier, ganz weit weg von Tschernobyl und die Tage damals sind so präsent als wären sie gestern: es war Kindergeburtstag bei uns. Wir haben im Garten unseres Hauses in Ahrensburg ausgelassen gefeiert. Die Kinder haben in der Sandkiste getobt. Es war eine riesige Sandkiste. Von einem kleinen selbstgebauten Holzhäuschen konnten die Kinder in die Sandkiste rutschen. Ein schöner Kindergeburtstag, bei dem wir viel Quatsch gemacht haben. So wie das so ist, an einem Kindergeburtstag.

Lustig und unbeschwert.

Ein leichter Frühlingsregen ging abends oder war es am nächsten Tag über die kleine, norddeutsche Stadt in der wir damals lebten.

Keiner ahnte was ettliche Kilometer von uns passiert war.

Zwei Tage später kamen erst die Meldungen. Immer mehr wurde bekannt.

Es gab keine Handys, Facebook und dergleichen. Also brauchten die Nachrichten, die man wohl mühsam versuchte „unter dem Deckel zu halten“ auch um sich zu verbreiten.

Erst gab es erhöhte Meßwerte, die aus Skandinavien gemeldet wurden.

Dann Tote bei Wartungsarbeiten im Kernkraftwerk von Tschernobyl.

Dann: Es hatte am 26.04.1986 in Tschernobyl einen Unfall im Kernkraftwerk gegeben.

Das war vor zwei Tagen. Und jetzt?

Schrecklich diese Ungewissheit: was bedeutet das? Was durfte man hier noch essen? Was sollte man tun? Wie konnten wir unsere Kinder schützen? …und nicht zuletzt was war dort mit den Menschen? Wurde denen geholfen?

Frische Waren vom Markt sollte man nur gegart essen, ettliche Menschen vernichteten ihre eigenen Ernten, weil der Regen in der Zwischenzeit darüber gegangen war und man nicht wußte wie gefährlich das alles war.

Was hatte uns die Wolke gebracht?

Schrecklich diese Ungewissheit und dabei waren wir so weit weg vom eigentlichen Geschehen…

Kinder durften draußen nicht mehr spielen. Tiere nicht auf die Weiden. Sand in den Spielkisten wurde ausgetauscht, Konserven und Produkte aus der Zeit davor bevorzugt, Milchprodukte gemieden und Pilze sollten gar nicht gegessen werden …

Wo war die Wolke runtergegangen?

Wohin kann man in Urlaub fahren…

Manches war aus heutiger Sicht vielleicht nicht nötig. Mancher Rat vielleicht falsch. Manches klingt vielleicht hysterisch. Vor allem rückblickend. Und vor allem für die, die nicht dabei waren. Unsicherheit hatte sich breit gemacht. Wem sollte man glauben? Das passiert, wenn Fragen offen bleiben.

Fragen über Fragen. Fragen ohne Antwort. Fragen ohne Antwort, die einen zornig machen. Fragen ohne Antwort, die wohl bewußt nicht beantwortet wurden…

Wenn man wissen will wie eine Bevölkerung so richtig unwissend gehalten wird muß man nur mal die Menschen aus der ehemaligen DDR fragen. Das hat mich so richtig sprachlos gemacht. Das durfte ich von unseren Freunden aus Plauen erfahren. Wahnsinn, wie ein Staat seiner Bevölkerung vorgaukeln kann „es ist alles unter Kontrolle“.

…in Tschernobyl selbst sprach man bald von einer „Todeszone“

…und heute? Wir sind kein Stück weiter, haben immer noch diverse Atomkraftwerke am laufen und wissen nicht wohin mit dem Müll.

Jetzt haben wir den „Salat“ und müssen damit leben. Mit den undichten Fässern in den Salzstöcken oder sonst wo. Mit den Fässern im Meer, die man im Meer versenkt hat, nach dem Motto: aus den Augen aus dem Sinn? Fässer, die anfangen sich aufzulösen. Alte Kernkraftwerke, die nicht mehr sicher sind.Bei uns und in unserem europäischen Umfeld.

Wir, aber  vor allem noch viele nachfolgende Generationen, müssen dafür zahlen…den Profit haben andere gemacht.

Was mich am meisten schockiert ist, dass alles so schnell in Vergessenheit gerät.

Wann war nochmal Fukushima?

Fünf Jahre ist das her? Wie lange sind die Versprechen her, die aus der Bestürzung heraus ein Umdenken gefordert und angekündigt haben? War das echt, oder nur wieder Effekthascherei? Was ist wirklich passiert?

Fragen über Fragen.

Wie war das nochmal mit der Halbwertszeit?

Zeit für Antworten! Zeit zum Umdenken!

Ganz persönliche Grüße von Uta Janbeck

Fazit am 26.04.2018: es hat sich nichts geändert. Ich erinnere mich immernoch als wäre es gestern passiert. Gerade jetzt, wo meine Enkel in dem Alter meiner Kinder sind. Gruselig.

Eigentlich ist es in vielen Bereichen nur noch viel offensichtlicher geworden,dass wir Bürger nicht über alles informiert werden.

Atomfässer mit Löchern, Plastik im Trinkwasser…die Liste ist lang .

Wie war das mal noch?

„Wann werdet Ihr endlich begreifen, dass man Geld nicht essen kann?“

 

 

 

 

Stromspeicher – Von Ägypten bis Hightech

Und nun? Wie bekommt man einen so schweren Speicher an Ort und Stelle?

Die Lieferung der Batterie für unseren Stromspeicher erfolgte am 02-09-2015 per Spedition auf einer Euro-Palette. Gewicht 1170 kg.
Die zuvor angestellte Überlegung die Gabelstaplerbatterie mit dem eigenen Hubwagen auf Niveau zu befördern und sie anschließend mit der Ägypten Methode ging auf und die Batterie war in 1/2 Std. an Ort und Stelle bewegt.

Wer Asterix gelesen hat, weiß wie´s geht: schwere Lasten auf kurzen Besenstielen aus Hartholz rollen.

Die waren schon schlau.

Mal schauen, ob unsere Enkeltochter sich beim nächsten schweren Transport daran erinnert wie man es machen kann.

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1,2 t Akku auf dem Weg zu Bestimmungsort

Über der Batterie habe ich eine Furnierplatte als Kontruktionsholz angebracht an welcher später die diversen Teile befestigt wurden.

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links: geöffneter SI, recht: BatFuse (Batteriesicherung 2x 160Ah), unten: Gabelstablerakku 881Ah

Strom weg!

Am 09-09-2015 morgens war dann Jan Obernauer mit Verstärkung pünktlich zur Stelle um dann nach weiteren Vorbereitungen um 10:00h (Generalstabsmäßig geplant :-)) den Strom komplett wegzuschalten. Alle Gäste der Pension waren informiert und die Caféküche hatte sich auch gut organisiert. Johanna hatte das Mittag, das es um 12h geben sollte, schon gut vorbereitet. Das Team von Elektro Obernauer installierte den EnergieMeter von SMA sowie die Absicherung für den Sunny Island 6.0 . Diese Kombi mit der Gabelstaplerbatterie war für sie wohl auch neu.

Macht nichts, man lernt nie aus.

Anschließend erfolgte die restliche Elektroinstallation und um 14:30h ging der SI in Betrieb nachdem zuvor die folgende Parameter der Standardkonfiguration verändert wurden:

SI-Parameter

Janbeck*s FAIRhaus ist fast autark

Zack und das Ganze funktioniert. Ein bischen Hightech gehört dazu. Schöne Grafiken und Statistiken. Wir versuchen noch mehr den Gleichzeitigkeitsfaktor zu beherrschen und die Großverbraucher nacheinander anzuschalten. In Italien wird das übrigens direkt vom Stromanbieter geregelt. Da geht das gleichzeitige Bedienen von Waschmaschine und Trockner und Fön nicht, weil die maximale Abnahmemenge von Strom begrenzt ist. Das entzerrt etwaige Stromspitzen. Bei uns im Pensions- und Cafébetrieb ist das nicht so einfach und manchmal nicht möglich. Wäsche, Kuchen, Spülen… alles will gleichzeitig gemacht werden. Eine tägliche Dokumentation hilft uns das in den Griff zu bekommen.

Und jetzt?

Nach gut einem Monat ist unser Bezug aus dem Netz gegen null.

Strombezug im September 2015, deutlich ist der gesunke Bezug zu sehen. Der Ausreißer am 12.09 ist ein Ampera Treffen auf unserem Hof wo wir 91 kwh an die Ampera's weitergegeben haben
Strombezug im September 2015, deutlich ist der reduzierte Strombezug zu sehen. Der Ausreißer am 12.09 ist ein Ampera Treffen auf unserem Hof wo wir 91 kwh an die Ampera’s weitergegeben haben

Die Dokumentationen in der Küche sind nicht mehr oder nur noch sporadisch nötig. Und auch sonst hat sich alles gut eingespielt. Wir sind zufrieden.

Das ist schon ein gutes Gefühl den selbst erzeugten Strom auch selber zu nutzen und kommt bei allen öffentlichen Diskussionen um Netzausbau, Ärger mit Stromversorgern usw….IMG_1426a

Stromspeicher – Ja oder nein ?

2015-09-01
Schon seit 2 Jahren überlege ich immer wieder das Für und Wider eines Stromspeichers. Hier nun die Überlegungen welche zu einer Entscheidung – ja wir beschaffen einen Speicher – geführt haben.

In unserem Betrieb erzeugen wir Strom mit einer Photovoltaik Anlage, erbaut im Jahr 2010.
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Verbrauchen tun wir von diesem Sonnenstrom ohne weitere Massnahmen >50% selbst.
Als Heizung setzen wir mittlerweile 2 Blockheizkraftwerke ein, welche Wärme und Strom in einem Gasmotor erzeugen. Auch hier nutzen wir den Strom vorrangig im Betrieb. Erst dann wird der nicht im Betrieb verbrauchte Strom ins Netz eingespeist.
Da im Betrieb auch zu Zeiten zu denen die Sonne nicht scheint oder die Blockheizkraftwerke nicht laufen, Strom verbraucht wird müssen wir trotzdem im Jahr noch ~5.000 kwh Ökostrom vom Versorger zukaufen.

Das Monitoring macht es deutlich

Um die Vorüberlegungen zu bestätigen, das der Strom wie oben beschrieben zu den NICHT Laufzeiten der Photovoltaik/BHKw’s verbraucht wird wurde im Sept. 2014 ein Strommonitoring in Betrieb genommen.
Hier sind die wesentlichen Daten für den 18. Juli 2015, ein Tag mit super Sonnenschein (150% der Sollleistung)  und den 19. Juli 2015, ein Tag mit wenig Sonne (41% der Sollleistung) in der Graphik dargestellt.

Strom_20150718 Strom_20150719

Deutlich sind die Verbrauchsschwankungen im Tagesbetrieb zu sehen, also nicht nur Strombezug vom Versorger in der Nacht, sondern gerade bei wenig Sonne auch reichlich Strombezug am Tag. Durch den Tagesablauf und die Bedürfnisse des Café- und Pensionsbetriebes läßt sich hier nicht mehr so viel steuern wie im Privathaushalt.

Ich habe sorgfältig den Blog von Nico Treffkorn, „Stromspeicher selber bauen – DIY Workshop 25kWh nutzbar“ studiert und für uns dann folgende Eckpunkte festgelegt:

  • Speichergröße: 15kwh nutzbare Kapazität
  • Sunny Island 6.0
  • Integration des Stromspeichers ins Strommonitoring
  • erwartete Voll-Zyklen des Akku ~ 4.000

Kostenüberlegung:

  • Gestehungskosten Strom durch das BHKw <0,10€
  • Gestehungskosten Strom durch die PV bleibt unberücksichtigt, weil wir für den selbstverbrauchten Strom mehr bekommen als wenn wir diesen einspeisen.
  • Verlust durch ein/ausspeichern ~20%.
  • Differenz zwischen Strombezug(Versorger)/Erzeugung mit BHKw =>0,15€
  • Lebensdauer des Akku, 4.000 Zyklen * 15kwh = 60.000 kwh.
  • Der verwendete Akku soll incl. Zubehör ~ 3.700 € kosten.
  • bereits nach 1.500 Zyklen ist der Akku bezahlt, diese Lebensdauer sollte er auch im schlechtesten Fall erreichen.
  • der Sunny Island kann auch nach dem Lebensende des Akku, dann vielleicht mit der nächsten Akkugeneration weiter genutzt werden, folglich müßen nur die Kosten für den Akku eingespielt werden.

Fazit:

Die Beschaffung eines Stromspeichers hilft uns Spitzenverbräuche besser mit Eigenstrom abzudecken und auf dem Weg möglichst autark zu werden. Die Beschaffung ist eingeleitet (Aug. 2015) und die Installation soll in der ersten Septemberwoche erfolgen. Inbetriebnahme durch den Elektriker ist für den 09.09.2015 geplant. Im Teil2 werde ich hier über die Installation berichten.

Mal schauen ob alles so klappt wie gedacht.