Fairwärts: Eine Reise zum Mee(h)r

Na klar, ich „verkaufe“ Urlaub hier in Janbeck*s FAIRhaus.

Ich hab eine kleine Pension an der Ostsee mit bequemen Betten…und sonst?

Ja, ein nachhaltiges Reiseziel sind wir. Aber was bedeutet das eigentlich?

Kann man das auch netter beschreiben? Schöner? Oder muß man das gar nicht erwähnen weil es eh jeder weiß? Sollte man das vielleicht besser gar nicht erwähnen?

Ich habe gerade einige Workshops zu dem Thema Nachhaltigkeit und Kommunikation besucht. Da sind wir aber eher mit Leuten umgeben, die das gleiche Thema bewegt. In einer „Blase “ sozusagen.

Erreichen oder bewegen können wir aber nur etwas, wenn wir „die Anderen“ treffen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit vielleicht noch gar nicht auseinandergesetzt haben, oder damit nichts anfangen können.

Nachhaltigkeit ist abgegriffen und sperrig

So heißt es immer wieder… wir versuchen die Welt zu ändern und „die Anderen“ wollen einfach nur Urlaub machen…

Wie kann das zusammengehen?

Wir wollen sie doch eigentlich anstecken. „Die Anderen“, … anstecken mit dem Bazillus der Nachhaltigkeit.

Wir wollen Verständnis schaffen für Gegebenheiten vor Ort, Zusammenhänge aufzeigen, zeigen was geht und das möglichst ohne jemanden zu verschrecken…

…irgendwie sollte das doch auch gehen. Wir leben hier, so sagt man in einem Glückswachstumsgebiet. Vielleicht ist das die richtige Basis. Eine wunderschöne Umgebung. Garten Gottes, wie die Menschen in Angeln sagen. Ein kleines Paradies. Aber eben mit zwei Seiten…

Eine schwierige Aufgabe wie es scheint! Oder doch nicht?

Ich habe mir mal wieder etwas ausgedacht:

Stellt Euch das Meer an einem sonnigen Tag vor. Es glitzert und Ihr könnt mit jeder Welle Eure Gedanken bewegen oder auch wegschicken…

Eine nachhaltige Reise
Die Reise zum Mee(h)r

Hört sich fast an, wie in einer Meditation, aber es hat auch etwas davon.

Eine räumliche Veränderung schafft andere Blickwinkel, das ist klar

Vielleicht hat das Meer deswegen auch so eine große Anziehungskraft auf Viele.

Und hier kommt sie:

Eine Reise zum Mee(h)r, wie sie ständig bei uns stattfindet…

Was einmal als Gesundheitsreise nach Kneipp auf dem nördlichsten Kneipp-Gesundheitshof in Deutschland begann, ist jetzt eine Reise zum Mee(h)r und zu sich!

Lagom sagen die Schweden

Von allem ausreichend. Genug. Zufrieden sein. Genießen aber mit Augenmaß.

Das ist es was wir mit unserer Reise weitergeben möchten. Angefangen mit einem guten Bett, einem regionalen Frühstück mit ganz kurzen Wegen und ‚merkwürdigen‘ Aufstrichen. Mit wenig Aufschnitt aus artgerechter Tierhaltung und so wenig Milchprodukten wie es geht wegen dem CO2 Ausstoß (SDG12). Mit traditionellen aber einfachen Rezepten begeistern wir unsere Gäste . Ganz einfach.

Fertig mit Frühstück
Fertig mit Frühstück
Gut gestärkt

…geht es dann zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Beispiel auf die Geltinger Birk. Einem nahegelegenen Naturschutzgebiet, dass in Teilen unter dem Meersspiegel liegt. Eine gute Gelegenheit über den Anstieg der Meere zu sprechen. Gerne animiere ich unsere Gäste eine gebrauchte Tasche zum Sammeln von Müll am Strand mitzunehmen. Viele verstehen es gut, dass wir die hier lebenden Schweinswale und andere Tiere schützen müssen. Eine Führung oder die Ausstellung an der Integrierten Station helfen Interessierten ihr neues Wissen zu vertiefen.

An der Geltinger Birk

Einmal die Woche nehmen wir unsere Hausgäste auf eine ökologische Führung durch unseren Betrieb: wir erklären wie das gebrauchte Wasser aus dem Betrieb durch Pflanzen aufbereitet wird, wie die Rotteanlage funktioniert, wieso wir bestimmte Stoffe nicht in unseren Putz-und Kosmetikartikeln haben wollen (z.B.Polyquarternium 7) oder womit wir den Strom erzeugen.

Sonnenenergie gut genutzt
Zum Erlebniseinkaufen

schicken wir Gäste gerne mit dem Rad zum Wochenmarkt nach Kappeln oder zum Ziegenkäse kaufen zu einem befreundeten Feinheimisch Produzenten. Springt  der Radler dann erschöpft vom Fahrrad, steht das Armbad zum Abkühlen schon bereit. So bekommen manche ihre erste Erfahrung mit Kneipp und eine herrliche Erfrischung.

Ob Armbad oder Wassertreten…herrlich erfrischend
Natürlich muß man Haitabu, das Wikingermuseum erkunden

wenn man an der Schlei Urlaub macht. Am Besten zu einem der Handwerkertage. Genauso empfehlenswert ist Schloß Gottorf mit seinen Moorleichen. Wer Lust hat darf um dorthin zu kommen das Gäste- Elektroauto nehmen. Stärken können sich die Gäste gut in einem der Feinheimischen Lokale wie dem Odins. Heimische Speisen, in Bioqualität mit viel Handarbeit gefertigt. Unterwegs gibt es eine Reihe kleiner Manufakturen mit traditionellem Handwerk zu entdecken.

Einfach lecker…und weg!
Aufgebaut wird die Reise je nach Belieben und nach Wetterlage, wie es Euch gefällt

Manchmal lohnt es sich einfach rüber auf die Hamburger Hallig zu fahren, weil das Wetter dort besser ist. Halligleben ist ganz besonders. Nordsee und Watt auch. Dort ist Natur noch deutlicher spürbar.

Wir erleben sehr neugierige Gäste, die zu uns kommen. Die wollen wissen, warum die Windkraftanlage gegenüber mal wieder still steht, was Wegwerfstrom ist, was das mit den Knicks auf sich hat, womit die Menschen ihr Geld verdienen, warum es hier so viele Dreiseithöfe gibt, warum die Landschaft Angeln heißt.

Landschaft Angeln

Wir versuchen unseren Gästen Schleswig Holstein und unsere Region schmackhaft zu machen, zu lenken und ihnen Zeit zu geben, das ein oder andere zu ‚verdauen‘. Mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Im Fordergrund steht der Urlaub des Gastes, ob kurz oder lang. Er bekommt Wissen wenn er möchte und im Besten Fall wird es für ihn eine Reise zu sich , Lebensweise und Standards zu hinterfragen und vielleicht zu verändern.

Viele Wege führen zum Meer

Eine Reise zum Mee(h)r ist es auf jeden Fall.

Na, wer wagt es und möchte bei uns Urlaub machen?

Wir verschenken Glück

Übrigens nehmen wir mit dieser Reise zum Mee(h)r beim Publikumsvoting von Fairwärts teil. Vielleicht schaut Ihr mal, was es da für schöne, andere Reisen gibt.

Und natürlich freuen wir uns, wenn Ihr für uns abstimmt.

Viele Grüße

aus dem “ Glückswachstumsgebiet Schleswig Holstein“ ,

Uta

Nature is speaking- sei Teil der Lösung!

Wir leben hier oben im echten Norden schon echt behütet, bekommen von den Feinstaubbelastungen in den Städten kaum etwas mit. Allenfalls merken wir die „dicke Luft“ wenn wir mal in eine richtige Großstadt fahren. Genau wie im Süden kaum jemand etwas merkt von dem ständig ansteigenden Meeresspiegel…

Oder doch nicht?

Die Winter zu warm, und zu naß, die Felder sind geflutet und die neue Ernte ertrinkt. Auf den höchsten Bergen liegt kein oder kaum Schnee, die Sommer sind zu heiß, dieBöden leiden weil sie kein Wasser mehr aufnehmen können, oder trocknen aus und werden zu Staub. Das kann man sogar hier in Schleswig – Holstein live sehen…von einem Extrem ins andere und auch noch sichtbar.

Nature is speaking!

Klar ist es schön für jemanden , der von Touristen lebt, wenn es denen in ihrem Heimatort zu heiß wird und sie die kühle Brise an der See suchen. Vor 8 Jahren hatte ich das erste Mal Gäste, denen es in Rom im Sommer zu heiß war. Die Kinder durften tagsüber nur drin spielen und die Klimaanlage blieb ausgeschaltet, weil sie sonst zu schnell krank werden. Seit etwa 3 Jahren berichten mir die Gäste aus Freiburg und anderen Teilen des deutschen Südens ähnliche Dinge…

Klimawandel kann man ja auch positiv sehen, oder?

Ich frage mich, ob ich in wenigen Jahren tatsächlich Südfrüchte und Artischocken in meinem schleswig-holsteinischen Garten anbauen kann, die Pension wäre immer gut gefüllt und vielleicht bin ich dann auch direkt am Wasser und kann vom Bauerngarten auf meinen Bootssteg…

Sei Teil der Lösung!

Nein, das möchte ich nicht erleben, weil es an anderen Stellen viel schlimmer kommen würde. Ich möchte nicht den Kopf in den Sand stecken und warten, bis es dann wirklich so kommt. Auch wenn das naiv klingt: Ich möchte etwas dafür tun den Klimawandel ein bischen aufzuhalten, zu verlangsamen, am liebsten zu beenden, aber das wird wohl nicht gehen. Oder doch?

„Was wir alleine nicht schaffen, schaffen wir dann zusammen“ singt Xavier Nadoo

…zumindest können wir es ja versuchen: bringen wir viele Menschen, gleich welchen Alters, dazu darüber nachzudenken was sie selbst im Kleinen dazu bereit sind zu tun. Und wenn das Versprechen „nur“ heißt mal wieder mehr mit dem Fahrrad zum einkaufen zu fahren, Fahrgemeinschaften zu bilden, Lebensmittel aus der Region zu kaufen, Eier vom Bauern  kaufen…

Ich bin dabei!

Im Juni startet eine Rallye mit 100 rein elektrischen Autos mit dem Ziel 1.000.000 solcher Versprechen von Schülern geschrieben von Bremerhaven aus nach Genf zu bringen um 1 Nachricht abzugeben : 0 Emissionen für einen erhaltenswerten Planeten, eine lebenswerte Zukunft und eine enkelfreundliche Welt.

Sei dabei!

Mach mit, als Fahrer eines Elektroautos, als Schule, als Lehrer, als Elternteil, als Schüler, als Firma, als Unterstützer. Es gibt unzählige Möglichkeiten für alle, die nicht den Kopf in den Sand stecken möchten. Schau hier : Wave2016

Ich freu mich auf Euch

IMG_2134a Uta Janbeck
Uta Janbeck