32 Jahre nach Tschernobyl: Atomkraft- Nein Danke!

Und schon wieder zwei Jahre her, ein „alter“ Artikel, aber diese Zeit um die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl bleibt vielen unvergessen und ist Motiv für ein Umdenken….

Mal ganz persönliche Gedanken geschrieben am 26.04.2016 :

…heute am 30. Jahrestag nach Tschernobyl kann man doch gar nicht anders als das, was wir zu Zeiten von Brockdorf verzweifelt gerufen haben, laut hinausschreien: Atomkraft – Nein Danke!

30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sitze ich hier, ganz weit weg von Tschernobyl und die Tage damals sind so präsent als wären sie gestern: es war Kindergeburtstag bei uns. Wir haben im Garten unseres Hauses in Ahrensburg ausgelassen gefeiert. Die Kinder haben in der Sandkiste getobt. Es war eine riesige Sandkiste. Von einem kleinen selbstgebauten Holzhäuschen konnten die Kinder in die Sandkiste rutschen. Ein schöner Kindergeburtstag, bei dem wir viel Quatsch gemacht haben. So wie das so ist, an einem Kindergeburtstag.

Lustig und unbeschwert.

Ein leichter Frühlingsregen ging abends oder war es am nächsten Tag über die kleine, norddeutsche Stadt in der wir damals lebten.

Keiner ahnte was ettliche Kilometer von uns passiert war.

Zwei Tage später kamen erst die Meldungen. Immer mehr wurde bekannt.

Es gab keine Handys, Facebook und dergleichen. Also brauchten die Nachrichten, die man wohl mühsam versuchte „unter dem Deckel zu halten“ auch um sich zu verbreiten.

Erst gab es erhöhte Meßwerte, die aus Skandinavien gemeldet wurden.

Dann Tote bei Wartungsarbeiten im Kernkraftwerk von Tschernobyl.

Dann: Es hatte am 26.04.1986 in Tschernobyl einen Unfall im Kernkraftwerk gegeben.

Das war vor zwei Tagen. Und jetzt?

Schrecklich diese Ungewissheit: was bedeutet das? Was durfte man hier noch essen? Was sollte man tun? Wie konnten wir unsere Kinder schützen? …und nicht zuletzt was war dort mit den Menschen? Wurde denen geholfen?

Frische Waren vom Markt sollte man nur gegart essen, ettliche Menschen vernichteten ihre eigenen Ernten, weil der Regen in der Zwischenzeit darüber gegangen war und man nicht wußte wie gefährlich das alles war.

Was hatte uns die Wolke gebracht?

Schrecklich diese Ungewissheit und dabei waren wir so weit weg vom eigentlichen Geschehen…

Kinder durften draußen nicht mehr spielen. Tiere nicht auf die Weiden. Sand in den Spielkisten wurde ausgetauscht, Konserven und Produkte aus der Zeit davor bevorzugt, Milchprodukte gemieden und Pilze sollten gar nicht gegessen werden …

Wo war die Wolke runtergegangen?

Wohin kann man in Urlaub fahren…

Manches war aus heutiger Sicht vielleicht nicht nötig. Mancher Rat vielleicht falsch. Manches klingt vielleicht hysterisch. Vor allem rückblickend. Und vor allem für die, die nicht dabei waren. Unsicherheit hatte sich breit gemacht. Wem sollte man glauben? Das passiert, wenn Fragen offen bleiben.

Fragen über Fragen. Fragen ohne Antwort. Fragen ohne Antwort, die einen zornig machen. Fragen ohne Antwort, die wohl bewußt nicht beantwortet wurden…

Wenn man wissen will wie eine Bevölkerung so richtig unwissend gehalten wird muß man nur mal die Menschen aus der ehemaligen DDR fragen. Das hat mich so richtig sprachlos gemacht. Das durfte ich von unseren Freunden aus Plauen erfahren. Wahnsinn, wie ein Staat seiner Bevölkerung vorgaukeln kann „es ist alles unter Kontrolle“.

…in Tschernobyl selbst sprach man bald von einer „Todeszone“

…und heute? Wir sind kein Stück weiter, haben immer noch diverse Atomkraftwerke am laufen und wissen nicht wohin mit dem Müll.

Jetzt haben wir den „Salat“ und müssen damit leben. Mit den undichten Fässern in den Salzstöcken oder sonst wo. Mit den Fässern im Meer, die man im Meer versenkt hat, nach dem Motto: aus den Augen aus dem Sinn? Fässer, die anfangen sich aufzulösen. Alte Kernkraftwerke, die nicht mehr sicher sind.Bei uns und in unserem europäischen Umfeld.

Wir, aber  vor allem noch viele nachfolgende Generationen, müssen dafür zahlen…den Profit haben andere gemacht.

Was mich am meisten schockiert ist, dass alles so schnell in Vergessenheit gerät.

Wann war nochmal Fukushima?

Fünf Jahre ist das her? Wie lange sind die Versprechen her, die aus der Bestürzung heraus ein Umdenken gefordert und angekündigt haben? War das echt, oder nur wieder Effekthascherei? Was ist wirklich passiert?

Fragen über Fragen.

Wie war das nochmal mit der Halbwertszeit?

Zeit für Antworten! Zeit zum Umdenken!

Ganz persönliche Grüße von Uta Janbeck

Fazit am 26.04.2018: es hat sich nichts geändert. Ich erinnere mich immernoch als wäre es gestern passiert. Gerade jetzt, wo meine Enkel in dem Alter meiner Kinder sind. Gruselig.

Eigentlich ist es in vielen Bereichen nur noch viel offensichtlicher geworden,dass wir Bürger nicht über alles informiert werden.

Atomfässer mit Löchern, Plastik im Trinkwasser…die Liste ist lang .

Wie war das mal noch?

„Wann werdet Ihr endlich begreifen, dass man Geld nicht essen kann?“

 

 

 

 

Fairwärts: Eine Reise zum Mee(h)r

Na klar, ich „verkaufe“ Urlaub hier in Janbeck*s FAIRhaus.

Ich hab eine kleine Pension an der Ostsee mit bequemen Betten…und sonst?

Ja, ein nachhaltiges Reiseziel sind wir. Aber was bedeutet das eigentlich?

Kann man das auch netter beschreiben? Schöner? Oder muß man das gar nicht erwähnen weil es eh jeder weiß? Sollte man das vielleicht besser gar nicht erwähnen?

Ich habe gerade einige Workshops zu dem Thema Nachhaltigkeit und Kommunikation besucht. Da sind wir aber eher mit Leuten umgeben, die das gleiche Thema bewegt. In einer „Blase “ sozusagen.

Erreichen oder bewegen können wir aber nur etwas, wenn wir „die Anderen“ treffen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit vielleicht noch gar nicht auseinandergesetzt haben, oder damit nichts anfangen können.

Nachhaltigkeit ist abgegriffen und sperrig

So heißt es immer wieder… wir versuchen die Welt zu ändern und „die Anderen“ wollen einfach nur Urlaub machen…

Wie kann das zusammengehen?

Wir wollen sie doch eigentlich anstecken. „Die Anderen“, … anstecken mit dem Bazillus der Nachhaltigkeit.

Wir wollen Verständnis schaffen für Gegebenheiten vor Ort, Zusammenhänge aufzeigen, zeigen was geht und das möglichst ohne jemanden zu verschrecken…

…irgendwie sollte das doch auch gehen. Wir leben hier, so sagt man in einem Glückswachstumsgebiet. Vielleicht ist das die richtige Basis. Eine wunderschöne Umgebung. Garten Gottes, wie die Menschen in Angeln sagen. Ein kleines Paradies. Aber eben mit zwei Seiten…

Eine schwierige Aufgabe wie es scheint! Oder doch nicht?

Ich habe mir mal wieder etwas ausgedacht:

Stellt Euch das Meer an einem sonnigen Tag vor. Es glitzert und Ihr könnt mit jeder Welle Eure Gedanken bewegen oder auch wegschicken…

Eine nachhaltige Reise
Die Reise zum Mee(h)r

Hört sich fast an, wie in einer Meditation, aber es hat auch etwas davon.

Eine räumliche Veränderung schafft andere Blickwinkel, das ist klar

Vielleicht hat das Meer deswegen auch so eine große Anziehungskraft auf Viele.

Und hier kommt sie:

Eine Reise zum Mee(h)r, wie sie ständig bei uns stattfindet…

Was einmal als Gesundheitsreise nach Kneipp auf dem nördlichsten Kneipp-Gesundheitshof in Deutschland begann, ist jetzt eine Reise zum Mee(h)r und zu sich!

Lagom sagen die Schweden

Von allem ausreichend. Genug. Zufrieden sein. Genießen aber mit Augenmaß.

Das ist es was wir mit unserer Reise weitergeben möchten. Angefangen mit einem guten Bett, einem regionalen Frühstück mit ganz kurzen Wegen und ‚merkwürdigen‘ Aufstrichen. Mit wenig Aufschnitt aus artgerechter Tierhaltung und so wenig Milchprodukten wie es geht wegen dem CO2 Ausstoß (SDG12). Mit traditionellen aber einfachen Rezepten begeistern wir unsere Gäste . Ganz einfach.

Fertig mit Frühstück
Fertig mit Frühstück
Gut gestärkt

…geht es dann zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Beispiel auf die Geltinger Birk. Einem nahegelegenen Naturschutzgebiet, dass in Teilen unter dem Meersspiegel liegt. Eine gute Gelegenheit über den Anstieg der Meere zu sprechen. Gerne animiere ich unsere Gäste eine gebrauchte Tasche zum Sammeln von Müll am Strand mitzunehmen. Viele verstehen es gut, dass wir die hier lebenden Schweinswale und andere Tiere schützen müssen. Eine Führung oder die Ausstellung an der Integrierten Station helfen Interessierten ihr neues Wissen zu vertiefen.

An der Geltinger Birk

Einmal die Woche nehmen wir unsere Hausgäste auf eine ökologische Führung durch unseren Betrieb: wir erklären wie das gebrauchte Wasser aus dem Betrieb durch Pflanzen aufbereitet wird, wie die Rotteanlage funktioniert, wieso wir bestimmte Stoffe nicht in unseren Putz-und Kosmetikartikeln haben wollen (z.B.Polyquarternium 7) oder womit wir den Strom erzeugen.

Sonnenenergie gut genutzt
Zum Erlebniseinkaufen

schicken wir Gäste gerne mit dem Rad zum Wochenmarkt nach Kappeln oder zum Ziegenkäse kaufen zu einem befreundeten Feinheimisch Produzenten. Springt  der Radler dann erschöpft vom Fahrrad, steht das Armbad zum Abkühlen schon bereit. So bekommen manche ihre erste Erfahrung mit Kneipp und eine herrliche Erfrischung.

Ob Armbad oder Wassertreten…herrlich erfrischend
Natürlich muß man Haitabu, das Wikingermuseum erkunden

wenn man an der Schlei Urlaub macht. Am Besten zu einem der Handwerkertage. Genauso empfehlenswert ist Schloß Gottorf mit seinen Moorleichen. Wer Lust hat darf um dorthin zu kommen das Gäste- Elektroauto nehmen. Stärken können sich die Gäste gut in einem der Feinheimischen Lokale wie dem Odins. Heimische Speisen, in Bioqualität mit viel Handarbeit gefertigt. Unterwegs gibt es eine Reihe kleiner Manufakturen mit traditionellem Handwerk zu entdecken.

Einfach lecker…und weg!
Aufgebaut wird die Reise je nach Belieben und nach Wetterlage, wie es Euch gefällt

Manchmal lohnt es sich einfach rüber auf die Hamburger Hallig zu fahren, weil das Wetter dort besser ist. Halligleben ist ganz besonders. Nordsee und Watt auch. Dort ist Natur noch deutlicher spürbar.

Wir erleben sehr neugierige Gäste, die zu uns kommen. Die wollen wissen, warum die Windkraftanlage gegenüber mal wieder still steht, was Wegwerfstrom ist, was das mit den Knicks auf sich hat, womit die Menschen ihr Geld verdienen, warum es hier so viele Dreiseithöfe gibt, warum die Landschaft Angeln heißt.

Landschaft Angeln

Wir versuchen unseren Gästen Schleswig Holstein und unsere Region schmackhaft zu machen, zu lenken und ihnen Zeit zu geben, das ein oder andere zu ‚verdauen‘. Mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Im Fordergrund steht der Urlaub des Gastes, ob kurz oder lang. Er bekommt Wissen wenn er möchte und im Besten Fall wird es für ihn eine Reise zu sich , Lebensweise und Standards zu hinterfragen und vielleicht zu verändern.

Viele Wege führen zum Meer

Eine Reise zum Mee(h)r ist es auf jeden Fall.

Na, wer wagt es und möchte bei uns Urlaub machen?

Wir verschenken Glück

Übrigens nehmen wir mit dieser Reise zum Mee(h)r beim Publikumsvoting von Fairwärts teil. Vielleicht schaut Ihr mal, was es da für schöne, andere Reisen gibt.

Und natürlich freuen wir uns, wenn Ihr für uns abstimmt.

Viele Grüße

aus dem “ Glückswachstumsgebiet Schleswig Holstein“ ,

Uta

Nein zu Booking! Weil es Alternativen gibt!

Neulichst hatte ich mal in einer großen Gruppe bei Facebook gefragt, wo denn Urlaub gebucht wird.

Man kann über Facebook sagen was man will, aber solche Umfragen schnell mit der richtigen Zielgruppe zu realisieren geht hier echt super.

Für mich war es sehr spannend zu sehen, was dort noch so genannt wird. Kennt man die Portale, wo ich selber mit Janbeck*s FAIRhaus vertreten bin? Oder laufen alle nur zu den Großen, weil sie so präsent sind? Widersetzen sich auch andere Kunden dieser Marktmacht?

Natürlich waren da in erster Linie alle bekannten Portale. Ich nenne sie hier bewußt nicht um ihnen nicht noch mehr Raum zu geben!

Und hey!

Hier ist die gute Nachricht für alle!

Für Alle, die es lieber etwas Alternativer haben möchten. Für Alle, die originelle Unterkünfte suchen. Oder für die, die einfach nicht bei den Großen buchen möchten.

Hier kommen die vielleicht noch Unbekannten:

Zuerst ist da Viabono.

Um bei Viabono mitmachen zu können braucht die Unterkunft aber einen besonders ökologischen Betriebsstil. Viabono ist schon länger auf dem Markt, hat aber gerade die Homepage neu gestaltet.

Es ist eine Homepage, wo die Quartiere zwar dargestellt werden, der Buchungsprozeß aber direkt über die Unterkunft erfolgt. Ich als Quartiersbesitzer bezahle einen Beitrag und habe mich „durchleuchten“ lassen. Auf Verbräuche, Angebot, Gästezahlen etc. Das Ganze mündet dann in ein Zertifikat und bei uns letztendlich in die Klimaneutralität. Das haben wir über CO2OL ausrechnen lassen. Wir wollten mal wissen ob wir nur denken, dass wir gut sind, oder ob es sich nachmessen lässt.

Wir sind gut mit dem Konzept von Janbeck*s FAIRhaus.

Wir machen selber eine Reihe Maßnahmen zum Klimaschutz auf unserem Gelände. Den errechneten CO2 Ausstoß lassen wir aber extra noch in einem Wiederaufforstungs Projekt in Äthiopien kompensieren. Deswegen sind wir auch ein klimaneutrales Hotel.

Dann gibt es bookitgreen

Bookitgreen war früher unter dem Namen BioundNaturUrlaub am Markt. Jetzt ist alles moderner, frischer und für mich als Betreiber mit einem guten Service. Jeder Anbieter ist über einen Fragebogen nach seinen nachhaltigen Kriterien eingestuft. Bookitgreen pflanzt für jede Übernachtung noch einen Baum…Hier läuft die Anfrage direkt über bookitgreen , an die ich dann eine Provison zahle.

…mache ich übrigens gerne, da die sich echt Mühe geben.

Genau wie GOODTRAVEL

Hier läuft es genauso. Judith und Franziska haben ein tolles Portal mit GOODTRAVEL  aufgebaut, das noch recht neu am Markt ist. Sie sind mit ganz viel Herzblut dabei und haben eine Reihe toller Quartiere auch im Ausland vereint. Wenn man die Bilder sieht, möchte man am Liebsten gleich losfahren.

Hier kann man sein Nachhaltigkeitskriterien auswählen, die einem im Urlaub wichtig sind: Architektur, Food, Soziales, Umwelt oder Wohlfühlen.

GOODTRAVEL gehört übrigens zu soetwas wie einer großen Familie, die GOODJOBS und GOODEVENTS mit einschließt.

…oder VeganWelcome

Hier bin ich auch schon zwei Jahre und habe gute Resonanzen und nette Kontakte. Logischer Weise muß man bei VeganWelcome etwas Vegetarisches oder Veganes anbieten. Ein veganes Frühstück zu zaubern und dann noch handgemacht und regional, ohne Soja, das ist für uns kein Problem.

Dann gibt es noch myecostay da sind wir noch ganz neu dabei. Auch ein Provisonsportal für den Anbieter. Hier gibt es ganz außergewöhnliche Unterkünfte. Von der Jurte bis zum Baumhaus…und natürlich so „Normale“ wie wir. Alles muß nachhaltig oder bio sein und wird über Atmosfair geprüft. Abfallmengen, Verbräuche etc.. So etwas ist für uns immer ein ganz schöner Aufwand. Man hat die Zahlen ja, aber ja nicht immer zum Datum passend. Myecostay ist selbst auch Mitglied bei Tourcert dem nachhaltigen Zertifizierungslabel.

Ganz neu gibt es die Seite vom OstseeFjordSchlei, hier mehr oder weniger direkt vor der Haustür. Die Touristiker sind gerade die erste nachhaltige Region in Schleswig Holstein geworden. Toll! Dafür haben sie einiges getan und sind jetzt mit 30 nachhaltigen Betrieben und Dienstleistern am Start.  Wir freuen uns dabeizusein und sind Bewusstda!

Gespannt bin ich auf die GreenGorillas, die demnächst auf den Markt kommen.

Jetzt hätte ich doch bald mein erstes und wichtigstes Portal vergessen. Am längsten bin ich bei Verträglich Reisen, wie es früher hieß. Dafür ist der Zugang das Zertifikat „Blaue Schwalbe“. Jetzt heißt das Portal Anderswo . Ein schöner  Name, finde ich. Was hatte ich bloß immer für Diskussionen, weil dieses Portal nicht günstig ist. Aber schnell war klar: in den ersten Jahren, als nachhaltiges reisen noch nicht so populär war, das etwa 80% meiner Gäste über dieses Portal kamen. Das hat sich etwas verschoben, da diese Form des Tourismus en vogue ist und das Portal an sich etwas verändert wurde.

Fazit: Es gibt sie, die Alternativen

Es geht gut ohne AirBnB,booking.com und wie sie alle heißen. Ich versuche lieber „kleinere“ Anbieter zu unterstützen auch weil ich  gerne die Menschen dahinter kennen möchte.

Wer macht mit?

Dann, ran ans Buchen!

Hier findet man alternativen Urlaub!

Viel Spaß dabei wünscht

Uta Janbeck

Wasser, Energie,Lebensmittel…Ressourcen zu schonen ist ein großes Thema bei uns

 

P.S.: Falls ich ein nachhaltiges Portal vergessen habe, meldet Euch gerne !

 

 

Go Sustainable! Eine Ideensuche

Willkommen auf der Formland

Nachhaltigkeit gehört für mich dazu, ist Lebenselixier, nicht wegzudenken und kein Modewort .

Auf der Suche nach neuen Ideen gehe ich gerne mal auf eine Messe

Schauen, was es Neues gibt, wo der Trend hingeht, was Kunden möchten oder Gäste suchen, welche Farbwelten es neuerdings gibt….und natürlich was denn eigentlich der Trend zur Nachhaltigkeit macht.

Im letzten Herbst war ich ja erst auf der Autarkie, die aber, wie der Name schon sagt noch einen anderen Hintergrund hat. Hier geht es um ein möglichts autarkes Leben.

Los geht es im neuen Jahr im Januar mit der Nordstil. Früher hieß das mal Hamburger Einkaufstage.

Tja, für mich war das eine Enttäuschung: früher gab es toll aufgemachte Stände, die sehr inspirierend waren…heute ist es eher einfach eine Verkaufsmesse mit wenigen schönen Ständen. Die großen lasse ich also „links liegen“ und gehe gleich in die Hallen mit den Newcomern. Kleine Manufakturen dürfen hier erstmal klein anfangen. Das ist manchmal sehr spannend zu sehen, wenn man das über die Jahre verfolgt wie sich da einige toll etablieren.

Schöne Karten habe ich wieder geordert für das Café und einen Vortrag zum Thema Craddle to craddle angehört. Bei Craddle to craddle geht es darum Produkte über ihren ganzen Lebenszyklus anzuschauen. Wie werden sie produziert und was passiert am Ende damit.

Es war etwas skuril. Auf einer Messe, die sich darum sorgt, dass alle möglichst konsumieren zu hören, dass wir das lieber lassen sollten.

Na ja, zumindest sollte man sich diesbezüglich Gedanken machen. Aber es waren sehr wenige Stände da, die überhaupt in Richtung Ökologisch oder nachhaltig gingen.

Anders in Dänemark.

Ganz neugierig war ich mit auf eine  Bloggerreise auf die Formland nach Herning gefahren. Die findet meist im Februar nach der Nordstil statt.

Ich durfte früher mit Maike von Strandnaht dort für ihren damaligen Blumenladen einkaufen.

Maike von Strandnaht
Schon damals konnte man sehen: die Dänen sind weiter!

Was dort schon zu sehen war, kam erst zwei Jahre später nach Hamburg und dann noch ein Jahr später zu uns aufs Dorf. Na jedenfalls war es damals so.

Tatsächlich waren es sehr viele Stände, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzten.

Henkelmänner und Brotdosen bei YUMMII YUMMII

An jeder Ecke gab es „made in Danmark“ und danishdesign. Und sogar sustainable trauten sie sich an die Stände zu schrieben. Toll.

Only Nordic
Laternen und Upgecyceltes bei a2

Ich war schwer begeistert. Auch von der ganzen Reise an sich. Die Organsisatorin hatte wunderbare Stände zusammengestellt.

Blau-Rot-Grün mal anders

Von Wasserflaschen bis zu tollen LakritzPralinen. Von Sparkling Tea bis zu hübscher Küchenwäsche und Accesoires.

Lakritzpralinen bei Johan von Bülow
Sparkling Tea
Wir wurden super versorgt und umsorgt
Nordisk Natur
Smorrebrod zur Stärkung

…und ich habe super schöne Ideen zur Gestaltung für die Pension bekommen. Jetzt muß ich mich nur noch trauen die Farbe an die Wände zu bekommen….aber das ist wohl nächste Woche soweit!

Trendfarbe Blau

Die Tour nach Dänemark hat sich für mich auf jeden Fall echt gelohnt.

Vielen Dank an Amalie von Amalielovesdenmark.com 

Pottery bei Mr.Green

ÜBRIGENS ERHÄLT DER BEITRAG WERBUNG!

Mal wieder aus Überzeugung.

Viele Grüße, Uta

 

…unterwegs in Sachen Nachhaltigkeit

Irgendwie hat es sich rumgesprochen, dass wir mit Janbeck*s FAIRhaus eine ganz andere Art der Unternehmungsführung haben.

Nicht  so auf Profit ausgerichtet, vielleicht etwas alternativ auf jeden Fall aber ressourcenschonend.

Da sich viele Regionen, Touristiker und wer auch immer auf den Weg der Nachhaltigkeit machen, werden wir dann auch schon mal eingeladen davon zu erzählen.

Es ist ja eigentlich ziemlich simpel was wir machen, eigentlich nicht der Rede wert in unseren Augen.

Was wir machen kann jeder. Man muß sich nur mal bewußt machen, was und wie man konsumiert. Darüber habe ich hier ja schon einiges geschrieben.

Das zeigen wir auch in Betriebsführungen bei uns auf dem Hof oder bei kleinen Tagungen, die bei uns statt finden.

Diesmal waren wir in Zinnowitz bei den Touristikern eingeladen und durften mal erzählen. Fleißig genetzwerkt haben wir nebenbei auch.

Kleiner Vortrag über unser Projekt

Für uns selber ist es auch immer wieder gut einen Blick auf neue oder auch auf unsere eigenen Projekte zu bekommen.

In Zinnowitz waren wir noch nie
Bäderarchitektur

Ein hübscher Badeort mit schöner Architektur und einer gaaanz langen Promenade. Ideal für alle, die mit Rädern unterwegs sind.

Eine Seebrücke mit einer Gondel mit der man unter Wasser fahren kann war auch da. Leider konnte ich sie in anbetracht des vollen Programms nicht ausprobieren.

Bevor es dann weiter nach Ueckermünde ging haben wir uns dann noch das Seebad Heringsdorf angeschaut. Der Strand ist schön breit, zu dieser Zeit auch ziemlich leer, nur irgendwer war am Arbeiten.

Nächste Station also dann das Haffhus in Ueckermünde. Ein beeindruckendes Projekt, aber dazu irgendwann mal mehr. Auf jeden Fall ist es sehr schön gelegen mit eigenem Strand, jeder Menge Komfort und netten Menschen.

Haffhus in Ueckermünde
Einblick in den „Garten“ des Haffhuses
RENN Tage

Der Begriff hat nichts mit einem Pferderennen, oder so zu tun!

RENN  bedeutet Regionale Netzstellen für Nachhaltigkeit. Davon sind gerade in Deutschland 4 Stellen entstanden , die in die Bereiche Nord, Mitte, West und Süd eingeteilt sind. Sinn ist es die 17 Ziele in Projekten und der Gesellschaft zu verankern. Nachhaltige Projekte zu vernetzen und sichtbar zu machen.

Also waren wir zur Konferenz in Berlin eingeladen um uns in die Diskussion mit einzubringen, Vorträge zu hören und in Workshops mitzuwirken. Alles zum Thema Nachhaltigkeit …

Vorher waren wir aber noch auf einem Netzwerktreffen in unserer eigenen Region.

Das Tourismuscluster der WTSH hatte eingeladen zu einem Stammtisch. Auch zum Thema Nachhaltigkeit. Erst gab es ein paar Vorträge, Gespräche, lecker zu Essen – feinheimisches Burgerbuffet- und eine kleine Führung durch die Wikingerschänke in Busdorf.

Netzwerken mit Torsten Mercker von Bluecontect
Einfach Lecker! Einfach weg!

Anschließend gings für uns nach Berlin. Elektrisch natürlich. Alles kein Problem und das Auto konnten wir auch ganz bequem in der Garage des Hotels unterbringen. Alles einfacher als gedacht. Als „Landei“ hat man da ja so seine Befürchtungen.

Berlin, turbulent, anders.

Die Kalkscheune war fußläufig gut zu erreichen. Eine sehr coole Location und ein klasse Service und eine noch bessere Verpflegung erwarteten und in den nächsten Tagen.

Berliner Bär an der Kalkscheune
Coole Location, die Kalkscheune
Wasser zum genießen
Lecker Salat

Mehr Bilder der Konferenz in Berlin gibt es hier .

Fazit:

Neben all den Eindrücken von einer parallelen Welt in den Städten, der auch unterwegs erlebten mangelhaften digitalen Versorgung auf dem Land und den vielen Ideen, die ich mit nach Hause genommen habe:

Irgendwie scheint Jeder gerade nachhaltig zu sein, egal was er macht. Ob Politiker, Großkonzern, egal. Hauptsache das Wort wird benutzt. Dadurch wirkt es schon ziemlich abgedroschen.

…und genau das ist das Problem für alle, die nachhaltige Produkte oder Projekte vermitteln wollen. Das war auch eine Erkenntnis, dass es allen Teilnehmern so geht.

Die allgemeine Empfehlung bei allen Treffen, Seminaren etc. lautet:

Benutzt das Wort selber möglichst gar nicht !

Tue Gutes und rede darüber, aber verwende nicht „nachhaltig“!

Auch interessant! Heißt also: alle Texte durcharbeiten. Gute Ideen und Hilfe bei der Wortfindung gab es viele. Wer mich kennt, weiß, dass ich immer ein Notizbuch dabei habe. Zeit und Ruhe zum arbeiten habe ich jetzt im Winter genug… und vielleicht mache ich das auch wieder in einem der Schreibworkshops, die Alexandra Brosowski im Januar bei uns macht.

On verra!

Aber auf jeden Fall: GoGreen!

Danke allen für die Inspirationen, die Gespräche und dass wir dabei sein durften.

Viele Grüße vom Land, Uta J.

 

Auf dem Weg zu noch mehr Autarkie

Autarkie heißt sich unabhängig machen. Das ist auch unser Ziel mit dem Betrieb. Hier Kreisläufe zu schaffen, die ein eigenes stabiles System sind.

Der Wasserkreisauf bei uns ist nur ein Beispiel: das Leitungswasser was wir beziehen wird in der Küche oder zum Duschen verwandt, dann über unser Klärsystem in den Schilfbeeten aufbereitet und kommt dann in die Toilettenspülung und ganz am Ende erst in die Blumenbeete oder in den Vorfluter. Das spart eine Menge kostbares Trinkwasser.

Im Bereich der Energie treiben uns auch andere Gründe an: wieso soll eigentlich ein großer Konzern an unseren mühseelig getätigten Investitionen partizipieren? Zumal wir sowieso ständig hinter den Einspeisevergütungen herrennen müssen.

Da hilft doch nur sich soweit es geht abzukoppeln.

Strom erzeugen wir selber über unsere PV Anlage oder die Blockheizkraftwerke, speichern ihn in einer Batterie und unseren Elektroautos. Neuerdings wandeln wir den  Strom über einen Heizstab auch in Wärme um.

Wir sind aber immer weiter auf der Suche noch neuen Ideen um Kreisläufe zu schaffen, nach sinnvollen Projekten im Sinne von Craddle to Craddle oder weg von Plastik. Nachhaltigkeit ist der eine Schritt, Kreisläufe schaffen der nächste und autark zu sein, der Wunschtraum, die Vision oder was auch immer.

So hatten wir auf Grund unseres Nachhaltigkeitspreises eine Einladung nach Berlin zur ersten Green World Tour- einer Messe für Autarkie- bekommen.

 

GREEN WORLD on Tour- die Messe rund um Ideen für Autarkie

Die Teilnehmer fanden wir schon mal spannend.

Unsere Partner von GOOD TRAVEL waren da und ich konnte mit Franziska einen kleinen Schnack halten. Franziska hat mit ihrem Team eine schöne Plattform für Menschen geschaffen, die sich einen anderen, nachhaltigen Urlaub wünschen. Anders im Sinne von sozialen oder nachhaltigen Standards.

 

GOOD IMPACT FAMILY

 

Franziska von GOOD TRAVEL

Natürlich gab es auch Elektroautos zu sehen. Eines der wenigen elektrischen Taxis war da. Wenig, weil es mal wieder irgendwelche Vorschriften gibt, die schwierig in der Umsetzung sind. Verhinderungstaktik, oder?

 

Tesla Taxi Berlin

Leider waren unsere Freunde von Kumpan nicht mit dem elektrischen Tretroller da. Den hätte ich jetzt gerne mal ausprobiert. Na, ja irgendwann kommt noch die Möglichkeit.

 

Marktgeschehen draußen- lecker essen und ausprobieren

Lecker zu essen gab es überall in allen möglichen Varianten…immer bio und zu ganz günstigen Preisen….wie der Eintritt der Messe an sich .

Vorträge gab es auch reichlich: zu Produkten, Projekten und immer mit viel Platz zur Diskussion und Fragestellung.

 

Stellenbörse – GOOD JOBS
Halme mal nicht aus Stroh

 

Alles in Allem eine sehr gelungene, wenn auch kleine Messe, die vielleicht nicht für jeden etwas ist. Uns aber wieder zu neuen Produkten und neuen Ideen verholfen hat.

Die GREEN WORLD on Tour tourt übrigens durch Deutschland. Termine gibt es hier.

Übrigens waren wir mit dem Tesla angereist und hatten gleich mehrere Termine auf unserem Weg miteinander verknüpft. Auch die Anreise sollte für uns so nachhaltig wie möglich sein.

Ganz nach Hause reichte es zwar nicht, aber bis zu unserem Lieblingsstop im Norden auf jeden Fall. Lecker Teilchen essen, Kaffee trinken und…

Reichweitenangst- ach was!
Lecker Teilchen aus der Braaker Mühle

 

Dieser Beitrag enthält übrigens aus Überzeugung ein bischen Werbung!

…und jetzt sammel ich Preise!

Eigentlich geht es nicht um die Preise an sich…dabeisein ist alles. Es geht um den Wettbewerb und den schaue ich mir ganz genau an, bevor ich mitmache. Ich möchte nicht erst Geld auf den Tisch legen um dabei sein zu dürfen. Ich möchte auch nicht mit großen Firmen konkurieren mit bis zu 500 Mitarbeitern. Oder mit Konzernen, wo ich als „kleines Licht“ mit meinem Betrieb nur so eine nette Randerscheiniung bin. Und daneben habe ich noch ein komisches Gefühl bei deren Motivation … Wer sponsert, oder wer sitzt in der Jury? Nein, ich schaue lieber ganz genau hin bevor ich mitmache.

Ein weiterer Aspekt ist auch das neue Netzwerk von ähnlich tickenden Menschen, die sich um so einen Preis versammeln.

So hatte ich schon beim FAIRWÄRTS Preis im letzten Jahr mitgemacht. Dort gibt es übrigens kein Preisgeld, sondern Gutscheine um sich zum Beispiel an der Tourcert Akademie ausbilden zu lassen.

Da die Unterlagen ja schon alle ausgearbeitet waren habe ich in diesem Jahr am Nachhaltigkeitspreis von Schleswig Holstein teilgenommen.

Aufgerufen waren alle Betriebe, Vereine, Schulen etc. aus Schleswig Holstein ihre nachhaltige Idee einzureichen.

Ob allgemein und allumfassend nachhaltig oder speziell zum Thema Bildung für neue Energien, Nachhaltigkeit in der Lieferkette oder den rechten Preis finden – faire Preise für Verbraucher.

…war ja schon alles ausgearbeitet. Na, ja fast. Es war nicht so einfach alles, was wir machen in die richtigen Zusammenhänge und dann in die vorgesehenen angegebenen Zeichen zu bringen.

Geschafft, abgeschickt, gewartet.

Pflicht war auch die Teilnahme an einem der angebotenen Workshops. „Wir schreiben das Neue vom Himmel“ hatte ich mir ausgesucht. Pressemitteilungen ansprechend schreiben. Jetzt will ich mal sehen, ob ich das richtig umgesetzt bekomme.

…dann endlich es kam ein Schreiben: Sie dürfen mit einer Auszeichnung rechnen! Uih!

Dann noch ein Anruf: wen bringen Sie denn mit? Nur Ihren Mann? Okay, dann noch das Team!

06.04.2017: Also auf nach Neumünster, wo die Feierstunde stattfinden sollte. Natürlich elektrisch und voll entspannt. Bis dahin.

Laden in Osterrönfeld
…voll entspannt und elektrisch zur Verleihung des Nachhaltigkeitspreises SH

Freunde und Kollegen begrüßen, Platz nehmen – am Besten in den vorderen Reihen, war die Ansage -. Gut.

Nette Musik von der Mittelholsteinischen Band, Interview mit den Vorigen Preisträgern…dann Vorstellung aller Bewerber.Tolle Projekte waren dabei.

Dann die Preise:

Zwei lobende Erwähnungen, zwei dritte Preise….wir immer noch nicht.

Jetzt aber!

Nein! Wieder nicht!

Der erste Preis geht an Janbeck*s FAIRhaus!!!!

WOW!

Ich war so angespannt, dass ich aufsprang wie ein Flitzebogen. Wahnsinn! So eine Ehre! Und dazu noch ein stattliches Preisgeld.

Janbecks FAIRhaus ist Gewinner beim Nachhaltigkeitspreis Schleswig Hosltein

Nun hatten wir Glück, das gerade die UN die Dekade des nachhaltigen Tourismus ausgelobt hatte…

Trotzdem: WIR FREUEN UNS SEHR!

Bild vom MELUR
Team Janbecks FAIRhaus

Und wofür jetzt eigentlich? Nur für eine Solaranlage auf dem Dach? Nein, das wäre auch uns viel zu wenig.Für eigene Energieerzeugung, eigene Wasseraufbereitung, noch mehr Technik, Kreisläufe von den Lebensmitteln bis zu den Mitarbeitern, vom Recycling bis zum Upcycling von alten Hoteltextilien,vom ständigen Vermitteln von Nachhaltigkeit ob bei den Gästen, Schülern, vom Netzwerken und vielem mehr. Es ist komplex, ziemlich schwer zu fassen und doch in kleinen Bausteinen von Jedermann zu kopieren. Nachlesen kann man das alles hier auf dem Blog.

Danke der Jury, allen Beteiligten, unserem Team, Freunden und Verwandten,unseren Gästen und allen, die uns mittragen!

Wir schweben im Moment auf „Wolke 7“, genießen  und sind einfach stolz.

Viele Grüße von den Janbeck*s

…und den nächsten Preis habe ich schon im Visier.

Hier gibt es mehr zum Nachhaltigkeitspreis

Hilfe, ich bin ein Messie, ein Sammler, ein Sachensucher

…zumindestens was Zeitschriften angeht. Die Landlust habe ich glaube ich von Anfang an…auf dem Couchtisch findet man manchmal keinen Platz mehr zum Ablegen…

Nun ist das Wort „Messie“ nur bedingt richtig. Es beschreibt ja eine ernstzunehmende Krankheit. Sammler und Sachensucher ist wohl richtiger…

Da ist noch alles Mögliche, was weiter verwendet werden kann, was ich finde oder sammle….Plastiktüten, die man hin und wieder doch noch mitbekommt, Papiertüten, Geschenkpapier, Fotokalender, Kronkorken, Korken, Geschenkbänder,Toilettenpapierrollen, Kerzenreste, Plastikdeckel, Wollreste, Kunsstoffblumentöpfe, Eierpappen, Briefmarken, Seidenpapier, Kartonagen, Glassscherben am Strand,Verpackungsmaterial, leere Batterien …

Da kommt schon ordentlich was zusammen.

Alleine schon die kleinen Knopfbatterien, die ich für meine Hörgeräte brauche. Alle 4 Tage zwei neue. Macht an die 180 Stück pro Jahr. Gut, dass man die zum Entsorgen geben kann und sie wieder aufbereitet werden.

Korken, Glas, Pappe geben wir zur Sammelstelle.

Gut, das ist ganz normales Recyceln, was sicher jeder macht.

Bei uns in Janbeck*s FAIRhaus geht das etwas weiter, um es mal harmlos zu sagen. Nachhaltigkeit ist für uns eine Herzensangelegenheit und fast schon ein Sport.

Irgendwie bin ich wohl „traumatisiert“ von der Generation meiner Großmutter. Da wurde ja alles wiederverwertet. Geschenkbänder wurden wieder gebügelt und nochmal benutzt. Oft auch das Papier. Alte Pullis wurden wieder aufgerebbelt und aus dem Rest etwas Neues gestrickt. Für einen Kinderpulli hat es immer gereicht. Ich seh mich noch abends beim Tatort die Wollknäule drehen.

Geschenkpapier verarbeite ich auch weiter, auch mal zu Konfetti oder für den Bastelkoffer meiner Enkel.

Mit Glasscherben vom Strand wird gebastelt.

Aus alten Kalenderblättern machen wir Umschläge für Briefe, Schachteln oder Heftchen.

Nochmal zurück in meine Kindheit: bei meiner Patentante durfte man ohne Vorwarnung die Kammertür nicht öffnen. Jede Küche hatte ja früher so eine fensterlose und oft komplett beleuchtungsfreie Kammer. Bei meiner Tante war die vollgestopft mit ausgewaschenen Margarinedosen, Eisdosen  etc.. Man könnte darin ja wieder etwas aufbewaren oder darin einfrieren. Man mußte schon aufpassen, dass einem das nicht alles entgegenkam wenn man die Tür öffnet. Das war damals so.

Es gab enorme Vorräte von Eingewecktem, Marmeladen und sonst etwas…oft hat man sich als junger Mensch darüber lustig gemacht, weil wir es eben anders gewohnt sind. Heute kauft man das, was man braucht eben im nächsten Supermarkt. Alles ist ständig verfügbar. Aber das war eben nicht immer so. Und die Qualität ist eben oft auch eine andere wenn man zum Beispiel an saisonales Gemüse denkt. Erdbeeren im Winter braucht kein Mensch. Gut, dass sich der Trend gerade wieder hin zum Konservieren, Fermentieren etc. bewegt. Gut auch für unsere Umwelt. Auch da machen wir mit und können so unsere Gäste im Café begeistern.

Aber was macht man mit Kerzenresten wenn man nicht selber daraus neue Kerzen machen will? Durch Zufall sind wir auf die Eckernförder Werkstätten gekommen. Die sammeln Kerzenreste und leere Toilettenpapierrollen (die Innenkörper) und machen daraus ein  neues Produkt namens K-Lumnet. Das ist ein Ofenanzünder. Hergestellt wird er folgendermaßen: die leere Toilettenpapierrolle wird in drei Teile geteilt, mit Holzresten gefüllt und alles in Wachs getaucht. Näheres kann man hier erfahren. Toilettenpapierrollen fallen bei uns im FAIRhaus eine ganze Menge an. Etwa 2000 Stück im Jahr. Das ist schon ein Berg. Die sammeln wir einfach in einem Müllsack und geben sie dann nach und nach in Eckernförde ab, wenn wir mal da sind.

Leere Toilettenpapierollen zum recyceln

Plastikdeckel von Milchtüten, Reinigungsmitteln etc. fallen bei uns im Betrieb ettliche an. Statt sie wie bisher immer über den grünen Punkt zu entsorgen sind wir auf ein Projekt gestoßen: für den Gegenwert vom Recycling werden Impfstoffe für Afrika gekauft. In der Hauptsache gegen Polio- Kinderlähmung. 500 Deckel werden für eine Impfung gebraucht. Sammelstellen gibt es viele. Wir haben einfach einen kleinen Behälter in der Küche vom FAIRcafé und schmeißen die Deckel da gleich rein.

500 Deckel für eine Polio Impfung in Afrika

Gute Kartonagen und Verpackungsmaterial nehmen wir wieder zum Verschicken und Seidenpaier zum Schutz für Zerbrechliches im Verkauf im Café…für manch einen nicht professionell genug, für uns aber sinnvoll.

Ja und die Eierpappen nehmen wir gerade jetzt im Frühling wieder zur Anzucht unserer Kräuter und Blumen für den Garten. Danach werden die Setzlinge dann in die gebrauchten Kunstofftöpfe umgetopft.

Gebrauchte Briefmarken hab ich schon als Kind gesammelt. Die wurden nach Bethel geschickt, wo sie aufbereitet werden. Mittlerweile haben wir eine eigene Sammelbox im Café stehen, wo jeder Briefmarken abgeben kann.

Die Kronkorken von den kleinen Seltersflaschen aus dem Café recycelt Maike von Strandnaht und upcyelt sie zu Magneten, die wir dann wieder im Kaffee verkaufen.

Magenten von Strandnaht
Upcycling mit Kronkorken

So, dann recyceln wir noch Bettücher und Handtücher aus der Pension zu Fußmatten und dergleichen. Das sind manchmal auch Berge. Ein Problem sind hier die Duschgele und Shampoos, die die Gäste verwenden. Da ist oft ein Stoff namens Polyquaternium 7 enthalten. Der arbeitet wie ein Zweikomponentenkleber wenn er mit Waschlauge zusammenkommt, verstopft das Gewebe und macht häßliche Flecken die man nicht wieder rausbekommt….Schade um die oft neuen Bio-Textilien.

Handtücher und Bettwäsche Gots zertifiziert
..hier bin ich also nur ungewollt ein Sammler-grins.

Was ich allerdings mit meinen Zeitschriften mache, weiß ich noch nicht. Es sind so viele und in unseren Ferienwohnungen stapeln die sich auch schon…

Wie wäre es mit einem Raum mit Regalen voller Zeitschriften einem bequemen Sessel als Rückzugsort? Einfach nur blättern, den Tag Tag sein lassen und Bilder anschauen…

Ach ja, wer alte ungenutzte Handies, kleine Elektrogeräte oder Druckerpatronen entsorgen möchte, die sammeln sich ja auch immer schnell an: es gibt einen besseren Weg als den über die Mülltonne! Der geht gar nicht. Einfach mal bei der Post schauen.

Tja und dann hilft da noch einfach weniger „Müll“ produzieren. Geht nicht immer, aber ich kaufe jetzt einfach mal weniger Zeitschriften…

…geht auch! Also weiter öko? Logisch!

Hat noch jemand ein paar gute Ideen zum Thema recyceln für uns?

 

<a href=“https://www.bloglovin.com/blog/18706011/?claim=sus3e5qeung“>Follow my blog with Bloglovin</a>

Was war? Was wird besser?

…oder was wird anders?

Hier mal ein kleiner Rückblick und eine Vorschau!

In 2016 hatten wir mit unserem Betrieb eine ganze Menge Glück:

Das war los:

  • Freunde in Sachsen, die für uns ein kleines Elektroautotreffen dort arrangiert hatten
  • wir haben jetzt eine komplett elektrische Flotte, mit einem Mitarbeiterauto und einem für Gäste, die mit der Bahn anreisen
  • dem FAIRWÄRTS Preis, den wir uns in Berlin abholen durften. Für unsere Ideen im nachhaltigen Tourismus haben wir den zweiten Preis bekommen (1. war ein Müllprojekt in Indien und dritter die Tourismusagentur Nördlicher Schwarzwald für ein Mobilitätskonzept)
  • den Bloggern, die uns ins Haus „gespült“ wurden: ob das Wiebe WakkerClaudia und Ralph KerpaRebecca Grunwald oder Eva Hoffleit und Phillipp Lawitschka waren. Alle haben tolle ganz unterschiedliche Berichte über uns verfasst, die neuen Besuchern einen Einblick geben
  • der Aktion rund um die wave.earth, bei der wir so viele tolle Karten von den Schülern gesammelt haben und erst nach Genf und letztendlich nach Marokko zur Weltklimakonferenz gebracht haben. Dort haben sie den Weltrekord geknackt und sind als größte Grußkarte in das Guinessbuch der Rekorde eingetragen.
  • die Zertifizierung zum klimaneutralen Hotel! Jetzt können wir jedem Gast eine klimaneutrale Übernachtung ermöglichen.
  • zwei sehr erfolgreichen von uns organisierten Treffen von E- Mobilisten bei uns auf dem Hof. Das hat Spaß gemacht die Menschen zusammen zu bringen
  • neue Rezepte, mit denen wir auf dem Frühstückstisch für Überraschungen sorgen
  • unser 10 jähriges Betriebsbestehen, das wir im Dezember feiern durften. Die Resonanz hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Das war nur ein Teil: nicht zu vergessen die tollen Gäste, die uns immer wieder neuen Input geben. Ohne ihre Mithilfe könnten wir unser ökologisches Konzept nicht durchführen.

Dankbar sind wir auch für das gute Team, dass gerade in diesem Jahr einige unerwartete nicht so tolle Überraschungen gut gemeistert hat. Danke nochmal dafür!

Die wesentlichsten Erkenntnisse in diesem Jahr waren:
  • dass wir besser auf UNSER Bauchgefühl hören, dann klappt es
  • Auch die Erkenntnis mit einigen Online-Portalen abzuschließen, die unserem speziellen Betrieb rein gar nichts gebracht haben
  • Und auch die Erkenntnis Stellung zu beziehen war eine gute Erfahrung.
Wir sind familiär, wir sind anders, das macht unseren Betrieb, Janbeck*s FAIRhaus, aus.

Schade war, dass unsere Angebote und Aktionen im Winter im Café selten wahr genommen wurden…, da waren wir sozusagen offline.

Was bringt uns jetzt das Neue Jahr?

Wir werden Vieles so lassen, Manches verbessern, wie zum Beispiel einige Wohnungen, aber wir werden auch etwas verändern:

  • einige Quartiere sollen nachhaltiger gestaltet werden
  • das Café wird im nächsten November und Dezember auf Tour gehen, raus zu den Menschen, statt zu warten, dass sie kommen
  • wir wollen unsere Produkte über einen Onlineshop bestellbar machen
  • der Betrieb wird Ende des Jahres auf den Bezug von Biogas umgestellt
  • wir wollen den Betrieb Plastik Frei aufstellen

Das sind schon eine Menge Aufgaben, denen wir uns stellen wollen. Ideen dazu haben wir schon, es gilt jetzt sie in die Tat umzusetzen.

Onlinetechnisch werden wir mal einen neuen Kanal aufmachen. Kleine Filme über unsere Wohnungen gibt es schon, das werde ich erweitern.

Es gibt viel zu tun, um unser Puzzle der Nachhaltigkeit weiter auszubauen.

Packen wir s an!

Alles Gute für 2017, Uta Janbeck

 

Was ist eigentlich der vielfältigste Beruf von allen?

…und zugleich einer der unbeliebsten und unbekanntesten…na? Drauf gekommen?

Ich würde ja mal behaupten die Hauswirtschaft!

Genau, ist was mit putzen und kochen. Und das muß man auch noch 3 Jahre lang lernen…wie öde! Genau, das ist das, was bei vielen Menschen im Kopf rumgeistert. Wozu das denn, anderen den Dreck weg machen…

Hauswirtschaft hat leider mit vielen Vorurteilen und viel Unwissen zu kämpfen. Dabei ist es ein besonders vielfältiger Beruf und umfasst ganz viele Berufsbilder:

Koch,Diätassistentin, Oecotrophologe, Bäcker, Konditor, Restaurantfachkraft, Rezeptionistin, Gästebetreuer, Tourismusfachkraft, Werbefachkraft, Zimmermädchen, Hausdame, Animateur, Kindergärtner, Pflegekraft, Psychologe, Reinigungskraft,Inneneinrichter, Dekorateur, Florist, Gärtner, Hausmeister…

…jedenfalls ist das in unserem Betrieb so.

Der Tag fängt an mit einem Plan was an dem Tag zu erledigen ist: Brötchen und Kuchen backen, Aufstriche herstellen, Frühstück herrichten,die Tische eindecken, Gäste betreuen, servieren, Ausflugstipps für den Tag geben, kleine Probleme lösen, Wäsche verarbeiten und natürlich auch putzen. Das ist so das Grundgerüst.

Dabei müssen wir dann natürlich beachten, welche Personen wir betreuen. Wer möchte was essen? Ist vielleicht jemand mit einer Krankheit am Tisch und braucht besondere Kost? Wie schaffen wir es, dass es alles appetitlich aussieht? Wie gestalten wir ein veganes Frühstück? Wie schaffen wir Abwechslung? Kommt eine Gruppe? Wie schaffen wir es Torten und leckere Kuchen im Café rauszugeben und dabei noch die Wohnungen für die nächsten Gäste herzurichten? Ist genug Wäsche vorbereitet? Wann können wir Fenster putzen? Wann können wir im Garten arbeiten? Wann haben wir genug Eigenstrom um die Elektroautos mit eigenem Strom zu laden etc.und natürlich: Wie und wann sind die Öffnungszeiten und Tischzeiten…

…und bei Allem ist dann noch zu berücksichtigen, dass genug (und die richtige) Ware da ist; dass die Produkte keine langen Wege hinter sich haben und möglichst aus Schleswig Holstein kommen; dass Zeit ist so viel wie möglich selber zu produzieren; dass für genug Leute auch genug Arbeit da ist; dass alle sinnvoll und adäquat eingesetzt werden; dass die richtige Techniken angewandt werden; dass Ausbildung und Schulung stattfindet; dass ergonomisch gearbeitet wird; dass ressourcenschonend gearbeitet wird; und natürlich dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Dann müssen natürlich auch die Geräte gepflegt werden; es muß eine Grundreinigung stattfinden, wo auch mal die Schränke von der Wand kommen und dahinter geputzt wird; die Böden müssen aufgefrischt werden, die Wohnungen neu gestaltet oder umdekoriert; Gardinen und andere Textilien müssen neu genäht oder repariert werden; es wird recycelt und upcycelt; die Spiele auf Vollzähligkeit nachgeprüft werden; Mobiliar muß nachgeschraubt werden; Rezepte müssen mal erneuert werden; Kalkulationen müssen überprüft werden; große Feste oder Events müssen geplant und organisiert werden; der Garten muß gepflegt werden; Obst etc. muß geerntet und verarbeitet werden; Arbeitsplätze müssen überdacht und gegebenenfalls umgestaltet werden; Werbung muß gemacht werden; Anzeigen und Plakate gestaltet werden; Betriebsziele müssen festgelegt und überprüft werden; neue Ideen müssen gesammelt und überprüft werden.

Wir besuchen Messen, Seminare und holen uns Input aus Zeitschriften und Büchern. Wir studieren die Tageszeitung, weil auch tägliche Meldungen Einfluß auf unser tägliches Handeln haben können, wie zum Beispiel jetzt die Vogelgrippe. Gibt es eine Grippewelle? Ist die Straße gesperrt? Gibt es auf der Autobahn Staus, dass  die Gäste dadurch bei der Anreise beeinträchtigt werden? Findet ein besonderer Event in der Nähe statt? Steigen die Preise oder Abgaben? Gibt es neue Steuern? Gibt es wieder neue Produkt- Skandale? Was wird gerade Trend? Was beschäftigt die Menschen?

…das alles und noch viel mehr ist Hauswirtschaft! Und da soll noch mal jemand sagen, dass das langweilig ist. Bei uns jedenfalls nicht.

Ich selber habe meine Ausbildung auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt. Einmal die Woche bin ich etwa 2,5 Jahre zur Schule gehen, gegründet auf jahrelanger Praxiserfahrung, und habe dann eine Prüfung vor der zuständigen Stelle – bei mir war es die Landwirtschaftskammer Schleswig Holstein – ablegt. Eine gute Möglichkeit eine Ausbildung nachzuholen. Ansonsten sind es 3 Jahre Ausbildungszeit.

Und so vielfältig wie die Ausbildung selbst sind die Ausbildungsbetriebe. Vom Privathaushalt, dem Biohof mit Hofladen, dem kleinen Pensionsbetrieb bis zur Restauration mit 130 Plätzen.

Danach kann man in Altenheimen, Hotels, Kindergärten, Unis, Kantinen,Küchen, Privathaushalten (so was gibt es auch noch), als Dorfhelferin, Wohnheimen, Jugendherbergen, großen Firmen, dem öffentlichen Dienst oder landwirtschaftlichen Betrieben etc. arbeiten. Oder man geht weiter zur Schule, macht seinen Betriebsleiter, oder Meister, ein Studium zum Oecotropholgen, Sozialpädagogen etc. Es gibt viele Möglichkeiten und die beruflichen Aussichten sind gut.

…also von wegen altbaksch.