Saisonal

Wir leben mit den Jahreszeiten und so kochen und backen wir auch. Auf den Teller kommt, was gerade verfügbar ist. Im Winter ist das dann mal etwas mehr Kohl, aber wir haben ja im Sommer fleißig eingemacht. So verlängern wir die Saison etwas.

Thema bei uns: schon immer

Selbstgemachte Limonaden

Getränke machen wir auch sebst und nutzen dazu was bei uns wächst. Wir kochen z.B. Saft aus Brombeeren und Sirup aus Rosen oder Giersch. Mit Wasser aufgegossen und hübsch serviert wird es unsere selbstgemachte Limonade. Das macht unsere Gäste neugierig. So schonen wir zudem Ressourcen und servieren Gleiczeitig etwas Besonderes. Neugierig?

Thema bei uns: seit 2006

Hutewald

Ein Hutewald ist ein Wald, der von Tieren-Rindern- beweidet wird. Ich kenne das aus meiner Heimat Hessen. Bei uns ist ja über die Jahre eine kleine Wildnis entstanden. Die „Leihrinder“, die jedes Jahr bei uns zu Gast sind halten die Bäume ordentlich in Schach. Sie nagen hier die Rinde, knabbern dort an den Blättern. Und wenn mal ein Bäum im Weg ist, dann wird der einfach umgedrückt. Auch das Scheuern der Rinder, weil denen das Fell juckt, mögen die Bäumchen nicht so.

Die abgestorbenen Bäumchen dienen einerseits wieder Tieren als Lebensraum oder uns als Feuerholz.

Wir sind ein Klima- Hotel

Eins von zur Zeit 10 Klima Hotels in Deutschland. Seit 2018.

Wir sind das erste klimapositive Hotel in Schleswig Holstein!

Hier die Geschichte aus 2017

Was hatte ich in den letzten Monaten alles zusammengetragen:

Verbräuche aus 2017 vom Waschmittel, zur Energie bis zum Essen.

2500 Eier haben wir verarbeitet.

29.000 kWh Energie gebraucht.

16.000 kWH Sonnenstrom erzeugt.

…die Liste war seeehr lang!

Und wieder hatte sich gezeigt, dass da jemand besser vorbereitet war wie ich. Bei den Energie und Wasserverbräuchen brauchte Stephan nur in seine Listen schauen, weil das sowieso jeden Monat erfasst wird.

Die ganzen Daten haben wir sowieso gebraucht für unsere Rezertifizierung bei Viabono und in etwas anderer Form noch für den CO2 Fußabdruck.

Das wird dann alles hochgerechnet bzw. umgelegt auf die Gäste.

Und daraus wird dann ermittelt wieviel CO2 /Übernachtung angefallen ist.

Diesen Wert kompensierten wir in einem Projekt in Soddoh/Äthiopien. Dort haben wir seit 2016 mit der Hilfe unserer Gäste  schon viele Bäume gepflanzt.

Vor Ort machen wir auf unserem eigenen Gelände auch einen Menge. Wiesen lassen wir mal stehen und sehen, wie sie sich entwickeln, hinterm Haus grasen Robustrinder auf der Naturfläche und halten die Bäume „in Schach“. In und um die Naturteiche darf sich ansiedeln was dort leben mag. Spannend wird es jetzt, ob sich bei der Trockenheit in diesen Sommern alles wieder einfindet.

Beim Todholzhaufen hab ich noch keinen Bewohner gesehen, aber vielleicht hab ich auch nicht gut genug geschaut. Unterm Steinhaufen hingegen lebt jemand….da wollte ich aber nicht zu neugierig sein und stören.

Brombeeren und Holunder werden geerntet bevor die Vögel sich darüber hermachen.

Wilde Samen für den Winter gibt es auch immer genug.

Interessant zu beobachten, was die Galloways  über diese trockenen Sommer gefressen haben.

Die Brennesselsamen scheinen geschmeckt zu haben und die Rinder sind immer kugelrund weil sie auf der wilden Fläche immer etwas finden.

Nur Wasser bekommen sie täglich von uns bekommen. Und das reichlich. So bis zu 100 Liter säuft jedes Rind am Tag.

Das fließt natürlich auch in unsere Rechnungen mit ein, bzw. wird rausgerechnet.

2017 war ja bekanntlich wettertechnisch kein so gutes Jahr. Vom Juli 2017 bis Frühjahr 2018 gab es keine 4 Tage ohne Regen. Das schlägt sich dann gleich etwas nieder.

Weniger Sonnenertrag, mehr Regenwasser, mehr Heizung.

Mit der Zeit bekommt man aber etwas Routine und für die nächste Zertifizierung schreib ich jetzt schon mal mit. Im Energiebereich machen wir das ja sowieso, aber eben nicht für die Milch oder die Toilettenpapierrollen.

Was das jetzt mit den Klima Hotels zu tun hat?

Das ist eine Voraussetzung um überhaupt in dem Verein mitzumachen.

Eine weitere Voraussetzung ist die Unterzeichnung der Charta der Vielfalt. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit jeden zu nehmen wie er ist…

Für die Biodervisität kooperieren wir seit ein paar Jahren mit einem Imker, der dann hier immer ein paar seiner Ableher stehen hat.

Ein Insektenhotel haben wir ja bereits seit langem.

Spannend ist, dass in dem Verein der Klima Hotels Vorschläge diskutiert werden, wie man noch nachhaltiger arbeiten kann. Dazu gibt es ein Treffen einmal im Jahr, bei dem sich jeder einbringen kann.

Bedingungen sind aktuell:

  1. Viabono zertifiziert
  2. Co2 Fußabdruck Berechnung
  3. Einsatz für Elektromobilität
  4. Charta der Vielfalt
  5. Einsatz für mehr Biodiversität
  6. mind. 1 veganes Essen auf der Speisekarte

Jedes Jahr wird das überprüft. Je länger wir das machen umso mehr Daten erhebe ich auch nur „zum Spaß“. Das mache ich um mein Gefühl zu untermauern- oder eben auch nicht. Haben wir tatsächlich mehr vegetarisches Frühstück rausgegeben, oder weniger Aufschnitt gekauft..? Wieso habe wir im letzten Jahr mehr Wasser pro Übernachtung gebraucht? Die Zahlen helfen da Zusammenhänge sichtbar zu machen.

Zudem wird das Gefühl immer stärker, dass wir eine Zertifizierung eigentlich nicht brauchen. Jedenfalls nicht für andere.

Es ist nur unser „Sport“ immer besser zu werden.

Knicks

Knicks sind für Schleswig Holstein typisch und als immatrielles Kulturerbe bei der UNESCO anerkannt. Sie bilden als dichte Hecke aus wilden Sträuchern einen guten Unterschlupf für Tiere. Sie sind eine Art natürlicher Zaun und Windbremse. Für die Biodiversität sind sie allemahl gut, da in ihnen tausende Tiere leben. Bei uns wird das Grundstück jetzt zu drei Seiten durch echte Knicks eingegrenzt. Erst im Winter 2022 haben wir 240 Sträucher und 100 Bäume gepflanzt um unsere kleine Ökoinsel zu schließen.

Alle 10-15 Jahre wird der Knick „auf den Stock“ gesetzt. Das heißt man schneidet ihn runter, damit er wieder schön dicht zuwächst. Alle 10 Meter bleibt ein sogenannter Überhälter stehen. Das sind dann Bäume, die groß werden dürfen.

Knicks haben also einen Mehrfachnutzen: das Obst und das Holz für den Menschen, Insekten und Vögel freuen sich über den Lebensraum.

Thema bei uns: seit 2003/2022

Faszination Dunkelheit

Bei uns gibt es keine Lichtverschmutzung. Hier ist es generell abends stockduster.> Die Straßenlaterne schaltet vor 22h ab. Da braucht man unterwegs dann schon einen Taschenlampe. Wir beleuchten nur so viel wie eben nötig. Die Tiere freut es. Sie werden in ihrem Tagesrhytmus nicht gestört und wenn man Glück hat sieht man Fledermäuse oder hört den Uhu rufen. Zeit also den Sternenhimmel in Ruhe zu beobachten und die Faszination der Dunkelheit zu erleben.

Puzzle der Nachhaltigkeit

Wir wollen Teil der Lösung sein und mit unserem Tun andere anstecken mit dem Bazillus der Nachhaltigkeit. Das, was wir hier über die vielen Jahre tun kann jeder. Man muss es nur machen. Und jeder darf es gerne nachmachen. Es sind viele kleine und große Dinge, die unseren Betrieb ausmachen und die wir hier veröffentlichen. Ein Statement für Transparenz. Stück für Stück ist über die Jahre unser großes Puzzlebild der Nachhaltigkeit gewachsen. Mittlerweile sind es über 270 Maßnahmen. Und es wird weiter wachsen, weil es für uns eine Art Sport geworden ist. Wir möchten immer besser werden um alles für eine enkeltaugliche Welt zu tun, was wir können. Bitte lassen Sie sich inspirieren, anstecken und klauen Sie unsere Ideen.