…und jetzt sammel ich Preise!

Eigentlich geht es nicht um die Preise an sich…dabeisein ist alles. Es geht um den Wettbewerb und den schaue ich mir ganz genau an, bevor ich mitmache. Ich möchte nicht erst Geld auf den Tisch legen um dabei sein zu dürfen. Ich möchte auch nicht mit großen Firmen konkurieren mit bis zu 500 Mitarbeitern. Oder mit Konzernen, wo ich als „kleines Licht“ mit meinem Betrieb nur so eine nette Randerscheiniung bin. Und daneben habe ich noch ein komisches Gefühl bei deren Motivation … Wer sponsert, oder wer sitzt in der Jury? Nein, ich schaue lieber ganz genau hin bevor ich mitmache.

Ein weiterer Aspekt ist auch das neue Netzwerk von ähnlich tickenden Menschen, die sich um so einen Preis versammeln.

So hatte ich schon beim FAIRWÄRTS Preis im letzten Jahr mitgemacht. Dort gibt es übrigens kein Preisgeld, sondern Gutscheine um sich zum Beispiel an der Tourcert Akademie ausbilden zu lassen.

Da die Unterlagen ja schon alle ausgearbeitet waren habe ich in diesem Jahr am Nachhaltigkeitspreis von Schleswig Holstein teilgenommen.

Aufgerufen waren alle Betriebe, Vereine, Schulen etc. aus Schleswig Holstein ihre nachhaltige Idee einzureichen.

Ob allgemein und allumfassend nachhaltig oder speziell zum Thema Bildung für neue Energien, Nachhaltigkeit in der Lieferkette oder den rechten Preis finden – faire Preise für Verbraucher.

…war ja schon alles ausgearbeitet. Na, ja fast. Es war nicht so einfach alles, was wir machen in die richtigen Zusammenhänge und dann in die vorgesehenen angegebenen Zeichen zu bringen.

Geschafft, abgeschickt, gewartet.

Pflicht war auch die Teilnahme an einem der angebotenen Workshops. „Wir schreiben das Neue vom Himmel“ hatte ich mir ausgesucht. Pressemitteilungen ansprechend schreiben. Jetzt will ich mal sehen, ob ich das richtig umgesetzt bekomme.

…dann endlich es kam ein Schreiben: Sie dürfen mit einer Auszeichnung rechnen! Uih!

Dann noch ein Anruf: wen bringen Sie denn mit? Nur Ihren Mann? Okay, dann noch das Team!

06.04.2017: Also auf nach Neumünster, wo die Feierstunde stattfinden sollte. Natürlich elektrisch und voll entspannt. Bis dahin.

Laden in Osterrönfeld
…voll entspannt und elektrisch zur Verleihung des Nachhaltigkeitspreises SH

Freunde und Kollegen begrüßen, Platz nehmen – am Besten in den vorderen Reihen, war die Ansage -. Gut.

Nette Musik von der Mittelholsteinischen Band, Interview mit den Vorigen Preisträgern…dann Vorstellung aller Bewerber.Tolle Projekte waren dabei.

Dann die Preise:

Zwei lobende Erwähnungen, zwei dritte Preise….wir immer noch nicht.

Jetzt aber!

Nein! Wieder nicht!

Der erste Preis geht an Janbeck*s FAIRhaus!!!!

WOW!

Ich war so angespannt, dass ich aufsprang wie ein Flitzebogen. Wahnsinn! So eine Ehre! Und dazu noch ein stattliches Preisgeld.

Janbecks FAIRhaus ist Gewinner beim Nachhaltigkeitspreis Schleswig Hosltein

Nun hatten wir Glück, das gerade die UN die Dekade des nachhaltigen Tourismus ausgelobt hatte…

Trotzdem: WIR FREUEN UNS SEHR!

Bild vom MELUR
Team Janbecks FAIRhaus

Und wofür jetzt eigentlich? Nur für eine Solaranlage auf dem Dach? Nein, das wäre auch uns viel zu wenig.Für eigene Energieerzeugung, eigene Wasseraufbereitung, noch mehr Technik, Kreisläufe von den Lebensmitteln bis zu den Mitarbeitern, vom Recycling bis zum Upcycling von alten Hoteltextilien,vom ständigen Vermitteln von Nachhaltigkeit ob bei den Gästen, Schülern, vom Netzwerken und vielem mehr. Es ist komplex, ziemlich schwer zu fassen und doch in kleinen Bausteinen von Jedermann zu kopieren. Nachlesen kann man das alles hier auf dem Blog.

Danke der Jury, allen Beteiligten, unserem Team, Freunden und Verwandten,unseren Gästen und allen, die uns mittragen!

Wir schweben im Moment auf „Wolke 7“, genießen  und sind einfach stolz.

Viele Grüße von den Janbeck*s

…und den nächsten Preis habe ich schon im Visier.

Hier gibt es mehr zum Nachhaltigkeitspreis

Was war? Was wird besser?

…oder was wird anders?

Hier mal ein kleiner Rückblick und eine Vorschau!

In 2016 hatten wir mit unserem Betrieb eine ganze Menge Glück:

Das war los:

  • Freunde in Sachsen, die für uns ein kleines Elektroautotreffen dort arrangiert hatten
  • wir haben jetzt eine komplett elektrische Flotte, mit einem Mitarbeiterauto und einem für Gäste, die mit der Bahn anreisen
  • dem FAIRWÄRTS Preis, den wir uns in Berlin abholen durften. Für unsere Ideen im nachhaltigen Tourismus haben wir den zweiten Preis bekommen (1. war ein Müllprojekt in Indien und dritter die Tourismusagentur Nördlicher Schwarzwald für ein Mobilitätskonzept)
  • den Bloggern, die uns ins Haus „gespült“ wurden: ob das Wiebe WakkerClaudia und Ralph KerpaRebecca Grunwald oder Eva Hoffleit und Phillipp Lawitschka waren. Alle haben tolle ganz unterschiedliche Berichte über uns verfasst, die neuen Besuchern einen Einblick geben
  • der Aktion rund um die wave.earth, bei der wir so viele tolle Karten von den Schülern gesammelt haben und erst nach Genf und letztendlich nach Marokko zur Weltklimakonferenz gebracht haben. Dort haben sie den Weltrekord geknackt und sind als größte Grußkarte in das Guinessbuch der Rekorde eingetragen.
  • die Zertifizierung zum klimaneutralen Hotel! Jetzt können wir jedem Gast eine klimaneutrale Übernachtung ermöglichen.
  • zwei sehr erfolgreichen von uns organisierten Treffen von E- Mobilisten bei uns auf dem Hof. Das hat Spaß gemacht die Menschen zusammen zu bringen
  • neue Rezepte, mit denen wir auf dem Frühstückstisch für Überraschungen sorgen
  • unser 10 jähriges Betriebsbestehen, das wir im Dezember feiern durften. Die Resonanz hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Das war nur ein Teil: nicht zu vergessen die tollen Gäste, die uns immer wieder neuen Input geben. Ohne ihre Mithilfe könnten wir unser ökologisches Konzept nicht durchführen.

Dankbar sind wir auch für das gute Team, dass gerade in diesem Jahr einige unerwartete nicht so tolle Überraschungen gut gemeistert hat. Danke nochmal dafür!

Die wesentlichsten Erkenntnisse in diesem Jahr waren:
  • dass wir besser auf UNSER Bauchgefühl hören, dann klappt es
  • Auch die Erkenntnis mit einigen Online-Portalen abzuschließen, die unserem speziellen Betrieb rein gar nichts gebracht haben
  • Und auch die Erkenntnis Stellung zu beziehen war eine gute Erfahrung.
Wir sind familiär, wir sind anders, das macht unseren Betrieb, Janbeck*s FAIRhaus, aus.

Schade war, dass unsere Angebote und Aktionen im Winter im Café selten wahr genommen wurden…, da waren wir sozusagen offline.

Was bringt uns jetzt das Neue Jahr?

Wir werden Vieles so lassen, Manches verbessern, wie zum Beispiel einige Wohnungen, aber wir werden auch etwas verändern:

  • einige Quartiere sollen nachhaltiger gestaltet werden
  • das Café wird im nächsten November und Dezember auf Tour gehen, raus zu den Menschen, statt zu warten, dass sie kommen
  • wir wollen unsere Produkte über einen Onlineshop bestellbar machen
  • der Betrieb wird Ende des Jahres auf den Bezug von Biogas umgestellt
  • wir wollen den Betrieb Plastik Frei aufstellen

Das sind schon eine Menge Aufgaben, denen wir uns stellen wollen. Ideen dazu haben wir schon, es gilt jetzt sie in die Tat umzusetzen.

Onlinetechnisch werden wir mal einen neuen Kanal aufmachen. Kleine Filme über unsere Wohnungen gibt es schon, das werde ich erweitern.

Es gibt viel zu tun, um unser Puzzle der Nachhaltigkeit weiter auszubauen.

Packen wir s an!

Alles Gute für 2017, Uta Janbeck

 

Nachhaltigkeit… Lohnt sich das?

….sooft werde ich das gefragt.

Lohnt sich das? Rechnet sich das?

Das kommt drauf an. Vor allem darauf wie man das definiert.

Wir machen das in Janbeck*s FAIRhaus jetzt genau 10 Jahre: Nachhaltigkeit im Betrieb praktizieren. Entstanden aus Kleinigkeiten und viel Überzeugung, dass man mit Ressourcen schonend und sparsam umgehen muß. Wasser und Energie sparen, Lebensmittel sinnvoll kaufen das kann jeder. Was wir so machen habe ich hier schon beschrieben.

Aber man spart eben nicht nur Wasser oder Strom. Man spart auch Geld.

Und man lernt seinen Betrieb kennen.

Seit längerem sind wir mit Janbeck*s FAIRhaus schon Viabono zertifiziert. Das ist ein Zertifikat für nachhaltigen Tourismus. Dafür haben wir schon alles Mögliche darlegen müssen: wieviele Übernachtungen wir verkaufen; wieviele Frühstücke wir rausgeben; die Größe der Flächen, die zu putzen sind; die Größe der Flächen, die im Garten zu bewässern sind; wo wir unsere Produkte her beziehen; welche Zertifikate sie haben; wieviel Strom wir verbrauchen; wo wir unseren Strom her beziehen; wieviel Wasser wir verbrauchen……da waren wir schon ganz gut.

viabono-zertifikat

Nun ging es dieses Jahr an eine Rezertifizierung…also wieder alles raussuchen!

Jetzt aber richtig!

Wenn schon, denn schon. Dann doch dieses Mal mit dem CO2 Fußabdruck. Mal sehen,was dabei rauskommt, haben wir uns gedacht. Dieser Co2 Fußabdruck ist der Wert, den wir mit unserem Betrieb pro Übernachtung verursachen. Je kleiner der Fußabdruck umso besser bzw. klimafreundlicher.

Also wieder alle Unterlagen vorkramen und noch mehr: diesmal auch die Mengen an gelaufener Waschmaschinen, Waschmittel, Putzmittel, Milchprodukte, Fleischwaren, Getränke etc.

Da wir so viel selber machen, sind das zwar erstmal Berge an Papier, die wir zusammenstellen, aber wir haben alles hier.

Hilfe Hauswirtschaft!

Wir haben eine sogenannte Inhousewäscherei. Sprich wir machen die ganze Wäscheverarbeitung für die 21 Hausgäste selber. Da kommen ettliche Berge an Wäsche zusammen und es ist jede Menge Arbeit. Was wir aber von Vorteil sehen ist, da wir wissen, was wir für Waschmittel benutzen,was für Dufstoffe etc. im Waschmittel sind, wie unsere Wäsche gewaschen wird und so weiter. So können wir auch in dem Bereich unsere Auszubildende der Hauswirtschaft schulen. Die wissen dann auch, wieviele Servietten in eine Waschmaschine passen, oder wie lange man braucht um ein Bettuch zu mangeln….alles was für die Planung von Arbeit relevant ist.

exelliste
Total simpel- unsere Exelliste

Zur Kontrolle haben wir  überall unsere Exellisten hängen um die Verbräuche zu erfassen, so auch im Hauswirtschaftsraum. Ist ja schnell gemacht so ein Strich wenn man eine Maschine anstellt. Egal ob für ein neues Paket Waschmittel oder die eben angestellte Waschmaschine.

Die Energie und Wasserverbräuche werden sowieso einmal im Monat von uns abgelesen und erfaßt. So bekommt man ein ganz gutes Gefühl für Schwankungen, Mehrverbräuche durch mehr Gäste, Gästeverhalten etc. Spannend waren zum Beispiel die Ausschläge zu sehen während der Fußballweltmeisterschaft. Da muß sich doch nachts jemand noch Kaffee gekocht haben – grins. Ganz schlimm sind unsere Treffen mit Elektroautos, die geben vielleicht einen Ausschlag- aber eben auch zum Positiven der Gemeinschaft. Und der zugekaufte Strom kommt ja von Naturstrom, das ist dann wirklich auch gekaufter grüner Strom. Im Ernst es ist gut für Planungen egal ob es um Feste, Events oder um die Gästeverteilung in der kalten Jahreszeit geht, so etwas im Vorfelde zu wissen. Dann kann man planen, steuern und die Kosten im Auge behalten.

Aber wieder zu unserer Zertifizierung für den Co2 Fußabdruck: Mit einbezogen in die Berechungen für den Betrieb werden hier auch die Anreisen der Mitarbeiter des Betriebes zur Arbeitsstelle. Nicht jeder kann zu Fuß, Fahrrad oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr zur Arbeit. Das ist hier auf dem Land schwierig bis unmöglich. Wir wußten, dass es uns diesmal sehr helfen würde, dass unsere Mitarbeiterin auch elektrisch zur Arbeit fährt. Wir hatten im Winter einen kleinen E-Wolf- Fiat Panda auf elektrisch- gekauft. Erst war sie etwas skeptisch. Aber jetzt fährt Johanna, unsere Hauswirtschafts-Perle, mit dem kleinen E-Wolf munter zur Arbeit, stöpselt ihn an und versorgt ihn dann mit Strom, wenn er im Überschuß bei uns erzeugt wird. Da sie auch unsere Auszubildende mit zur Arbeit bringt schlägt sich das in der Berechnung  auch nicht negativ nieder. Diese Mitarbeiter-Wege und auch die Lieferwege wurden für Viabono diesmal eben mit erfaßt.Gut, dass unsere Lieferanten überwiegend aus der Umgebung kommen, das hat hier auch geholfen gute Werte zu erreichen.

Irgendwann hatten wir endlich alles zusammen und die freundlichen Leute von Viabono und Cool haben es analysiert.

Herausgekommen ist das:
klimaeffizienz
Kliameffizienzklasse A

Nun kann man sicher über den ein oder anderen Punkt streiten, es gibt immer verschiedene Ansätze…aber letztendlich zählt das Ergebnis und der Weg zu mehr Nachhaltigkeit, oder?

Für uns sieht es jedenfalls sehr gut aus. Wir sind sogar besser als ganz viele andere gute Betriebe, das motiviert noch zusätzlich.

Und trotzdem gibt es ja auch immer noch kleine oder größere Baustellen, wo man sich bzw. das Ergebnis für den Betrieb verbessern kann.

So, und den Rest der Emissionen, die bei uns anfallen haben wir in Äthiopien „angelegt“. In einem Aufforstungsprogramm.

Warum da?

  1. weil es bei uns auf der eigenen Fläche nicht geht, weil wir keine Zertifikate verkaufen.
  2. weil ich seit langem beeindruckt bin von dem, was Karl Heiz Böhm – fast jeder kennt ihn aus den Sissi Filmen- mit seiner Aktion damals bei „Wetten- dass?“ ins Leben gerufen hat. Er hat erkannt, dass der Hunger in Afrika auch uns etwas angeht. Lange haben wir das Projekt Menschen für Menschen mit der Schule unserer Kinder begleitet. Wann immer möglich wurde bei den gesponserten Rundenläufen, dem Kaffeeverkauf etc. Geld dafür gesammelt…Hilfe zur Selbsthilfe ist dort in Äthiopien die Devise und so ist es auch bei dem Programm, was wir jetzt unterstützen.
  3. das Programm, was wir in Zukunft hier vor Ort unterstützen möchten ist noch nicht so weit, dass Zertifikate gehandelt werden können…und das wäre direkt vor der Haustür mit dem Ziel hier vor Ort CO2 im Boden zu binden.
klimaneutrales-hotel
Janbeck*s FAIRhaus ein Klimaneutrales Hotel

Wir möchten uns aber nicht mit diesen Zertifikaten „freikaufen“, wir sehen das eher als eine Investition in andere Projekte. Und natürlich machen wir ganz viel auch auf unserem eigenen, riesigen Gelände. Eine Reihe von Maßnahmen um kleine Biotope anzulegen gibt es bereits und jedes Jahr kommt etwas dazu. Ein Insektenhotel gibt es schon, wilde Hecken, einen Totholzhaufen, einen Knick, Flächen die nicht gemäht werden… Das Nächste wird die Anlage einer Streuobstwiese sein. Dann können wir noch mehr eigenes Obst im Garten ernten und dann verarbeiten. Zu Obstkuchen, Aufstrichen und was uns gerade so einfällt. Hauswirtschaft ist eben sehr kreativ. Ideen gibt es noch viele. Es bleibt also spannend.

Jetzt sind wir durch unsere Berechnungen und das Zertifikat  erstmal das erste klimaneutrale Hotel in Schleswig- Holstein, ist doch ein schöner Ansporn oder?

Und wer mal ein paar Impressionen von  nachhaltigem Urlaub bei uns sehen möchte schaut mal den Beitrag über uns vom NDR an. https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordtour/Nachhaltiger-Urlaub-in-Gelting,nordtour8780.html

Zweiter bei FAIRWÄRTS… und noch ein Gewinn

Zweiter im internationalen Wettbewerb FAIRWÄRTS , da komme ich immer noch ins Staunen, dass wir es so weit geschafft haben. Ich werde  ständig im Café darauf angesprochen wie weit wir es denn nun geschafft haben, wie es ausgegangen ist…toll das Interesse an Janbeck*s FAIRhaus und wie das von unseren Gästen honoriert wird. Ein gutes Gefühl.

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Begründung für den zweiten Preis im Ideenwettbewerb im nachhaltigen Tourismus

..und noch ein Gewinn

war der Besuch non Claudia und Ralph von MeerART

Sie hatten uns angeschrieben, ob sie mal über uns berichten dürfen… aber klar doch! Zumal sie mit ihrem Blog nicht nur über Nord- und Ostsee berichten, sondern das Thema Nachhaltigkeit besonders berücksichtigen. Das könnte passen und so war es auch. Das war noch ein Gewinn für uns.

Ich hatte sie in unsere Wohnung Wolken einquartiert, die war gerade frei und hatte bei dem diesigen Wetter noch den besten Blick. Wir hatten seit Tagen eine Nebeldecke oder tief hängende Wolken, die alles in ein diesiges „Licht“ tauschten. Eigentlich war gar kein Licht da…

Man möchte sich ja von seiner besten Seite präsentieren. Wußte ich doch, dass sie auch kritisch berichten, so wie sie es halt wahrnehmen wird es widergespiegelt. Okay, also alles schön hergerichtet. Nur Blumen waren zu kurz gekommen, die nehme ich ja am Liebsten aus dem Garten. Da weiß ich wie sie behandelt worden sind. Oder vom nahegelegenen, sehnsüchtig erwarteten Tulpenfeld. Noch gab es aber weder aus dem Garten oder vom Feld etwas zu pflücken. Also war nix da…

Fotografen haben ja ein besonderes Auge und so ging es gleich los mit Diskussionen über Motive und Deko. Vielleicht hätte hier wirklich ein schöner Strauß Blumen auf dem Tisch gereicht um das Auge zu lenken. Bei all der Diskussion habe ich dann noch eine schöne Idee für eine Verschönerung bekommen. Die braucht aber etwas Zeit für die Umsetzung . Gut Ding will Weile haben. Eigene Bilder habe ich ja schon sehr lange auf Leinwand in den Wohnungen, aber bald gibt es etwas Besonderes… ich werde darüber berichten.

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Endlich ein bischen Sonne

Die Wolken reißen auf…

im wahrsten Sinne. Während wir so fleißig hin und her diskutierten wurde das Wetter besser und Ralph konnte doch noch ein paar sehr schöne Fotos in der Wohnung Wolken und vom Hof machen. Vor allem aus Perspektiven, auf die ich noch nie gekommen war, obwohl ich ja schon etliche Fotos in den Wohnungen gemacht habe. Ob mit oder ohne Sonne, wahrscheinlich hätte er aber sowieso etwas Schönes zu Stande bekommen. Mit Licht beziehungsweise Sonne geht es eben doch besser.

Es ist noch Kuchen da…

Gut dass die Beiden da waren, so konnten wir gemeinsam den Kuchen des Vortages vernichten. Es bleibt eben manchmal doch etwas im Café über. Das verteile ich dann lieber an Gäste als alles selber zu essen oder es weg zu schmeißen. Beides hätte nicht so schöne Folgen. Kuchen kalkulieren ist eben so eine Sache. Wenn es frisch sein soll und man nichts weg schmeißen möchte, dann ist es fast wie Roulette spielen. Schönes Wetter muß auch nicht heißen, dass das Café voll wird. Wenn es vorher eine Schlechtwetterperiode gab, sind vielleicht alle im Garten oder am Strand… das ist immer eine Herausforderung. Gut, dass Reste meist nur in der Nebensaison vorkommt.

…reden wie mit Freunden

Die beiden von MeerART waren natürlich sehr interessiert, was wir so machen, wie es angefangen hat, warum eigentlich, was wir noch so vorhaben und so weiter. Außerdem träumen sie einen ähnlichen Traum. Aber wir waren ja auch neugierig , denn mit Bloggern hatten wir ja bis auf der Wave im letzten Jahr noch nie etwas zu tun. Ehrlich gesagt verstehe ich auch immer noch nicht, wie man mit bloggen Geld verdienen kann. Ich schreibe hier und nennen es Blog, weil es so genannt wird, aber das was Claudia und Ralph machen ist ja nochmal eine andere Nummer.

Ich weiß gar nicht wie lange wir so saßen. Irgendwie ist die Zeit sehr schnell vergangen. Wenn man im Gunde des Herzens das gleiche Ziel hat, dann fällt es ja nicht schwer sich zu unterhalten. Dann gibt es viele Themen und der Austausch wird wertvoll. Kein oberflächliches Geplänkel sondern intensive Gespräche. Und die Zeit verrinnt im Fluge. Schön.

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Alles ist möglich, oder?

Hey, wollt Ihr noch eine Wohnung sehen?

…na klar wolten sie. Also ab nach oben, denn über dem Café sind das Doppelzimmer und die Apartments West und Ost. Auch schön. Hier hatte alles angefangen mit unserer Pension. Bald 10 Jahre ist das her und schon von Anfang an war Nachhaltigkeit unser Thema. Es war nicht so einfach das Konzept den Menschen zu erklären, weil es so simpel ist. So einfach und kopierbar. Uns war eben die Region wichtig und das man sie mit einbezieht. Wir sind nun mal in Schleswig- Holstein und das sollte der Gast auch erleben. Von den Farben, den Bilder, den Betten bis zu den Lebensmitteln und Rezepten. Und dazu das Energiekonzept damit uns die Kosten nicht über den Kopf wachsen und wichtige Ressourcen geschont werden. Unser Urlaub mit gutem Gefühl hat sich weiter entwickelt, ist ganz breit aufgestellt und komplex.  Heute, 10 Jahre später, ist die Zeit eine andere und das Bewußtsein vieler, nicht aller, Menschen auch. Mal sehen, ob wir noch viele Menschen anstecken können.

Lecker essen

Da wir mit unserem Gesprächsstoff noch lange nicht am Ende waren, war schnell klar, dass wir den Rest des Abends bei einem leckeren Essen gerne zusammen verbringen wollten. Das Landhaus Unewatt hatte leider zu, so ging es zu Stark nach Kappeln. Da hatten wir Glück einen Tisch zu bekommen. In der Saison oder an Feiertagen sollte man aber lange vorbestellen, sonst klappt es nicht. „Wer Stark nicht kennt hat die Zeit verpennt“ könnte man sagen. Hier gibt es frischen Fisch schön auf Eis aus seiner Vitrine. So zubereitet wie jeder das gerne hätte: gegrill, gegart, gebraten, mediteran oder klassisch. Es gibt eben keine Speisekarte und das ist einfach Klasse. Wem dann gar nichts einfällt , dem macht Norbert Stark einen, oder mehrere Vorschläge. Geht auch.

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Mit Meerart bei Stark

Gesprächsstoff ohne Ende…

Was für ein netter Abend… und der Gesprächsstoff reicht für weitere Treffen. Ehrlich und echt. Angesteckt haben wir die Beiden auch, denn sie haben auch gleich etwas Werbung für unsere Schulaktion der Wave gemacht. Danke dafür.

Wir sagen aber auch „Danke“ für den schönen Bericht, den Claudia und Ralph über uns geschrieben haben. Den kann man übrigens hier nachlesen : Janbeck*s FAIRhaus- Aus Liebe zur Natur

Wir alle von Janbeck*s FAIRhaus freuen uns schon darauf Claudia und Ralph wieder zu treffen und mehr von Ihnen zu lesen. Ihr habt jetzt neue Verfolger bei MeerART!

 

 

Berlin ist eine Reise wert…

Da soll ich hin?

Ich bekam vor etwa drei Wochen einen Anruf, dass wir weitergekommen sind. Über den Wettbewerb FAIRWÄRTS habe ich hier ja schon berichtet. Wir hatten uns beworben und waren dann im Publikumsvoting gelandet….und dann kam der Anruf. Hotel, Bahn etc. waren ja schnell gebucht, aber die Tage bis dahin, bis zur ITB in Berlin, wo der Preis verliehen werden sollte waren lang. Es gab keine Information, wer denn eigentlich gewonnen hatte…

Zwei Wochen können so endlos lang sein

…selbst wenn ordentlich zu tun ist.

Endlich war der Tag da, die Reise ging ziemlich schnell.Angekommen in Berlin,raus aus der Bahn und bei herrlichem Sonnenschein rein in die Messe. Mitten ins Getümmel sozusagen. Für uns „Landeier“ waren das definitiv zu viele Menschen. Na, dann eine Insel suchen mit Strandkorb und Glück und leckerem, Feinheimischen Essen. Ist ja nicht schwierig, das gibt es nur in Schleswig Holstein beim

IMG_20160309_125652 Lecker Feinheimisch
Lecker und feinheimisch von Udet Schwab und seinem Team zubereitet.
IMG_20160309_123127 schlafen im Strandkorb
Schlafen im Strandkorb…

Glückswachstumsgebiet

Hier kennt man sich, wir wurden gleich toll aufgenommen, bekamen eine Führung und durften leckeren Zander von Udet und seinem Team der Tötzeria kosten.Große Aufmerksamkeit bekam der Schlafstrandkorb , der demnächst an besonderen Orten zum Schlafen draußen gebucht werden kann. Gestärkt zogen wir los ins Getümmel. Wer schon mal auf der ITB war, weiß, was das für Dimensionen sind. Wir mußten uns ganz schön beeilen um an das andere Ende der Hallen zu kommen. Schließlich wollte ich die Halle der Schweiz sehen…

Glück muß man mal haben
Glück muß man mal haben

Treffpunkt Bühne

Die zweite Insel auf dieser Messe war die Halle der nachhaltigen, touristischen Angebote. Was für eine Ruhe. man spürte deutlich den anderen Ansatz. Ein paar Teilnehmer waren schon da und zack ging die Veranstaltung los. Ein Ansprache, eine Vorstellung und schon waren wir mitten in der Preisverleihung.IMG_20160309_175003 Preisverleihung ITB

…the winner is…

…gefühlt sind wir das, aber das liegt daran, dass wir so stolz sind so weit gekommen zu sein. Die Jury hatte wie folgt entschieden:

Der dritte Preis ging an die Tourismus Gmbh Nördlicher Schwarzwald für ihr Projekt zur E-Mobilität. Der zweite Preis an Janbeck*s FAIRhaus.WOW! Das war mehr als wir erwartet hatten.

Der erste Preis an Amitabah Reisen für ihr Müllentsorgungsprojekt in Indien.

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Zweiter Preis für Janbeck*s FAIRHaus beim FAIRwärts Ideenwettbewerb für nachhaltigen Tourismus

Wahnsinn. Ja, wir sind ein kleiner, ganz normaler Familienbetrieb, machen ganz normale Sachen, die jeder nachmachen kann. Genau das wars aber, womit wir gepunktet haben. Es war noch ein schöner Abend mit netten Leuten …

Zu Fuß durch Berlin

..gings am nächsten Tag. Ein bischen Sightsseeing zum Alex, der in der Nähe des Hotels war. Es war diesig, so war es gar nicht schlimm, dass man mit Koffer nicht durch die Kontrolle kam und so wedre die Touristinfo noch den Fernsehturm betreten durfte. Na dann eben nicht.

Es gibt auch hier Inseln

…abseits vom Trubel, wie unter einer Glasglocke. Ruhiger und ab vom Getümmel: das Nikolaiviertel und die Hackschenhöfe.

Noch weiter zum Brandenburger Tor- das sah früher irgendwie ganz anders rundherum aus- und zum Reichstag. Das hat mir mit den ganzen Elektroautos vor einem Jahr auch besser gefallen. Na, ja, es war trüb an dem Tag und grün läßt noch auf sich warten.

Alles in allem…

…hat sich für uns die Reise gelohnt, wegen dem Preis, den Menschen, den Kontakten und der Erkenntnis, dass wir hier schon ganz toll wohnen, so dicht am Meer und mit „dem Café am Ende der Welt“, wie ein Gast mir sagte.

IMG_20160315_073006Café am Ende der Welt
Das Café am Rande oder am Ende der Welt?

…ach ja, und bei so viel Respektlosigkeit anderen Menschen, die dann den Müll wieder wegräumen müssen, werde ich zornig…

 Menschen gibts
Menschen gibt es…

Und hier noch die offizielle Pressemitteilung FAIRWÄRTS