…unterwegs in Sachen Nachhaltigkeit

Irgendwie hat es sich rumgesprochen, dass wir mit Janbeck*s FAIRhaus eine ganz andere Art der Unternehmungsführung haben.

Nicht  so auf Profit ausgerichtet, vielleicht etwas alternativ auf jeden Fall aber ressourcenschonend.

Da sich viele Regionen, Touristiker und wer auch immer auf den Weg der Nachhaltigkeit machen, werden wir dann auch schon mal eingeladen davon zu erzählen.

Es ist ja eigentlich ziemlich simpel was wir machen, eigentlich nicht der Rede wert in unseren Augen.

Was wir machen kann jeder. Man muß sich nur mal bewußt machen, was und wie man konsumiert. Darüber habe ich hier ja schon einiges geschrieben.

Das zeigen wir auch in Betriebsführungen bei uns auf dem Hof oder bei kleinen Tagungen, die bei uns statt finden.

Diesmal waren wir in Zinnowitz bei den Touristikern eingeladen und durften mal erzählen. Fleißig genetzwerkt haben wir nebenbei auch.

Kleiner Vortrag über unser Projekt

Für uns selber ist es auch immer wieder gut einen Blick auf neue oder auch auf unsere eigenen Projekte zu bekommen.

In Zinnowitz waren wir noch nie
Bäderarchitektur

Ein hübscher Badeort mit schöner Architektur und einer gaaanz langen Promenade. Ideal für alle, die mit Rädern unterwegs sind.

Eine Seebrücke mit einer Gondel mit der man unter Wasser fahren kann war auch da. Leider konnte ich sie in anbetracht des vollen Programms nicht ausprobieren.

Bevor es dann weiter nach Ueckermünde ging haben wir uns dann noch das Seebad Heringsdorf angeschaut. Der Strand ist schön breit, zu dieser Zeit auch ziemlich leer, nur irgendwer war am Arbeiten.

Nächste Station also dann das Haffhus in Ueckermünde. Ein beeindruckendes Projekt, aber dazu irgendwann mal mehr. Auf jeden Fall ist es sehr schön gelegen mit eigenem Strand, jeder Menge Komfort und netten Menschen.

Haffhus in Ueckermünde
Einblick in den „Garten“ des Haffhuses
RENN Tage

Der Begriff hat nichts mit einem Pferderennen, oder so zu tun!

RENN  bedeutet Regionale Netzstellen für Nachhaltigkeit. Davon sind gerade in Deutschland 4 Stellen entstanden , die in die Bereiche Nord, Mitte, West und Süd eingeteilt sind. Sinn ist es die 17 Ziele in Projekten und der Gesellschaft zu verankern. Nachhaltige Projekte zu vernetzen und sichtbar zu machen.

Also waren wir zur Konferenz in Berlin eingeladen um uns in die Diskussion mit einzubringen, Vorträge zu hören und in Workshops mitzuwirken. Alles zum Thema Nachhaltigkeit …

Vorher waren wir aber noch auf einem Netzwerktreffen in unserer eigenen Region.

Das Tourismuscluster der WTSH hatte eingeladen zu einem Stammtisch. Auch zum Thema Nachhaltigkeit. Erst gab es ein paar Vorträge, Gespräche, lecker zu Essen – feinheimisches Burgerbuffet- und eine kleine Führung durch die Wikingerschänke in Busdorf.

Netzwerken mit Torsten Mercker von Bluecontect
Einfach Lecker! Einfach weg!

Anschließend gings für uns nach Berlin. Elektrisch natürlich. Alles kein Problem und das Auto konnten wir auch ganz bequem in der Garage des Hotels unterbringen. Alles einfacher als gedacht. Als „Landei“ hat man da ja so seine Befürchtungen.

Berlin, turbulent, anders.

Die Kalkscheune war fußläufig gut zu erreichen. Eine sehr coole Location und ein klasse Service und eine noch bessere Verpflegung erwarteten und in den nächsten Tagen.

Berliner Bär an der Kalkscheune
Coole Location, die Kalkscheune
Wasser zum genießen
Lecker Salat

Mehr Bilder der Konferenz in Berlin gibt es hier .

Fazit:

Neben all den Eindrücken von einer parallelen Welt in den Städten, der auch unterwegs erlebten mangelhaften digitalen Versorgung auf dem Land und den vielen Ideen, die ich mit nach Hause genommen habe:

Irgendwie scheint Jeder gerade nachhaltig zu sein, egal was er macht. Ob Politiker, Großkonzern, egal. Hauptsache das Wort wird benutzt. Dadurch wirkt es schon ziemlich abgedroschen.

…und genau das ist das Problem für alle, die nachhaltige Produkte oder Projekte vermitteln wollen. Das war auch eine Erkenntnis, dass es allen Teilnehmern so geht.

Die allgemeine Empfehlung bei allen Treffen, Seminaren etc. lautet:

Benutzt das Wort selber möglichst gar nicht !

Tue Gutes und rede darüber, aber verwende nicht „nachhaltig“!

Auch interessant! Heißt also: alle Texte durcharbeiten. Gute Ideen und Hilfe bei der Wortfindung gab es viele. Wer mich kennt, weiß, dass ich immer ein Notizbuch dabei habe. Zeit und Ruhe zum arbeiten habe ich jetzt im Winter genug… und vielleicht mache ich das auch wieder in einem der Schreibworkshops, die Alexandra Brosowski im Januar bei uns macht.

On verra!

Aber auf jeden Fall: GoGreen!

Danke allen für die Inspirationen, die Gespräche und dass wir dabei sein durften.

Viele Grüße vom Land, Uta J.

 

Auf dem Weg zu noch mehr Autarkie

Autarkie heißt sich unabhängig machen. Das ist auch unser Ziel mit dem Betrieb. Hier Kreisläufe zu schaffen, die ein eigenes stabiles System sind.

Der Wasserkreisauf bei uns ist nur ein Beispiel: das Leitungswasser was wir beziehen wird in der Küche oder zum Duschen verwandt, dann über unser Klärsystem in den Schilfbeeten aufbereitet und kommt dann in die Toilettenspülung und ganz am Ende erst in die Blumenbeete oder in den Vorfluter. Das spart eine Menge kostbares Trinkwasser.

Im Bereich der Energie treiben uns auch andere Gründe an: wieso soll eigentlich ein großer Konzern an unseren mühseelig getätigten Investitionen partizipieren? Zumal wir sowieso ständig hinter den Einspeisevergütungen herrennen müssen.

Da hilft doch nur sich soweit es geht abzukoppeln.

Strom erzeugen wir selber über unsere PV Anlage oder die Blockheizkraftwerke, speichern ihn in einer Batterie und unseren Elektroautos. Neuerdings wandeln wir den  Strom über einen Heizstab auch in Wärme um.

Wir sind aber immer weiter auf der Suche noch neuen Ideen um Kreisläufe zu schaffen, nach sinnvollen Projekten im Sinne von Craddle to Craddle oder weg von Plastik. Nachhaltigkeit ist der eine Schritt, Kreisläufe schaffen der nächste und autark zu sein, der Wunschtraum, die Vision oder was auch immer.

So hatten wir auf Grund unseres Nachhaltigkeitspreises eine Einladung nach Berlin zur ersten Green World Tour- einer Messe für Autarkie- bekommen.

 

GREEN WORLD on Tour- die Messe rund um Ideen für Autarkie

Die Teilnehmer fanden wir schon mal spannend.

Unsere Partner von GOOD TRAVEL waren da und ich konnte mit Franziska einen kleinen Schnack halten. Franziska hat mit ihrem Team eine schöne Plattform für Menschen geschaffen, die sich einen anderen, nachhaltigen Urlaub wünschen. Anders im Sinne von sozialen oder nachhaltigen Standards.

 

GOOD IMPACT FAMILY

 

Franziska von GOOD TRAVEL

Natürlich gab es auch Elektroautos zu sehen. Eines der wenigen elektrischen Taxis war da. Wenig, weil es mal wieder irgendwelche Vorschriften gibt, die schwierig in der Umsetzung sind. Verhinderungstaktik, oder?

 

Tesla Taxi Berlin

Leider waren unsere Freunde von Kumpan nicht mit dem elektrischen Tretroller da. Den hätte ich jetzt gerne mal ausprobiert. Na, ja irgendwann kommt noch die Möglichkeit.

 

Marktgeschehen draußen- lecker essen und ausprobieren

Lecker zu essen gab es überall in allen möglichen Varianten…immer bio und zu ganz günstigen Preisen….wie der Eintritt der Messe an sich .

Vorträge gab es auch reichlich: zu Produkten, Projekten und immer mit viel Platz zur Diskussion und Fragestellung.

 

Stellenbörse – GOOD JOBS
Halme mal nicht aus Stroh

 

Alles in Allem eine sehr gelungene, wenn auch kleine Messe, die vielleicht nicht für jeden etwas ist. Uns aber wieder zu neuen Produkten und neuen Ideen verholfen hat.

Die GREEN WORLD on Tour tourt übrigens durch Deutschland. Termine gibt es hier.

Übrigens waren wir mit dem Tesla angereist und hatten gleich mehrere Termine auf unserem Weg miteinander verknüpft. Auch die Anreise sollte für uns so nachhaltig wie möglich sein.

Ganz nach Hause reichte es zwar nicht, aber bis zu unserem Lieblingsstop im Norden auf jeden Fall. Lecker Teilchen essen, Kaffee trinken und…

Reichweitenangst- ach was!
Lecker Teilchen aus der Braaker Mühle

 

Dieser Beitrag enthält übrigens aus Überzeugung ein bischen Werbung!

…und jetzt sammel ich Preise!

Eigentlich geht es nicht um die Preise an sich…dabeisein ist alles. Es geht um den Wettbewerb und den schaue ich mir ganz genau an, bevor ich mitmache. Ich möchte nicht erst Geld auf den Tisch legen um dabei sein zu dürfen. Ich möchte auch nicht mit großen Firmen konkurieren mit bis zu 500 Mitarbeitern. Oder mit Konzernen, wo ich als „kleines Licht“ mit meinem Betrieb nur so eine nette Randerscheiniung bin. Und daneben habe ich noch ein komisches Gefühl bei deren Motivation … Wer sponsert, oder wer sitzt in der Jury? Nein, ich schaue lieber ganz genau hin bevor ich mitmache.

Ein weiterer Aspekt ist auch das neue Netzwerk von ähnlich tickenden Menschen, die sich um so einen Preis versammeln.

So hatte ich schon beim FAIRWÄRTS Preis im letzten Jahr mitgemacht. Dort gibt es übrigens kein Preisgeld, sondern Gutscheine um sich zum Beispiel an der Tourcert Akademie ausbilden zu lassen.

Da die Unterlagen ja schon alle ausgearbeitet waren habe ich in diesem Jahr am Nachhaltigkeitspreis von Schleswig Holstein teilgenommen.

Aufgerufen waren alle Betriebe, Vereine, Schulen etc. aus Schleswig Holstein ihre nachhaltige Idee einzureichen.

Ob allgemein und allumfassend nachhaltig oder speziell zum Thema Bildung für neue Energien, Nachhaltigkeit in der Lieferkette oder den rechten Preis finden – faire Preise für Verbraucher.

…war ja schon alles ausgearbeitet. Na, ja fast. Es war nicht so einfach alles, was wir machen in die richtigen Zusammenhänge und dann in die vorgesehenen angegebenen Zeichen zu bringen.

Geschafft, abgeschickt, gewartet.

Pflicht war auch die Teilnahme an einem der angebotenen Workshops. „Wir schreiben das Neue vom Himmel“ hatte ich mir ausgesucht. Pressemitteilungen ansprechend schreiben. Jetzt will ich mal sehen, ob ich das richtig umgesetzt bekomme.

…dann endlich es kam ein Schreiben: Sie dürfen mit einer Auszeichnung rechnen! Uih!

Dann noch ein Anruf: wen bringen Sie denn mit? Nur Ihren Mann? Okay, dann noch das Team!

06.04.2017: Also auf nach Neumünster, wo die Feierstunde stattfinden sollte. Natürlich elektrisch und voll entspannt. Bis dahin.

Laden in Osterrönfeld
…voll entspannt und elektrisch zur Verleihung des Nachhaltigkeitspreises SH

Freunde und Kollegen begrüßen, Platz nehmen – am Besten in den vorderen Reihen, war die Ansage -. Gut.

Nette Musik von der Mittelholsteinischen Band, Interview mit den Vorigen Preisträgern…dann Vorstellung aller Bewerber.Tolle Projekte waren dabei.

Dann die Preise:

Zwei lobende Erwähnungen, zwei dritte Preise….wir immer noch nicht.

Jetzt aber!

Nein! Wieder nicht!

Der erste Preis geht an Janbeck*s FAIRhaus!!!!

WOW!

Ich war so angespannt, dass ich aufsprang wie ein Flitzebogen. Wahnsinn! So eine Ehre! Und dazu noch ein stattliches Preisgeld.

Janbecks FAIRhaus ist Gewinner beim Nachhaltigkeitspreis Schleswig Hosltein

Nun hatten wir Glück, das gerade die UN die Dekade des nachhaltigen Tourismus ausgelobt hatte…

Trotzdem: WIR FREUEN UNS SEHR!

Bild vom MELUR
Team Janbecks FAIRhaus

Und wofür jetzt eigentlich? Nur für eine Solaranlage auf dem Dach? Nein, das wäre auch uns viel zu wenig.Für eigene Energieerzeugung, eigene Wasseraufbereitung, noch mehr Technik, Kreisläufe von den Lebensmitteln bis zu den Mitarbeitern, vom Recycling bis zum Upcycling von alten Hoteltextilien,vom ständigen Vermitteln von Nachhaltigkeit ob bei den Gästen, Schülern, vom Netzwerken und vielem mehr. Es ist komplex, ziemlich schwer zu fassen und doch in kleinen Bausteinen von Jedermann zu kopieren. Nachlesen kann man das alles hier auf dem Blog.

Danke der Jury, allen Beteiligten, unserem Team, Freunden und Verwandten,unseren Gästen und allen, die uns mittragen!

Wir schweben im Moment auf „Wolke 7“, genießen  und sind einfach stolz.

Viele Grüße von den Janbeck*s

…und den nächsten Preis habe ich schon im Visier.

Hier gibt es mehr zum Nachhaltigkeitspreis

Hilfe, ich bin ein Messie, ein Sammler, ein Sachensucher

…zumindestens was Zeitschriften angeht. Die Landlust habe ich glaube ich von Anfang an…auf dem Couchtisch findet man manchmal keinen Platz mehr zum Ablegen…

Nun ist das Wort „Messie“ nur bedingt richtig. Es beschreibt ja eine ernstzunehmende Krankheit. Sammler und Sachensucher ist wohl richtiger…

Da ist noch alles Mögliche, was weiter verwendet werden kann, was ich finde oder sammle….Plastiktüten, die man hin und wieder doch noch mitbekommt, Papiertüten, Geschenkpapier, Fotokalender, Kronkorken, Korken, Geschenkbänder,Toilettenpapierrollen, Kerzenreste, Plastikdeckel, Wollreste, Kunsstoffblumentöpfe, Eierpappen, Briefmarken, Seidenpapier, Kartonagen, Glassscherben am Strand,Verpackungsmaterial, leere Batterien …

Da kommt schon ordentlich was zusammen.

Alleine schon die kleinen Knopfbatterien, die ich für meine Hörgeräte brauche. Alle 4 Tage zwei neue. Macht an die 180 Stück pro Jahr. Gut, dass man die zum Entsorgen geben kann und sie wieder aufbereitet werden.

Korken, Glas, Pappe geben wir zur Sammelstelle.

Gut, das ist ganz normales Recyceln, was sicher jeder macht.

Bei uns in Janbeck*s FAIRhaus geht das etwas weiter, um es mal harmlos zu sagen. Nachhaltigkeit ist für uns eine Herzensangelegenheit und fast schon ein Sport.

Irgendwie bin ich wohl „traumatisiert“ von der Generation meiner Großmutter. Da wurde ja alles wiederverwertet. Geschenkbänder wurden wieder gebügelt und nochmal benutzt. Oft auch das Papier. Alte Pullis wurden wieder aufgerebbelt und aus dem Rest etwas Neues gestrickt. Für einen Kinderpulli hat es immer gereicht. Ich seh mich noch abends beim Tatort die Wollknäule drehen.

Geschenkpapier verarbeite ich auch weiter, auch mal zu Konfetti oder für den Bastelkoffer meiner Enkel.

Mit Glasscherben vom Strand wird gebastelt.

Aus alten Kalenderblättern machen wir Umschläge für Briefe, Schachteln oder Heftchen.

Nochmal zurück in meine Kindheit: bei meiner Patentante durfte man ohne Vorwarnung die Kammertür nicht öffnen. Jede Küche hatte ja früher so eine fensterlose und oft komplett beleuchtungsfreie Kammer. Bei meiner Tante war die vollgestopft mit ausgewaschenen Margarinedosen, Eisdosen  etc.. Man könnte darin ja wieder etwas aufbewaren oder darin einfrieren. Man mußte schon aufpassen, dass einem das nicht alles entgegenkam wenn man die Tür öffnet. Das war damals so.

Es gab enorme Vorräte von Eingewecktem, Marmeladen und sonst etwas…oft hat man sich als junger Mensch darüber lustig gemacht, weil wir es eben anders gewohnt sind. Heute kauft man das, was man braucht eben im nächsten Supermarkt. Alles ist ständig verfügbar. Aber das war eben nicht immer so. Und die Qualität ist eben oft auch eine andere wenn man zum Beispiel an saisonales Gemüse denkt. Erdbeeren im Winter braucht kein Mensch. Gut, dass sich der Trend gerade wieder hin zum Konservieren, Fermentieren etc. bewegt. Gut auch für unsere Umwelt. Auch da machen wir mit und können so unsere Gäste im Café begeistern.

Aber was macht man mit Kerzenresten wenn man nicht selber daraus neue Kerzen machen will? Durch Zufall sind wir auf die Eckernförder Werkstätten gekommen. Die sammeln Kerzenreste und leere Toilettenpapierrollen (die Innenkörper) und machen daraus ein  neues Produkt namens K-Lumnet. Das ist ein Ofenanzünder. Hergestellt wird er folgendermaßen: die leere Toilettenpapierrolle wird in drei Teile geteilt, mit Holzresten gefüllt und alles in Wachs getaucht. Näheres kann man hier erfahren. Toilettenpapierrollen fallen bei uns im FAIRhaus eine ganze Menge an. Etwa 2000 Stück im Jahr. Das ist schon ein Berg. Die sammeln wir einfach in einem Müllsack und geben sie dann nach und nach in Eckernförde ab, wenn wir mal da sind.

Leere Toilettenpapierollen zum recyceln

Plastikdeckel von Milchtüten, Reinigungsmitteln etc. fallen bei uns im Betrieb ettliche an. Statt sie wie bisher immer über den grünen Punkt zu entsorgen sind wir auf ein Projekt gestoßen: für den Gegenwert vom Recycling werden Impfstoffe für Afrika gekauft. In der Hauptsache gegen Polio- Kinderlähmung. 500 Deckel werden für eine Impfung gebraucht. Sammelstellen gibt es viele. Wir haben einfach einen kleinen Behälter in der Küche vom FAIRcafé und schmeißen die Deckel da gleich rein.

500 Deckel für eine Polio Impfung in Afrika

Gute Kartonagen und Verpackungsmaterial nehmen wir wieder zum Verschicken und Seidenpaier zum Schutz für Zerbrechliches im Verkauf im Café…für manch einen nicht professionell genug, für uns aber sinnvoll.

Ja und die Eierpappen nehmen wir gerade jetzt im Frühling wieder zur Anzucht unserer Kräuter und Blumen für den Garten. Danach werden die Setzlinge dann in die gebrauchten Kunstofftöpfe umgetopft.

Gebrauchte Briefmarken hab ich schon als Kind gesammelt. Die wurden nach Bethel geschickt, wo sie aufbereitet werden. Mittlerweile haben wir eine eigene Sammelbox im Café stehen, wo jeder Briefmarken abgeben kann.

Die Kronkorken von den kleinen Seltersflaschen aus dem Café recycelt Maike von Strandnaht und upcyelt sie zu Magneten, die wir dann wieder im Kaffee verkaufen.

Magenten von Strandnaht
Upcycling mit Kronkorken

So, dann recyceln wir noch Bettücher und Handtücher aus der Pension zu Fußmatten und dergleichen. Das sind manchmal auch Berge. Ein Problem sind hier die Duschgele und Shampoos, die die Gäste verwenden. Da ist oft ein Stoff namens Polyquaternium 7 enthalten. Der arbeitet wie ein Zweikomponentenkleber wenn er mit Waschlauge zusammenkommt, verstopft das Gewebe und macht häßliche Flecken die man nicht wieder rausbekommt….Schade um die oft neuen Bio-Textilien.

Handtücher und Bettwäsche Gots zertifiziert
..hier bin ich also nur ungewollt ein Sammler-grins.

Was ich allerdings mit meinen Zeitschriften mache, weiß ich noch nicht. Es sind so viele und in unseren Ferienwohnungen stapeln die sich auch schon…

Wie wäre es mit einem Raum mit Regalen voller Zeitschriften einem bequemen Sessel als Rückzugsort? Einfach nur blättern, den Tag Tag sein lassen und Bilder anschauen…

Ach ja, wer alte ungenutzte Handies, kleine Elektrogeräte oder Druckerpatronen entsorgen möchte, die sammeln sich ja auch immer schnell an: es gibt einen besseren Weg als den über die Mülltonne! Der geht gar nicht. Einfach mal bei der Post schauen.

Tja und dann hilft da noch einfach weniger „Müll“ produzieren. Geht nicht immer, aber ich kaufe jetzt einfach mal weniger Zeitschriften…

…geht auch! Also weiter öko? Logisch!

Hat noch jemand ein paar gute Ideen zum Thema recyceln für uns?

 

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Was war? Was wird besser?

…oder was wird anders?

Hier mal ein kleiner Rückblick und eine Vorschau!

In 2016 hatten wir mit unserem Betrieb eine ganze Menge Glück:

Das war los:

  • Freunde in Sachsen, die für uns ein kleines Elektroautotreffen dort arrangiert hatten
  • wir haben jetzt eine komplett elektrische Flotte, mit einem Mitarbeiterauto und einem für Gäste, die mit der Bahn anreisen
  • dem FAIRWÄRTS Preis, den wir uns in Berlin abholen durften. Für unsere Ideen im nachhaltigen Tourismus haben wir den zweiten Preis bekommen (1. war ein Müllprojekt in Indien und dritter die Tourismusagentur Nördlicher Schwarzwald für ein Mobilitätskonzept)
  • den Bloggern, die uns ins Haus „gespült“ wurden: ob das Wiebe WakkerClaudia und Ralph KerpaRebecca Grunwald oder Eva Hoffleit und Phillipp Lawitschka waren. Alle haben tolle ganz unterschiedliche Berichte über uns verfasst, die neuen Besuchern einen Einblick geben
  • der Aktion rund um die wave.earth, bei der wir so viele tolle Karten von den Schülern gesammelt haben und erst nach Genf und letztendlich nach Marokko zur Weltklimakonferenz gebracht haben. Dort haben sie den Weltrekord geknackt und sind als größte Grußkarte in das Guinessbuch der Rekorde eingetragen.
  • die Zertifizierung zum klimaneutralen Hotel! Jetzt können wir jedem Gast eine klimaneutrale Übernachtung ermöglichen.
  • zwei sehr erfolgreichen von uns organisierten Treffen von E- Mobilisten bei uns auf dem Hof. Das hat Spaß gemacht die Menschen zusammen zu bringen
  • neue Rezepte, mit denen wir auf dem Frühstückstisch für Überraschungen sorgen
  • unser 10 jähriges Betriebsbestehen, das wir im Dezember feiern durften. Die Resonanz hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Das war nur ein Teil: nicht zu vergessen die tollen Gäste, die uns immer wieder neuen Input geben. Ohne ihre Mithilfe könnten wir unser ökologisches Konzept nicht durchführen.

Dankbar sind wir auch für das gute Team, dass gerade in diesem Jahr einige unerwartete nicht so tolle Überraschungen gut gemeistert hat. Danke nochmal dafür!

Die wesentlichsten Erkenntnisse in diesem Jahr waren:
  • dass wir besser auf UNSER Bauchgefühl hören, dann klappt es
  • Auch die Erkenntnis mit einigen Online-Portalen abzuschließen, die unserem speziellen Betrieb rein gar nichts gebracht haben
  • Und auch die Erkenntnis Stellung zu beziehen war eine gute Erfahrung.
Wir sind familiär, wir sind anders, das macht unseren Betrieb, Janbeck*s FAIRhaus, aus.

Schade war, dass unsere Angebote und Aktionen im Winter im Café selten wahr genommen wurden…, da waren wir sozusagen offline.

Was bringt uns jetzt das Neue Jahr?

Wir werden Vieles so lassen, Manches verbessern, wie zum Beispiel einige Wohnungen, aber wir werden auch etwas verändern:

  • einige Quartiere sollen nachhaltiger gestaltet werden
  • das Café wird im nächsten November und Dezember auf Tour gehen, raus zu den Menschen, statt zu warten, dass sie kommen
  • wir wollen unsere Produkte über einen Onlineshop bestellbar machen
  • der Betrieb wird Ende des Jahres auf den Bezug von Biogas umgestellt
  • wir wollen den Betrieb Plastik Frei aufstellen

Das sind schon eine Menge Aufgaben, denen wir uns stellen wollen. Ideen dazu haben wir schon, es gilt jetzt sie in die Tat umzusetzen.

Onlinetechnisch werden wir mal einen neuen Kanal aufmachen. Kleine Filme über unsere Wohnungen gibt es schon, das werde ich erweitern.

Es gibt viel zu tun, um unser Puzzle der Nachhaltigkeit weiter auszubauen.

Packen wir s an!

Alles Gute für 2017, Uta Janbeck

 

Was ist eigentlich der vielfältigste Beruf von allen?

…und zugleich einer der unbeliebsten und unbekanntesten…na? Drauf gekommen?

Ich würde ja mal behaupten die Hauswirtschaft!

Genau, ist was mit putzen und kochen. Und das muß man auch noch 3 Jahre lang lernen…wie öde! Genau, das ist das, was bei vielen Menschen im Kopf rumgeistert. Wozu das denn, anderen den Dreck weg machen…

Hauswirtschaft hat leider mit vielen Vorurteilen und viel Unwissen zu kämpfen. Dabei ist es ein besonders vielfältiger Beruf und umfasst ganz viele Berufsbilder:

Koch,Diätassistentin, Oecotrophologe, Bäcker, Konditor, Restaurantfachkraft, Rezeptionistin, Gästebetreuer, Tourismusfachkraft, Werbefachkraft, Zimmermädchen, Hausdame, Animateur, Kindergärtner, Pflegekraft, Psychologe, Reinigungskraft,Inneneinrichter, Dekorateur, Florist, Gärtner, Hausmeister…

…jedenfalls ist das in unserem Betrieb so.

Der Tag fängt an mit einem Plan was an dem Tag zu erledigen ist: Brötchen und Kuchen backen, Aufstriche herstellen, Frühstück herrichten,die Tische eindecken, Gäste betreuen, servieren, Ausflugstipps für den Tag geben, kleine Probleme lösen, Wäsche verarbeiten und natürlich auch putzen. Das ist so das Grundgerüst.

Dabei müssen wir dann natürlich beachten, welche Personen wir betreuen. Wer möchte was essen? Ist vielleicht jemand mit einer Krankheit am Tisch und braucht besondere Kost? Wie schaffen wir es, dass es alles appetitlich aussieht? Wie gestalten wir ein veganes Frühstück? Wie schaffen wir Abwechslung? Kommt eine Gruppe? Wie schaffen wir es Torten und leckere Kuchen im Café rauszugeben und dabei noch die Wohnungen für die nächsten Gäste herzurichten? Ist genug Wäsche vorbereitet? Wann können wir Fenster putzen? Wann können wir im Garten arbeiten? Wann haben wir genug Eigenstrom um die Elektroautos mit eigenem Strom zu laden etc.und natürlich: Wie und wann sind die Öffnungszeiten und Tischzeiten…

…und bei Allem ist dann noch zu berücksichtigen, dass genug (und die richtige) Ware da ist; dass die Produkte keine langen Wege hinter sich haben und möglichst aus Schleswig Holstein kommen; dass Zeit ist so viel wie möglich selber zu produzieren; dass für genug Leute auch genug Arbeit da ist; dass alle sinnvoll und adäquat eingesetzt werden; dass die richtige Techniken angewandt werden; dass Ausbildung und Schulung stattfindet; dass ergonomisch gearbeitet wird; dass ressourcenschonend gearbeitet wird; und natürlich dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Dann müssen natürlich auch die Geräte gepflegt werden; es muß eine Grundreinigung stattfinden, wo auch mal die Schränke von der Wand kommen und dahinter geputzt wird; die Böden müssen aufgefrischt werden, die Wohnungen neu gestaltet oder umdekoriert; Gardinen und andere Textilien müssen neu genäht oder repariert werden; es wird recycelt und upcycelt; die Spiele auf Vollzähligkeit nachgeprüft werden; Mobiliar muß nachgeschraubt werden; Rezepte müssen mal erneuert werden; Kalkulationen müssen überprüft werden; große Feste oder Events müssen geplant und organisiert werden; der Garten muß gepflegt werden; Obst etc. muß geerntet und verarbeitet werden; Arbeitsplätze müssen überdacht und gegebenenfalls umgestaltet werden; Werbung muß gemacht werden; Anzeigen und Plakate gestaltet werden; Betriebsziele müssen festgelegt und überprüft werden; neue Ideen müssen gesammelt und überprüft werden.

Wir besuchen Messen, Seminare und holen uns Input aus Zeitschriften und Büchern. Wir studieren die Tageszeitung, weil auch tägliche Meldungen Einfluß auf unser tägliches Handeln haben können, wie zum Beispiel jetzt die Vogelgrippe. Gibt es eine Grippewelle? Ist die Straße gesperrt? Gibt es auf der Autobahn Staus, dass  die Gäste dadurch bei der Anreise beeinträchtigt werden? Findet ein besonderer Event in der Nähe statt? Steigen die Preise oder Abgaben? Gibt es neue Steuern? Gibt es wieder neue Produkt- Skandale? Was wird gerade Trend? Was beschäftigt die Menschen?

…das alles und noch viel mehr ist Hauswirtschaft! Und da soll noch mal jemand sagen, dass das langweilig ist. Bei uns jedenfalls nicht.

Ich selber habe meine Ausbildung auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt. Einmal die Woche bin ich etwa 2,5 Jahre zur Schule gehen, gegründet auf jahrelanger Praxiserfahrung, und habe dann eine Prüfung vor der zuständigen Stelle – bei mir war es die Landwirtschaftskammer Schleswig Holstein – ablegt. Eine gute Möglichkeit eine Ausbildung nachzuholen. Ansonsten sind es 3 Jahre Ausbildungszeit.

Und so vielfältig wie die Ausbildung selbst sind die Ausbildungsbetriebe. Vom Privathaushalt, dem Biohof mit Hofladen, dem kleinen Pensionsbetrieb bis zur Restauration mit 130 Plätzen.

Danach kann man in Altenheimen, Hotels, Kindergärten, Unis, Kantinen,Küchen, Privathaushalten (so was gibt es auch noch), als Dorfhelferin, Wohnheimen, Jugendherbergen, großen Firmen, dem öffentlichen Dienst oder landwirtschaftlichen Betrieben etc. arbeiten. Oder man geht weiter zur Schule, macht seinen Betriebsleiter, oder Meister, ein Studium zum Oecotropholgen, Sozialpädagogen etc. Es gibt viele Möglichkeiten und die beruflichen Aussichten sind gut.

…also von wegen altbaksch.

50.000 Klimaversprechen sind unterwegs nach Marokko

…abgegeben von den Kindern aus der ganzen Welt. Zu zeigen, dass JEDER etwas tun kann um den Klimawandel aufzuhalten.

www.janbecks.de
Einfach mal nicht mit dem Auto unterwegs
Essen nicht wegwerfen
Essen nicht wegwerfen
www.janbecks.de
Wasser sparen
www.janbecks.de
Fossile Energien vermeiden

Eingesammelt wurden die Karten an den Schulen seit November 2015, transportiert möglichst umweltfreundlich mit Elektroautos,zu Fuß, dem Fahrrad, Linienbussen und der Wavetrophy.

www.janbecks.de
Klimaversprechen im elektrischen Transporter

Etwa 29.000 Karten haben wir von der WAVE dann auf dem Platz der UNO in Genf ausgelegt, haben Reden von wichtigen Menschen gehört und selber daran appelliert die Klimaerwärmung auf 1,5Grad zu beschränken.

www.janbecks.de
Klimaversprechen bei der UNO in Genf

Es wurden in Schulen weiter das Thema Klimawandel behandelt und Lösungen erarbeitet. Zur Zeit sind es 50.000 Versprechen von Schülern,die jetzt nach Marokko transportiert werden! Zum Auslegen brauchen sie eine Fläche von etwa 600 Quadratmetern! Am 12.11.2016 werden sie dann in Marrakesh präsentiert .

WOW!

Viele haben die Rede eines kleinen Mädchens 1992 bei der Klimakonferenz in Rio de Janeiro gesehen, die es dort vor den wichtigen Leuten gehalten hat. Severn Cullis-Suzuki heißt dieses Mädchen von damals. Nachhören kann man ihre Reden bei Youtube. Beeindruckend. Worte, die berühren und uns Erwachsenen einen Spiegel vorhalten. Und uns zeigen, dass wir die Jugend immer wieder als Anstoß brauchen um uns aus Belanglosigkeiten, ewigen Diskussionen oder Entschuldigungen warum etwas gerade nicht geht zu befreien.

Nutzen wir deren Kraft und Naiivität. Lassen wir uns anstecken. Holen wir uns Motivation.

Fangen wir an. Tun ist die Lösung.

Diese Kinder von heute, die bei der Wave.earth mitgemacht haben, haben mit ihrem Versprechen schon heute etwas in Bewegung gesetzt. Bei sich. In ihren Familien. In Genf.

…und hoffentlich auch dann in Marrakesh!

 

Nachhaltigkeit… Lohnt sich das?

….sooft werde ich das gefragt.

Lohnt sich das? Rechnet sich das?

Das kommt drauf an. Vor allem darauf wie man das definiert.

Wir machen das in Janbeck*s FAIRhaus jetzt genau 10 Jahre: Nachhaltigkeit im Betrieb praktizieren. Entstanden aus Kleinigkeiten und viel Überzeugung, dass man mit Ressourcen schonend und sparsam umgehen muß. Wasser und Energie sparen, Lebensmittel sinnvoll kaufen das kann jeder. Was wir so machen habe ich hier schon beschrieben.

Aber man spart eben nicht nur Wasser oder Strom. Man spart auch Geld.

Und man lernt seinen Betrieb kennen.

Seit längerem sind wir mit Janbeck*s FAIRhaus schon Viabono zertifiziert. Das ist ein Zertifikat für nachhaltigen Tourismus. Dafür haben wir schon alles Mögliche darlegen müssen: wieviele Übernachtungen wir verkaufen; wieviele Frühstücke wir rausgeben; die Größe der Flächen, die zu putzen sind; die Größe der Flächen, die im Garten zu bewässern sind; wo wir unsere Produkte her beziehen; welche Zertifikate sie haben; wieviel Strom wir verbrauchen; wo wir unseren Strom her beziehen; wieviel Wasser wir verbrauchen……da waren wir schon ganz gut.

viabono-zertifikat

Nun ging es dieses Jahr an eine Rezertifizierung…also wieder alles raussuchen!

Jetzt aber richtig!

Wenn schon, denn schon. Dann doch dieses Mal mit dem CO2 Fußabdruck. Mal sehen,was dabei rauskommt, haben wir uns gedacht. Dieser Co2 Fußabdruck ist der Wert, den wir mit unserem Betrieb pro Übernachtung verursachen. Je kleiner der Fußabdruck umso besser bzw. klimafreundlicher.

Also wieder alle Unterlagen vorkramen und noch mehr: diesmal auch die Mengen an gelaufener Waschmaschinen, Waschmittel, Putzmittel, Milchprodukte, Fleischwaren, Getränke etc.

Da wir so viel selber machen, sind das zwar erstmal Berge an Papier, die wir zusammenstellen, aber wir haben alles hier.

Hilfe Hauswirtschaft!

Wir haben eine sogenannte Inhousewäscherei. Sprich wir machen die ganze Wäscheverarbeitung für die 21 Hausgäste selber. Da kommen ettliche Berge an Wäsche zusammen und es ist jede Menge Arbeit. Was wir aber von Vorteil sehen ist, da wir wissen, was wir für Waschmittel benutzen,was für Dufstoffe etc. im Waschmittel sind, wie unsere Wäsche gewaschen wird und so weiter. So können wir auch in dem Bereich unsere Auszubildende der Hauswirtschaft schulen. Die wissen dann auch, wieviele Servietten in eine Waschmaschine passen, oder wie lange man braucht um ein Bettuch zu mangeln….alles was für die Planung von Arbeit relevant ist.

exelliste
Total simpel- unsere Exelliste

Zur Kontrolle haben wir  überall unsere Exellisten hängen um die Verbräuche zu erfassen, so auch im Hauswirtschaftsraum. Ist ja schnell gemacht so ein Strich wenn man eine Maschine anstellt. Egal ob für ein neues Paket Waschmittel oder die eben angestellte Waschmaschine.

Die Energie und Wasserverbräuche werden sowieso einmal im Monat von uns abgelesen und erfaßt. So bekommt man ein ganz gutes Gefühl für Schwankungen, Mehrverbräuche durch mehr Gäste, Gästeverhalten etc. Spannend waren zum Beispiel die Ausschläge zu sehen während der Fußballweltmeisterschaft. Da muß sich doch nachts jemand noch Kaffee gekocht haben – grins. Ganz schlimm sind unsere Treffen mit Elektroautos, die geben vielleicht einen Ausschlag- aber eben auch zum Positiven der Gemeinschaft. Und der zugekaufte Strom kommt ja von Naturstrom, das ist dann wirklich auch gekaufter grüner Strom. Im Ernst es ist gut für Planungen egal ob es um Feste, Events oder um die Gästeverteilung in der kalten Jahreszeit geht, so etwas im Vorfelde zu wissen. Dann kann man planen, steuern und die Kosten im Auge behalten.

Aber wieder zu unserer Zertifizierung für den Co2 Fußabdruck: Mit einbezogen in die Berechungen für den Betrieb werden hier auch die Anreisen der Mitarbeiter des Betriebes zur Arbeitsstelle. Nicht jeder kann zu Fuß, Fahrrad oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr zur Arbeit. Das ist hier auf dem Land schwierig bis unmöglich. Wir wußten, dass es uns diesmal sehr helfen würde, dass unsere Mitarbeiterin auch elektrisch zur Arbeit fährt. Wir hatten im Winter einen kleinen E-Wolf- Fiat Panda auf elektrisch- gekauft. Erst war sie etwas skeptisch. Aber jetzt fährt Johanna, unsere Hauswirtschafts-Perle, mit dem kleinen E-Wolf munter zur Arbeit, stöpselt ihn an und versorgt ihn dann mit Strom, wenn er im Überschuß bei uns erzeugt wird. Da sie auch unsere Auszubildende mit zur Arbeit bringt schlägt sich das in der Berechnung  auch nicht negativ nieder. Diese Mitarbeiter-Wege und auch die Lieferwege wurden für Viabono diesmal eben mit erfaßt.Gut, dass unsere Lieferanten überwiegend aus der Umgebung kommen, das hat hier auch geholfen gute Werte zu erreichen.

Irgendwann hatten wir endlich alles zusammen und die freundlichen Leute von Viabono und Cool haben es analysiert.

Herausgekommen ist das:
klimaeffizienz
Kliameffizienzklasse A

Nun kann man sicher über den ein oder anderen Punkt streiten, es gibt immer verschiedene Ansätze…aber letztendlich zählt das Ergebnis und der Weg zu mehr Nachhaltigkeit, oder?

Für uns sieht es jedenfalls sehr gut aus. Wir sind sogar besser als ganz viele andere gute Betriebe, das motiviert noch zusätzlich.

Und trotzdem gibt es ja auch immer noch kleine oder größere Baustellen, wo man sich bzw. das Ergebnis für den Betrieb verbessern kann.

So, und den Rest der Emissionen, die bei uns anfallen haben wir in Äthiopien „angelegt“. In einem Aufforstungsprogramm.

Warum da?

  1. weil es bei uns auf der eigenen Fläche nicht geht, weil wir keine Zertifikate verkaufen.
  2. weil ich seit langem beeindruckt bin von dem, was Karl Heiz Böhm – fast jeder kennt ihn aus den Sissi Filmen- mit seiner Aktion damals bei „Wetten- dass?“ ins Leben gerufen hat. Er hat erkannt, dass der Hunger in Afrika auch uns etwas angeht. Lange haben wir das Projekt Menschen für Menschen mit der Schule unserer Kinder begleitet. Wann immer möglich wurde bei den gesponserten Rundenläufen, dem Kaffeeverkauf etc. Geld dafür gesammelt…Hilfe zur Selbsthilfe ist dort in Äthiopien die Devise und so ist es auch bei dem Programm, was wir jetzt unterstützen.
  3. das Programm, was wir in Zukunft hier vor Ort unterstützen möchten ist noch nicht so weit, dass Zertifikate gehandelt werden können…und das wäre direkt vor der Haustür mit dem Ziel hier vor Ort CO2 im Boden zu binden.
klimaneutrales-hotel
Janbeck*s FAIRhaus ein Klimaneutrales Hotel

Wir möchten uns aber nicht mit diesen Zertifikaten „freikaufen“, wir sehen das eher als eine Investition in andere Projekte. Und natürlich machen wir ganz viel auch auf unserem eigenen, riesigen Gelände. Eine Reihe von Maßnahmen um kleine Biotope anzulegen gibt es bereits und jedes Jahr kommt etwas dazu. Ein Insektenhotel gibt es schon, wilde Hecken, einen Totholzhaufen, einen Knick, Flächen die nicht gemäht werden… Das Nächste wird die Anlage einer Streuobstwiese sein. Dann können wir noch mehr eigenes Obst im Garten ernten und dann verarbeiten. Zu Obstkuchen, Aufstrichen und was uns gerade so einfällt. Hauswirtschaft ist eben sehr kreativ. Ideen gibt es noch viele. Es bleibt also spannend.

Jetzt sind wir durch unsere Berechnungen und das Zertifikat  erstmal das erste klimaneutrale Hotel in Schleswig- Holstein, ist doch ein schöner Ansporn oder?

Und wer mal ein paar Impressionen von  nachhaltigem Urlaub bei uns sehen möchte schaut mal den Beitrag über uns vom NDR an. https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordtour/Nachhaltiger-Urlaub-in-Gelting,nordtour8780.html

Mal was einfach Leckeres mit Äpfeln…

…unser Apfelbaum bricht fast zusammen so toll trägt er. Herrlich knackige Äpfel. Fast zu schade, um sie zu verbacken., aber dafür nehme ich dann das Fallobst. Stellen und kleine Mitbewohner können ja weggeschnitten werden.

Jedes Mal wenn ich den Baum sehe, muß ich an die Landfrauen denken, die ihn mir geschenkt haben. 2009 zu meiner Meisterprüfung in der Hauswirtschaft, weil es 10 Jahre lang darin keine Meisterin mehr in unserem Kreis Schleswig-Flensburg gegeben hatte. Eine Überraschung mit leckerem, nachhaltigen Geschmack sozusagen.

Leckere Äpfel aus dem Garten
Leckere Äpfel aus dem Garten

Wie dem auch sei, jetzt will ich mal das versprochene Rezept für das Gekrümelte mit Äpfeln rausrücken. Eigentlich ist es ein Rezept vom Applecrumble was ich aus den Staaten mitgebracht habe. Ich nenne es Gekrümeltes mit… damit es jeder versteht und variiere es gerne auch mit anderen saisonalen Früchten.

Gekrümeltes mit Äpfeln geht so:

4 mittelgroße Äpfel  schälen und in grobe Stücke schneiden und in eine                                    oder mehrere feuerfeste Formen geben

110 gramm Butter zerlassen und mit

75 gramm Zucker und

120 gramm Mehl zu Krümeln kneten.

Alles über die Äpfel geben und bei 200C etwa 30 Minuten backen:

Zack fertig. Ist kinderleicht, läßt sich gut vorbereiten und auch wieder aufwärmen. Etwas warm schmeckt es am Besten.

Und so sieht das bei uns im FAIRcafé dann aus:

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Einfach lecker!

Dazu reichen kann man Nüsse, Sahne, Vanillesoße…

Das Rezept ist übrigens für 4 Portionen.

Ein kleiner Tipp: Ein bischen exerimentieren muß man mit den Äpfeln, die je nach Sorte mehr oder weniger zusammenkochen.

Viel Spaß beim Nachmachen wünscht Uta Janbeck!

Was passiert, wenn 40.000 Schüler ein Klimaversprechen abgeben?

…ich weiß es nicht. Vielleicht gar nichts. Vielleicht eine ganze Menge. Vielleicht gibt es ihnen Hoffnung in einer Welt voller negativ Meldungen.Wir Erwachsenen sind so mit uns, unserem Alltag und unseren Problemen beschäftigt, dass wir manchmal ganz vergessen, wie schön unsere Welt doch eigentlich ist. Es gilt sie zu bewahren damit unsere Kinder und Kindeskinder diesen schönen Ort genießen können, so wie wir.

Es hilft nichts, dafür müssen wir etwas tun. Wir alle und jeder bei sich.

Ein Schritt ist mal nachhaltiger zu leben. Aber was bedeutet Nachhaltigkeit eigentlich ? Ganz einfach ausgedrückt soll man nur so viel von der Erde nehmen, wie man selber braucht. Okay. Aber Nachhaltigkeit hat so viele Facetten; angefangen vom Wasser oder Strom sparen, Transportwege klein halten, die Natur sorgsam behandeln, altes Wissen weitergeben usw….

Auf der Suche nach Nachhaltigkeit

…ist Wiebe Wakker auf seinem Weg von Holland nach Australien auch bei uns gelandet.  Als nachhaltig wirtschaftender Betrieb haben wir ihn eingeladen um mit ihm darüber zu diskutieren. Auf seinem Blog beschreibt er die vielen Erlebnisse mit den Menschen, die er auf seinem Weg besucht hat. Wir sind auch dabei

Er wird sicherlich noch lange unterwegs sein auf seinem Weg und es wird ein faszinierendes Tagebuch seiner Reise entstehen.

Auf der Suche nach Lösungen für ein nachhaltigeres Leben

…und das Problem des Klimawandels in den Griff zu bekommen, hilft nichts anderes als selber etwas zu tun. Schwierig ist das bei uns Erwachsenen. Jeder kann etwas erzählen was nicht geht, wo es noch schlimmer ist, worauf man wartet…ja worauf eigentlich?

Machen wir mal was:

…mehr zu Fuß gehen, mit dem Rad einkaufen, mehr auf saisonale und regionale Waren achten, mal weniger kaufen…

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Klimaversprechen

Die Kinder machen es uns vor:

sie schreiben ein Versprechen auf, was sie gegen den Klimawandel tun wollen. Ein Klimaversprechen. Bei den Kindern gilt ein Versprechen  ja auch noch etwas. 20.000 Kinder haben schon ihr Versprechen auf eine Karte geschrieben.

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Einfach mal nicht mit dem Auto unterwegs

Und dann?

Ja, dann bringen wir die Karten von Kindern auf der ganzen Welt nach Genf zur UN und später nach Marokko zur Weltklimakonferenz. Zu den mächtigen und wichtigen Menschen dieser Welt…

und hoffen, dass die Botschaften der Kinder gehört werden und ein Signal sind endlich etwas gegen die Erderwärmung zu tun. Sei dabei