Nein zu Booking! Weil es Alternativen gibt!

Neulichst hatte ich mal in einer großen Gruppe bei Facebook gefragt, wo denn Urlaub gebucht wird.

Man kann über Facebook sagen was man will, aber solche Umfragen schnell mit der richtigen Zielgruppe zu realisieren geht hier echt super.

Für mich war es sehr spannend zu sehen, was dort noch so genannt wird. Kennt man die Portale, wo ich selber mit Janbeck*s FAIRhaus vertreten bin? Oder laufen alle nur zu den Großen, weil sie so präsent sind? Widersetzen sich auch andere Kunden dieser Marktmacht?

Natürlich waren da in erster Linie alle bekannten Portale. Ich nenne sie hier bewußt nicht um ihnen nicht noch mehr Raum zu geben!

Und hey!

Hier ist die gute Nachricht für alle!

Für Alle, die es lieber etwas Alternativer haben möchten. Für Alle, die originelle Unterkünfte suchen. Oder für die, die einfach nicht bei den Großen buchen möchten.

Hier kommen die vielleicht noch Unbekannten:

Zuerst ist da Viabono.

Um bei Viabono mitmachen zu können braucht die Unterkunft aber einen besonders ökologischen Betriebsstil. Viabono ist schon länger auf dem Markt, hat aber gerade die Homepage neu gestaltet.

Es ist eine Homepage, wo die Quartiere zwar dargestellt werden, der Buchungsprozeß aber direkt über die Unterkunft erfolgt. Ich als Quartiersbesitzer bezahle einen Beitrag und habe mich „durchleuchten“ lassen. Auf Verbräuche, Angebot, Gästezahlen etc. Das Ganze mündet dann in ein Zertifikat und bei uns letztendlich in die Klimaneutralität. Das haben wir über CO2OL ausrechnen lassen. Wir wollten mal wissen ob wir nur denken, dass wir gut sind, oder ob es sich nachmessen lässt.

Wir sind gut mit dem Konzept von Janbeck*s FAIRhaus.

Wir machen selber eine Reihe Maßnahmen zum Klimaschutz auf unserem Gelände. Den errechneten CO2 Ausstoß lassen wir aber extra noch in einem Wiederaufforstungs Projekt in Äthiopien kompensieren. Deswegen sind wir auch ein klimaneutrales Hotel.

Dann gibt es bookitgreen

Bookitgreen war früher unter dem Namen BioundNaturUrlaub am Markt. Jetzt ist alles moderner, frischer und für mich als Betreiber mit einem guten Service. Jeder Anbieter ist über einen Fragebogen nach seinen nachhaltigen Kriterien eingestuft. Bookitgreen pflanzt für jede Übernachtung noch einen Baum…Hier läuft die Anfrage direkt über bookitgreen , an die ich dann eine Provison zahle.

…mache ich übrigens gerne, da die sich echt Mühe geben.

Genau wie GOODTRAVEL

Hier läuft es genauso. Judith und Franziska haben ein tolles Portal mit GOODTRAVEL  aufgebaut, das noch recht neu am Markt ist. Sie sind mit ganz viel Herzblut dabei und haben eine Reihe toller Quartiere auch im Ausland vereint. Wenn man die Bilder sieht, möchte man am Liebsten gleich losfahren.

Hier kann man sein Nachhaltigkeitskriterien auswählen, die einem im Urlaub wichtig sind: Architektur, Food, Soziales, Umwelt oder Wohlfühlen.

GOODTRAVEL gehört übrigens zu soetwas wie einer großen Familie, die GOODJOBS und GOODEVENTS mit einschließt.

…oder VeganWelcome

Hier bin ich auch schon zwei Jahre und habe gute Resonanzen und nette Kontakte. Logischer Weise muß man bei VeganWelcome etwas Vegetarisches oder Veganes anbieten. Ein veganes Frühstück zu zaubern und dann noch handgemacht und regional, ohne Soja, das ist für uns kein Problem.

Dann gibt es noch myecostay da sind wir noch ganz neu dabei. Auch ein Provisonsportal für den Anbieter. Hier gibt es ganz außergewöhnliche Unterkünfte. Von der Jurte bis zum Baumhaus…und natürlich so „Normale“ wie wir. Alles muß nachhaltig oder bio sein und wird über Atmosfair geprüft. Abfallmengen, Verbräuche etc.. So etwas ist für uns immer ein ganz schöner Aufwand. Man hat die Zahlen ja, aber ja nicht immer zum Datum passend. Myecostay ist selbst auch Mitglied bei Tourcert dem nachhaltigen Zertifizierungslabel.

Ganz neu gibt es die Seite vom OstseeFjordSchlei, hier mehr oder weniger direkt vor der Haustür. Die Touristiker sind gerade die erste nachhaltige Region in Schleswig Holstein geworden. Toll! Dafür haben sie einiges getan und sind jetzt mit 30 nachhaltigen Betrieben und Dienstleistern am Start.  Wir freuen uns dabeizusein und sind Bewusstda!

Gespannt bin ich auf die GreenGorillas, die demnächst auf den Markt kommen.

Jetzt hätte ich doch bald mein erstes und wichtigstes Portal vergessen. Am längsten bin ich bei Verträglich Reisen, wie es früher hieß. Dafür ist der Zugang das Zertifikat „Blaue Schwalbe“. Jetzt heißt das Portal Anderswo . Ein schöner  Name, finde ich. Was hatte ich bloß immer für Diskussionen, weil dieses Portal nicht günstig ist. Aber schnell war klar: in den ersten Jahren, als nachhaltiges reisen noch nicht so populär war, das etwa 80% meiner Gäste über dieses Portal kamen. Das hat sich etwas verschoben, da diese Form des Tourismus en vogue ist und das Portal an sich etwas verändert wurde.

Fazit: Es gibt sie, die Alternativen

Es geht gut ohne AirBnB,booking.com und wie sie alle heißen. Ich versuche lieber „kleinere“ Anbieter zu unterstützen auch weil ich  gerne die Menschen dahinter kennen möchte.

Wer macht mit?

Dann, ran ans Buchen!

Hier findet man alternativen Urlaub!

Viel Spaß dabei wünscht

Uta Janbeck

Wasser, Energie,Lebensmittel…Ressourcen zu schonen ist ein großes Thema bei uns

 

P.S.: Falls ich ein nachhaltiges Portal vergessen habe, meldet Euch gerne !

 

 

…und jetzt sammel ich Preise!

Eigentlich geht es nicht um die Preise an sich…dabeisein ist alles. Es geht um den Wettbewerb und den schaue ich mir ganz genau an, bevor ich mitmache. Ich möchte nicht erst Geld auf den Tisch legen um dabei sein zu dürfen. Ich möchte auch nicht mit großen Firmen konkurieren mit bis zu 500 Mitarbeitern. Oder mit Konzernen, wo ich als „kleines Licht“ mit meinem Betrieb nur so eine nette Randerscheiniung bin. Und daneben habe ich noch ein komisches Gefühl bei deren Motivation … Wer sponsert, oder wer sitzt in der Jury? Nein, ich schaue lieber ganz genau hin bevor ich mitmache.

Ein weiterer Aspekt ist auch das neue Netzwerk von ähnlich tickenden Menschen, die sich um so einen Preis versammeln.

So hatte ich schon beim FAIRWÄRTS Preis im letzten Jahr mitgemacht. Dort gibt es übrigens kein Preisgeld, sondern Gutscheine um sich zum Beispiel an der Tourcert Akademie ausbilden zu lassen.

Da die Unterlagen ja schon alle ausgearbeitet waren habe ich in diesem Jahr am Nachhaltigkeitspreis von Schleswig Holstein teilgenommen.

Aufgerufen waren alle Betriebe, Vereine, Schulen etc. aus Schleswig Holstein ihre nachhaltige Idee einzureichen.

Ob allgemein und allumfassend nachhaltig oder speziell zum Thema Bildung für neue Energien, Nachhaltigkeit in der Lieferkette oder den rechten Preis finden – faire Preise für Verbraucher.

…war ja schon alles ausgearbeitet. Na, ja fast. Es war nicht so einfach alles, was wir machen in die richtigen Zusammenhänge und dann in die vorgesehenen angegebenen Zeichen zu bringen.

Geschafft, abgeschickt, gewartet.

Pflicht war auch die Teilnahme an einem der angebotenen Workshops. „Wir schreiben das Neue vom Himmel“ hatte ich mir ausgesucht. Pressemitteilungen ansprechend schreiben. Jetzt will ich mal sehen, ob ich das richtig umgesetzt bekomme.

…dann endlich es kam ein Schreiben: Sie dürfen mit einer Auszeichnung rechnen! Uih!

Dann noch ein Anruf: wen bringen Sie denn mit? Nur Ihren Mann? Okay, dann noch das Team!

06.04.2017: Also auf nach Neumünster, wo die Feierstunde stattfinden sollte. Natürlich elektrisch und voll entspannt. Bis dahin.

Laden in Osterrönfeld
…voll entspannt und elektrisch zur Verleihung des Nachhaltigkeitspreises SH

Freunde und Kollegen begrüßen, Platz nehmen – am Besten in den vorderen Reihen, war die Ansage -. Gut.

Nette Musik von der Mittelholsteinischen Band, Interview mit den Vorigen Preisträgern…dann Vorstellung aller Bewerber.Tolle Projekte waren dabei.

Dann die Preise:

Zwei lobende Erwähnungen, zwei dritte Preise….wir immer noch nicht.

Jetzt aber!

Nein! Wieder nicht!

Der erste Preis geht an Janbeck*s FAIRhaus!!!!

WOW!

Ich war so angespannt, dass ich aufsprang wie ein Flitzebogen. Wahnsinn! So eine Ehre! Und dazu noch ein stattliches Preisgeld.

Janbecks FAIRhaus ist Gewinner beim Nachhaltigkeitspreis Schleswig Hosltein

Nun hatten wir Glück, das gerade die UN die Dekade des nachhaltigen Tourismus ausgelobt hatte…

Trotzdem: WIR FREUEN UNS SEHR!

Bild vom MELUR
Team Janbecks FAIRhaus

Und wofür jetzt eigentlich? Nur für eine Solaranlage auf dem Dach? Nein, das wäre auch uns viel zu wenig.Für eigene Energieerzeugung, eigene Wasseraufbereitung, noch mehr Technik, Kreisläufe von den Lebensmitteln bis zu den Mitarbeitern, vom Recycling bis zum Upcycling von alten Hoteltextilien,vom ständigen Vermitteln von Nachhaltigkeit ob bei den Gästen, Schülern, vom Netzwerken und vielem mehr. Es ist komplex, ziemlich schwer zu fassen und doch in kleinen Bausteinen von Jedermann zu kopieren. Nachlesen kann man das alles hier auf dem Blog.

Danke der Jury, allen Beteiligten, unserem Team, Freunden und Verwandten,unseren Gästen und allen, die uns mittragen!

Wir schweben im Moment auf „Wolke 7“, genießen  und sind einfach stolz.

Viele Grüße von den Janbeck*s

…und den nächsten Preis habe ich schon im Visier.

Hier gibt es mehr zum Nachhaltigkeitspreis

Was ist eigentlich der vielfältigste Beruf von allen?

…und zugleich einer der unbeliebsten und unbekanntesten…na? Drauf gekommen?

Ich würde ja mal behaupten die Hauswirtschaft!

Genau, ist was mit putzen und kochen. Und das muß man auch noch 3 Jahre lang lernen…wie öde! Genau, das ist das, was bei vielen Menschen im Kopf rumgeistert. Wozu das denn, anderen den Dreck weg machen…

Hauswirtschaft hat leider mit vielen Vorurteilen und viel Unwissen zu kämpfen. Dabei ist es ein besonders vielfältiger Beruf und umfasst ganz viele Berufsbilder:

Koch,Diätassistentin, Oecotrophologe, Bäcker, Konditor, Restaurantfachkraft, Rezeptionistin, Gästebetreuer, Tourismusfachkraft, Werbefachkraft, Zimmermädchen, Hausdame, Animateur, Kindergärtner, Pflegekraft, Psychologe, Reinigungskraft,Inneneinrichter, Dekorateur, Florist, Gärtner, Hausmeister…

…jedenfalls ist das in unserem Betrieb so.

Der Tag fängt an mit einem Plan was an dem Tag zu erledigen ist: Brötchen und Kuchen backen, Aufstriche herstellen, Frühstück herrichten,die Tische eindecken, Gäste betreuen, servieren, Ausflugstipps für den Tag geben, kleine Probleme lösen, Wäsche verarbeiten und natürlich auch putzen. Das ist so das Grundgerüst.

Dabei müssen wir dann natürlich beachten, welche Personen wir betreuen. Wer möchte was essen? Ist vielleicht jemand mit einer Krankheit am Tisch und braucht besondere Kost? Wie schaffen wir es, dass es alles appetitlich aussieht? Wie gestalten wir ein veganes Frühstück? Wie schaffen wir Abwechslung? Kommt eine Gruppe? Wie schaffen wir es Torten und leckere Kuchen im Café rauszugeben und dabei noch die Wohnungen für die nächsten Gäste herzurichten? Ist genug Wäsche vorbereitet? Wann können wir Fenster putzen? Wann können wir im Garten arbeiten? Wann haben wir genug Eigenstrom um die Elektroautos mit eigenem Strom zu laden etc.und natürlich: Wie und wann sind die Öffnungszeiten und Tischzeiten…

…und bei Allem ist dann noch zu berücksichtigen, dass genug (und die richtige) Ware da ist; dass die Produkte keine langen Wege hinter sich haben und möglichst aus Schleswig Holstein kommen; dass Zeit ist so viel wie möglich selber zu produzieren; dass für genug Leute auch genug Arbeit da ist; dass alle sinnvoll und adäquat eingesetzt werden; dass die richtige Techniken angewandt werden; dass Ausbildung und Schulung stattfindet; dass ergonomisch gearbeitet wird; dass ressourcenschonend gearbeitet wird; und natürlich dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Dann müssen natürlich auch die Geräte gepflegt werden; es muß eine Grundreinigung stattfinden, wo auch mal die Schränke von der Wand kommen und dahinter geputzt wird; die Böden müssen aufgefrischt werden, die Wohnungen neu gestaltet oder umdekoriert; Gardinen und andere Textilien müssen neu genäht oder repariert werden; es wird recycelt und upcycelt; die Spiele auf Vollzähligkeit nachgeprüft werden; Mobiliar muß nachgeschraubt werden; Rezepte müssen mal erneuert werden; Kalkulationen müssen überprüft werden; große Feste oder Events müssen geplant und organisiert werden; der Garten muß gepflegt werden; Obst etc. muß geerntet und verarbeitet werden; Arbeitsplätze müssen überdacht und gegebenenfalls umgestaltet werden; Werbung muß gemacht werden; Anzeigen und Plakate gestaltet werden; Betriebsziele müssen festgelegt und überprüft werden; neue Ideen müssen gesammelt und überprüft werden.

Wir besuchen Messen, Seminare und holen uns Input aus Zeitschriften und Büchern. Wir studieren die Tageszeitung, weil auch tägliche Meldungen Einfluß auf unser tägliches Handeln haben können, wie zum Beispiel jetzt die Vogelgrippe. Gibt es eine Grippewelle? Ist die Straße gesperrt? Gibt es auf der Autobahn Staus, dass  die Gäste dadurch bei der Anreise beeinträchtigt werden? Findet ein besonderer Event in der Nähe statt? Steigen die Preise oder Abgaben? Gibt es neue Steuern? Gibt es wieder neue Produkt- Skandale? Was wird gerade Trend? Was beschäftigt die Menschen?

…das alles und noch viel mehr ist Hauswirtschaft! Und da soll noch mal jemand sagen, dass das langweilig ist. Bei uns jedenfalls nicht.

Ich selber habe meine Ausbildung auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt. Einmal die Woche bin ich etwa 2,5 Jahre zur Schule gehen, gegründet auf jahrelanger Praxiserfahrung, und habe dann eine Prüfung vor der zuständigen Stelle – bei mir war es die Landwirtschaftskammer Schleswig Holstein – ablegt. Eine gute Möglichkeit eine Ausbildung nachzuholen. Ansonsten sind es 3 Jahre Ausbildungszeit.

Und so vielfältig wie die Ausbildung selbst sind die Ausbildungsbetriebe. Vom Privathaushalt, dem Biohof mit Hofladen, dem kleinen Pensionsbetrieb bis zur Restauration mit 130 Plätzen.

Danach kann man in Altenheimen, Hotels, Kindergärten, Unis, Kantinen,Küchen, Privathaushalten (so was gibt es auch noch), als Dorfhelferin, Wohnheimen, Jugendherbergen, großen Firmen, dem öffentlichen Dienst oder landwirtschaftlichen Betrieben etc. arbeiten. Oder man geht weiter zur Schule, macht seinen Betriebsleiter, oder Meister, ein Studium zum Oecotropholgen, Sozialpädagogen etc. Es gibt viele Möglichkeiten und die beruflichen Aussichten sind gut.

…also von wegen altbaksch.